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Kupplung

Die Yamaha SR125 (Modellcode 3MW5, Modelljahr 1996) hat eine nasse Mehrscheibenkupplung, die im Motoröl läuft und über einen Seilzug vom linken Lenkerhebel betätigt wird. Das Kupplungspaket besteht aus vier Reibscheiben, drei Stahlscheiben und vier Schraubendruckfedern. Es sitzt auf der rechten Motorseite hinter dem rechten Kurbelgehäusedeckel auf der Getriebe-Hauptwelle und wird über Stirnräder (Primärtrieb 73/22) von der Kurbelwelle angetrieben. Ausgerückt wird die Kupplung mit einem Ausrückhebel (Push lever), der über zwei Druckstangen und eine Kugel durch die hohle Hauptwelle auf den Druckteller drückt. Es gibt zwei Einstellstellen: das Seilzugspiel (am Hebel und am motorseitigen Seilzugende) und den Ausrückmechanismus (Markierungen an Ausrückhebel und Kurbelgehäuse, Einstellschraube mit Kontermutter).

Diese Datei behandelt Aufbau und Kraftfluss, Kenndaten und Verschleißgrenzen, die beiden Einstellungen, den Seilzug, den Kupplungsschalter der Anlasssperre, Aus- und Einbau mit Anzugsdrehmomenten, Öl-Hinweise, typische Probleme mit Fehlerdiagnose und die Teilenummern 1996 gegenüber 1997.

Alle Werte stehen metrisch und in US-Einheiten, in deutscher Zahlenschreibweise. Primärquelle ist das Yamaha-Werkstatthandbuch SR125 3MW-AE1 (Modelljahr 1997, 3MW6), Kapitel „Clutch“ (S. 106–112 der Online-Kopie) und „Maintenance specifications“ (S. 26–27). Die Teilenummern stammen aus den Yamaha-Teilekatalogen 1996 (3MW5) und 1997 (3MW6). Anders als bei der Elektrik (siehe Bordnetz) sind die Kupplungsteile in beiden Jahren fast identisch (siehe §12); die Handbuchwerte sind für die 1996er deshalb gut übertragbar.

Siehe auch: Übersicht & Identifikation · Motor (Schmierung, Öl, Kurzüberblick Kupplung) · Bordnetz, Kabelbaum & Sicherungen (Anlasssperre) · Getriebe · Sekundärantrieb · Wartungsplan, Betriebsstoffe & Füllmengen · Anzugsdrehmomente


1. Überblick & Kenndaten

Merkmal Wert
Bauart Nasse Mehrscheibenkupplung im Motoröl (Ölbad, gemeinsamer Ölhaushalt mit Motor und Getriebe)
Betätigung Seilzug, Hebel links am Lenker
Einbauort rechte Motorseite, hinter dem rechten Kurbelgehäusedeckel, auf der Getriebe-Hauptwelle
Primärtrieb Stirnräder, 73/22 (3,318 : 1) — Primärantriebsrad auf der Kurbelwelle, Primärabtriebsrad = Kupplungskorb
Reibscheiben 4 Stück
Stahlscheiben („Clutch plates“) 3 Stück
Kupplungsfedern 4 Schraubendruckfedern, je eine Schraube M5 mit Scheibe
Ausrückmechanismus Ausrückhebel mit Welle und Rückholfeder (Torsionsfeder) → Druckstange 2 (lang, in der hohlen Hauptwelle) → Kugel → Druckstange 1 mit Einstellmutter → Druckteller → Druckplatte
Einstellung Seilzugspiel am Hebel und motorseitig; Ausrückmechanismus über Markierungen und Einstellschraube mit Kontermutter
Spiel am Kupplungshebel 10–15 mm (0,39–0,59 in) am Hebelende
Kupplungsschalter am Hebelhalter, Teil der Anlasssperre (Start im Gang nur mit gezogener Kupplung)
Motoröl API SE oder höher, ohne Reibwertminderer („Energy Conserving II“), sicher: JASO MA/MA2 — siehe Motor

2. Aufbau & Kraftfluss

Kraftfluss bei eingerückter Kupplung: Kurbelwelle → Primärantriebsrad (22 Zähne, mit Passfeder und Mutter M14 auf der Kurbelwelle) → Primärabtriebsrad / Kupplungskorb (73 Zähne) → Mitnehmer der Reibscheiben (außen im Korb geführt) → Reibung gegen die Stahlscheiben (innen auf der Kupplungsnabe geführt) → Kupplungsnabe (auf der Hauptwelle verzahnt, Mutter M14 mit Sicherungsblech) → Getriebe-Hauptwelle → Getriebe.

Reihenfolge des Kupplungspakets (von innen nach außen): Kupplungskorb → Anlaufscheibe → Kupplungsnabe → Reibscheibe – Stahlscheibe – Reibscheibe – Stahlscheibe – Reibscheibe – Stahlscheibe – Reibscheibe → Druckplatte → 4 Federn mit Schrauben. Das Paket beginnt und endet mit einer Reibscheibe (Handbuch).

Ausrücken: Der Seilzug dreht den Ausrückhebel. Seine Welle drückt auf die Druckstange 2, die durch die hohle Hauptwelle zur Kupplungsseite läuft. Über die Kugel und die Druckstange 1 wird der Druckteller in der Mitte der Druckplatte nach außen gedrückt; die Druckplatte hebt gegen die vier Federn ab, das Paket wird entlastet, die Kupplung trennt.

  • Lage des Ausrückhebels: Die Bauart (lange Druckstange 2 und Kugel durch die Hauptwelle) spricht für einen Ausrückhebel auf der linken Motorseite, gegenüber der Kupplung; die Explosionszeichnung des Handbuchs beginnt beim Kupplungsausbau zudem mit einem linken Deckel ⚠️. Das Handbuch nennt aber auch beim Ausbau des rechten Kurbelgehäusedeckels den Kupplungszug als abzubauendes Teil. Die genaue Anordnung (Welle im linken Kurbelgehäuse, Seilzugführung) am Fahrzeug prüfen ⚠️.
  • Druckstange 1 mit Einstellmutter (Mutter M6 mit Scheibe) sitzt im Druckteller auf der Kupplungsseite. Über sie wird der Ausrückmechanismus eingestellt (siehe §4.2).
  • Die Ausrückwelle läuft in einer Buchse mit Wellendichtring und ist mit einem Sicherungsring gesichert; eine Torsionsfeder holt den Hebel zurück. Die Welle wird mit einer Schraube M8 (unter Scheibe bzw. Dichtung) gehalten.

3. Kenndaten & Verschleißgrenzen

Werte aus den „Maintenance specifications“ und dem Kapitel „Clutch — Inspection“ des Handbuchs 3MW-AE1:

Bauteil Standard Grenzwert Hinweis
Reibscheiben, Dicke 2,9–3,1 mm (0,114–0,122 in) 2,7 mm (0,106 in) an 4 Stellen messen; Anzahl 4 Stück; nur satzweise tauschen
Stahlscheiben, Dicke 1,6 mm (0,063 in) — Anzahl 3 Stück
Stahlscheiben, Verzug — 0,05 mm (0,002 in) ⚠️ auf Richtplatte mit Fühlerlehre; Wert aus zwei Auslesungen (Tabelle und Prüfseite)
Kupplungsfedern, ungespannte Länge 34,9 mm (1,374 in) 32,9 mm (1,295 in) Anzahl 4 Stück; nur satzweise tauschen; eine Auslesung druckt 34,5 mm (1,358 in) ⚠️
Druckstange (Schlag/Biegung) — 0,2 mm (0,008 in) auf Prismen mit Messuhr bzw. auf ebener Platte rollen
Druckstange 1, Kugel, Druckstange 2 — — auf Verschleiß, Risse, Beschädigung prüfen
Kupplungskorb (Primärabtriebsrad) — — Mitnehmerschlitze auf Einlaufkerben, Verzahnung auf Schäden, Lager/Laufbuchse auf Spiel prüfen
Kupplungsnabe — — Keilverzahnung (Stahlscheiben-Führung) auf Riefen, Kerben und Verschleiß prüfen
Primärantriebsrad — — Zähne auf Verschleiß, Ausbrüche; zusammen mit dem Korb beurteilen

Prüftipps

  • Reibscheiben mit Messschieber an vier um 90° versetzten Stellen messen. Verglaste, verbrannte (dunkle, rissige) oder ölverkohlte Beläge ersetzen, auch wenn das Maß noch stimmt.
  • Stahlscheiben auf blaue Anlauffarben (Überhitzung durch Rutschen) prüfen. Verzug: Scheibe auf eine Glasplatte oder Richtplatte legen und mit der Fühlerlehre unterfahren.
  • Einlaufkerben im Kupplungskorb (Mitnehmerschlitze) und in der Nabe führen zu ruckigem Einkuppeln und schwerem Trennen. Leichte Kerben lassen sich mit einer feinen Feile glätten ⚠️ (Werkstattpraxis, nicht im Handbuch); tiefe Kerben → Teil ersetzen.
  • Federn mit dem Messschieber messen; eine einzelne zu kurze Feder ist Grund genug, den ganzen Satz zu tauschen.

4. Einstellung

Es gibt zwei unabhängige Einstellungen. Im Alltag wird nur das Seilzugspiel nachgestellt. Der Ausrückmechanismus wird nur nach Arbeiten an der Kupplung oder bei Trennproblemen trotz richtigem Seilzugspiel eingestellt.

4.1 Seilzugspiel einstellen (Handbuch „Clutch adjustment“)

Merkmal Wert
Spiel am Hebelende 10–15 mm (0,39–0,59 in)
Einsteller 1 motorseitig („crankcase side“): Einsteller mit Kontermutter am Seilzugende
Einsteller 2 hebelseitig („lever side“): Einstellschraube mit Kontermutter am Hebelhalter
Wirkung Hineindrehen = mehr Spiel, Herausdrehen = weniger Spiel (Hineindrehen verkürzt die wirksame Länge der Seilzughülle)
  1. Spiel am Ende des Kupplungshebels prüfen (Hebel leicht anziehen, bis Widerstand spürbar wird; Weg am Hebelende messen).
  2. Grobe Einstellung motorseitig: Kontermutter lösen, Einsteller hinein- oder herausdrehen, bis das Spiel stimmt. Kontermutter festziehen.
  3. Feineinstellung am Hebel: Kontermutter am Hebelhalter lösen, Einstellschraube drehen, bis 10–15 mm (0,39–0,59 in) erreicht sind. Kontermutter festziehen.
  4. Probefahrt: Kupplung muss sauber trennen (Leerlauf leicht findbar, kein Kriechen im Stand) und darf unter Last nicht rutschen.

  5. Die Hebel-Einstellschraube möglichst nicht ganz herausdrehen — dann bleibt noch Reserve für unterwegs. Ist hebelseitig keine Reserve mehr, erst motorseitig nachstellen.

  6. Zu wenig Spiel (Hebel ohne Leerweg) lässt die Kupplung rutschen und verbrennt die Beläge. Zu viel Spiel lässt sie nicht sauber trennen (Kupplung schleift, Gänge krachen, Leerlauf schwer zu finden).

4.2 Ausrückmechanismus einstellen

Nach dem Handbuch (Kapitel „Clutch installation“):

  1. Den Ausrückhebel in Pfeilrichtung (Ausrückrichtung) drücken und prüfen, ob die Markierung am Ausrückhebel mit der Markierung am Kurbelgehäuse fluchtet.
  2. Fluchten die Markierungen nicht: Kontermutter an der Druckstange 1 lösen.
  3. Einstellschraube (Druckstange 1) hinein- oder herausdrehen, bis die Markierungen fluchten.
  4. Die Einstellschraube gegenhalten und die Kontermutter mit 8 N·m (5,9 ft·lb) festziehen.

  5. Achtung (Handbuch): Die Einstellschraube nicht zu weit hineindrehen. Ziel ist, das Spiel zwischen den Druckstangen herauszunehmen, nicht die Kupplung vorzuspannen.

  6. Die Einstellschraube sitzt im Druckteller auf der Kupplungsseite; die Einstellung erfolgt deshalb bei abgenommenem rechtem Kurbelgehäusedeckel (also zusammen mit einem Ölwechsel) ⚠️ (aus der Lage der Teile abgeleitet; ob ein Verschlussstopfen im rechten Deckel einen Zugang ohne Deckelabbau bietet, ist nicht belegt).
  7. Danach immer das Seilzugspiel (§4.1) neu einstellen.

5. Seilzug

Merkmal Wert
Kupplungszug 3MW-26335-00 (1996 und 1997 gleich)
Hebel „Lever 1“ 1AA-83912-00, Hebelhalter 11U-82911-00
Hebellagerbolzen Bolzen 90109-06799 mit selbstsichernder Mutter M6

Pflege

  • Seilzug schmieren: Hebelseitiges Ende aushängen, Zug senkrecht halten und Motorrad-Seilzugöl (oder dünnes Kettenöl mit Seilzug-Adapter) einlaufen lassen, bis es unten austritt. Teflonbeschichtete Ersatzzüge nur mit dem vom Hersteller freigegebenen Mittel oder gar nicht schmieren.
  • Hebellager mit etwas Lithiumfett schmieren; dabei den Lagerbolzen reinigen und auf Verschleiß prüfen.
  • Intervall: Kupplung und Seilzüge laut Wartungsplan bei 1.000 km (620 mi) und dann alle 6.000 km (3.700 mi) bzw. 6 Monate prüfen/einstellen ⚠️ (Wartungsplan-Auslesung nicht eindeutig) — bei Regen- und Winterbetrieb öfter schmieren.

Seilzug wechseln

  1. Seilzugspiel an beiden Einstellern maximal vergrößern (Einsteller hineindrehen).
  2. Nippel aus dem Hebel aushängen (Schlitze von Einstellschraube, Kontermutter und Hebelhalter fluchten lassen).
  3. Motorseitig das Seilzugende vom Ausrückhebel aushängen und den Zug aus dem Halter nehmen.
  4. Verlegung des alten Zugs merken (Kabelbinder, Schellen, Foto), neuen Zug genauso verlegen: keine engen Radien, nicht zwischen Lenkkopf und Rahmen einklemmen, bei vollem Lenkeinschlag nicht auf Zug.
  5. Neuen Zug schmieren, einhängen und das Spiel nach §4.1 einstellen.
  6. Prüfen: Lenker von Anschlag zu Anschlag drehen — das Kupplungsspiel darf sich dabei nicht ändern.

  7. Ein knarzender, schwergängiger Hebel liegt meist am trockenen oder geknickten Zug, seltener am Ausrückhebel. Zug aushängen und einzeln prüfen.

  8. Ein gerissener Zug kündigt sich oft durch einzelne abstehende Drähte am Nippel an — dann sofort wechseln.

6. Kupplungsschalter & Anlasssperre

Merkmal Wert
Kupplungsschalter 3MW-82917-00 (1996 und 1997 gleich), am Kupplungshebelhalter
Funktion Teil der Anlasssperre: Der Anlasser dreht im Leerlauf oder mit eingelegtem Gang, gezogener Kupplung und hochgeklapptem Seitenständer
Prüfung Durchgangsprüfer an den Schalteranschlüssen: Hebel gezogen = Durchgang ⚠️ (Schaltzustand aus der Funktion abgeleitet; die Durchgangstabelle im Handbuch war nicht lesbar)
  • Dreht der Anlasser im Gang mit gezogener Kupplung nicht, aber im Leerlauf schon: Kupplungsschalter (verbogener Betätiger, verschmutzter Kontakt, loser Stecker) oder Seitenständerschalter prüfen. Details zur Schaltung in Bordnetz §2.3 und in der Zündanlage.
  • Die Kabelfarben am Kupplungsschalter sind nicht sicher belegt ⚠️ (siehe Bordnetz).

7. Aus- und Einbau

Die Arbeit ist gut in Eigenregie machbar. Benötigt werden eine neue Deckeldichtung, ein neues Sicherungsblech für die Kupplungsnabenmutter, Motoröl (1,0 L / 1,06 US qt) und ein Kupplungshalter (Yamaha 90890-04086 oder ein universeller Kupplungskorb-Halter).

7.1 Rechten Kurbelgehäusedeckel abbauen (Handbuch „Crankcase cover (right)“)

  1. Motoröl ablassen (siehe Motor).
  2. Rechte Fußraste abbauen (Mutter).
  3. Kupplungszug aushängen (siehe §2 zur Lage ⚠️).
  4. Schrauben des rechten Kurbelgehäusedeckels lösen (M6, 7 N·m / 5,2 ft·lb) und Deckel abnehmen. Deckel nicht aufhebeln — mit einem Kunststoffhammer lösen.
  5. Dichtung und die zwei Passstifte abnehmen. Passstifte nicht verlieren.

7.2 Kupplung ausbauen (Handbuch „Clutch removal“)

  1. Kupplungsfedern-Schrauben über Kreuz in mehreren Schritten lösen, dann Schrauben, Federn und Druckplatte abnehmen.
  2. Druckteller, Druckstange 1 (mit O-Ring und Einstellmutter), Kugel und Druckstange 2 herausnehmen. Die Kugel bleibt gern in der Hauptwelle hängen — mit einem Magneten herausholen.
  3. Reibscheiben und Stahlscheiben abnehmen. Reihenfolge und Einbaulage merken.
  4. Lasche des Sicherungsblechs aufbiegen.
  5. Kupplungsnabe mit dem Kupplungshalter 90890-04086 gegenhalten und die Mutter M14 lösen.
  6. Mutter, Sicherungsblech, Kupplungsnabe, Anlaufscheibe und Kupplungskorb (Primärabtriebsrad) abnehmen.
  7. Bei Bedarf: Ausrückhebel ausbauen (Schraube M8, Scheibe bzw. Dichtung, Torsionsfeder, Sicherungsring, Wellendichtring).

Das Primärantriebsrad auf der Kurbelwelle muss für einen Kupplungswechsel nicht abgebaut werden. Es wird nur beim Ölpumpen- oder Motorausbau gelöst (Mutter M14, 50 N·m (37 ft·lb), Rotor mit einem Schwungradhalter gegenhalten; siehe §8).

7.3 Prüfen

Alle Teile nach §3 prüfen: Reibscheiben, Stahlscheiben, Federn, Druckstangen und Kugel, Korb, Nabe, Primärräder, Ausrückwelle und Wellendichtring.

7.4 Kupplung einbauen (Handbuch „Clutch installation“)

  1. Ausrückhebel einbauen (falls ausgebaut): Wellendichtring und Buchse prüfen, Welle einölen, Torsionsfeder einhängen, Sicherungsring einsetzen, Schraube M8 mit 12 N·m (8,9 ft·lb) festziehen.
  2. Kupplungskorb (Primärabtriebsrad), Anlaufscheibe und Kupplungsnabe aufsetzen.
  3. Neues Sicherungsblech und Mutter aufsetzen, Nabe mit dem Kupplungshalter gegenhalten und die Mutter mit 70 N·m (52 ft·lb) anziehen. Lasche des Sicherungsblechs an eine Schlüsselfläche der Mutter umbiegen.
  4. Alle Reib- und Stahlscheiben mit Motoröl benetzen (Handbuch). Neue Reibscheiben vorher einige Minuten in Motoröl einlegen ⚠️ (Werkstattpraxis).
  5. Scheiben abwechselnd einsetzen, beginnend und endend mit einer Reibscheibe (4 Reib-, 3 Stahlscheiben).
  6. Druckstange 2, Kugel und Druckstange 1 (mit neuem O-Ring) einölen und einsetzen; Druckteller einsetzen.
  7. Druckplatte aufsetzen, die vier Federn und Schrauben einsetzen und über Kreuz in mehreren Schritten mit 6 N·m (4,4 ft·lb) ⚠️ festziehen (siehe §8 zum Drehmoment).
  8. Ausrückmechanismus einstellen (§4.2), Kontermutter 8 N·m (5,9 ft·lb).
  9. Rechten Deckel mit neuer Dichtung und den zwei Passstiften montieren, Schrauben 7 N·m (5,2 ft·lb) über Kreuz.
  10. Kupplungszug einhängen, Fußraste montieren, Öl einfüllen, Ölstand am Schauglas prüfen, Seilzugspiel einstellen (§4.1).
  11. Probelauf: Motor im Leerlauf warmlaufen lassen, auf Undichtigkeiten am Deckel prüfen, dann Probefahrt.

8. Anzugsdrehmomente (Kupplung & Primärtrieb)

Verbindung Gewinde Drehmoment Hinweis
Mutter Kupplungsnabe M14 70 N·m (52 ft·lb) Sicherungsblech umbiegen; Kupplungshalter 90890-04086; Handbuch Online-S. 107 (Explosionszeichnung) und Online-S. 111 (Einbau)
Mutter Primärantriebsrad M14 50 N·m (37 ft·lb) mit Sicherungsscheibe; Rotor beim Anziehen gegenhalten; Handbuch Online-S. 113 (Explosionszeichnung Ölpumpe/Primärrad)
Schrauben Kupplungsfedern M5 6 N·m (4,4 ft·lb) ⚠️ über Kreuz in Stufen; andere Auslesungen: 7 N·m (5,2 ft·lb) bzw. 4 N·m (3,0 ft·lb)
Kontermutter Einstellschraube (Druckstange 1) M6 8 N·m (5,9 ft·lb) Einstellschraube gegenhalten
Schraube Ausrückwelle M8 12 N·m (8,9 ft·lb) mit Scheibe (1996) bzw. Dichtung (1997), siehe §12
Schrauben rechter Kurbelgehäusedeckel M6 7 N·m (5,2 ft·lb) über Kreuz, neue Dichtung
Mutter rechte Fußraste M10 ⚠️ (M12, falls Schwingenachsmutter) 45 N·m (33 ft·lb) ⚠️ aus der Explosionszeichnung „Crankcase cover (right)“; Zuordnung nicht eindeutig: Möglicherweise ist die Mutter der Schwingenachse (M12, ebenfalls 45 N·m) gemeint, auf der laut Handbuch die rechte Fußrasten-Baugruppe sitzt (siehe Hinterradfederung); eine eigene Fußrastenmutter wäre laut Teilekatalog M10 (95707-10500, siehe Rahmen). Gewinde deshalb offen
Ölablassschraube M35 43 N·m (32 ft·lb) siehe Motor

Zuordnung der beiden M14-Muttern (50 / 70 N·m bzw. 37 / 52 ft·lb): Die Explosionszeichnungen des Handbuchs ordnen sie eindeutig zu: 70 N·m an der Kupplungsnabe (Zeichnung „Clutch“, Online-S. 107, und Einbauschritt Online-S. 111) und 50 N·m am Primärantriebsrad (Zeichnung „Oil pump / primary drive gear“, Online-S. 113). Beide Muttern haben dieselbe Teilenummer 90170-14284; nur die Sicherung unterscheidet sich (Nabe: Sicherungsblech 90215-14186; Primärrad: Sicherungsscheibe 90215-14205).


9. Öl & Kupplung

  • Die Kupplung läuft im Motoröl. Öle mit Reibwertminderern (Kennzeichnung „Energy Conserving II“ oder höher, viele moderne Pkw-Leichtlauföle) lassen die Kupplung rutschen. Das Handbuch schließt sie aus. Sicher ist ein Motorradöl nach JASO MA oder MA2, typisch SAE 10W-40 (siehe Motor).
  • Keine Öl-Additive (Handbuch) — auch keine „Reibungsverminderer“ oder Molybdän-Zusätze.
  • Füllmengen: Ölwechsel 1,0 L (1,06 US qt), mit Filter 1,1 L (1,16 US qt), Gesamtmenge 1,3 L (1,37 US qt). Endstand immer am Schauglas einstellen.
  • Zu wenig Öl erhitzt die Kupplung und das Getriebe; zu viel Öl kann die Kupplung schleppen lassen und Öl in die Kurbelgehäuseentlüftung drücken.
  • Nach dem Wechsel auf ein anderes Öl kann eine leicht verglaste Kupplung vorübergehend rutschen; bleibt das Rutschen, Kupplung prüfen.

10. Typische Probleme

  • Kupplung rutscht (Drehzahl steigt, Tempo nicht; oft zuerst im 4./5. Gang unter Last): meist zu wenig Seilzugspiel, falsches Öl oder abgenutzte Reibscheiben bzw. ermüdete Federn. Erst Spiel prüfen, dann Öl, dann Kupplung öffnen.
  • Kupplung trennt nicht (Motorrad kriecht im Stand, Gang kracht beim Einlegen, Leerlauf schwer zu finden): zu viel Spiel, falsch eingestellter Ausrückmechanismus, verzogene Stahlscheiben, Einlaufkerben im Korb, zu viel oder zu dickes (kaltes) Öl.
  • Leerlauf schwer zu finden: Bei laufendem Motor und kaltem Öl typisch leicht schleppend. Leerlauf im Rollen kurz vor dem Anhalten einlegen. Bleibt es schwierig, Kupplungsspiel und Ausrückmechanismus prüfen; auch die Schaltmechanik kommt in Frage (siehe Getriebe).
  • Kupplung rupft / ruckt beim Anfahren: Kerben im Kupplungskorb oder in der Nabe, verglaste Beläge, verzogene Scheiben, trockener oder hakender Seilzug.
  • Rasselndes Geräusch im Leerlauf, das beim Ziehen der Kupplung verschwindet: meist Spiel zwischen Korb-Mitnehmern und Reibscheiben oder im Primärtrieb — bei älteren Motoren oft harmlos, aber beobachten ⚠️.
  • Schwergängiger Hebel: trockener, geknickter oder rostiger Seilzug, trockenes Hebellager, schwergängige Ausrückwelle.
  • Ölverlust am rechten Deckel: alte Deckeldichtung oder nicht nachgezogene Schrauben — Dichtung beim nächsten Kupplungsdienst immer erneuern.

11. Fehlerdiagnose

Symptom Mögliche Ursache Abhilfe
Motor dreht hoch, Motorrad beschleunigt nicht Zu wenig Seilzugspiel · Reibscheiben unter 2,7 mm (0,106 in) · Federn unter 32,9 mm (1,295 in) · Öl mit Reibwertminderern Spiel 10–15 mm (0,39–0,59 in) einstellen · Reibscheiben/Federn satzweise erneuern · JASO-MA-Öl
Motorrad kriecht bei gezogener Kupplung Zu viel Spiel · Ausrückmechanismus verstellt · Stahlscheiben verzogen (> 0,05 mm / 0,002 in) · Einlaufkerben Spiel einstellen · Mechanismus nach §4.2 einstellen · Scheiben/Korb prüfen
Gänge krachen beim Einlegen wie „kriecht“ · Leerlaufdrehzahl zu hoch wie oben · Leerlauf 1.250–1.350/min einstellen (siehe Kraftstoffsystem)
Leerlauf schwer zu finden Kupplung trennt nicht ganz · kaltes Öl · Schaltmechanik Spiel prüfen · im Rollen kurz vor dem Anhalten einlegen · Getriebe
Hebel schwergängig oder hakt Seilzug trocken, geknickt, rostig · Hebellager trocken · Ausrückwelle schwergängig Zug schmieren oder erneuern · Lager fetten · Welle prüfen
Hebel ohne Widerstand, Kupplung trennt nicht Seilzug gerissen · Nippel ausgehängt · Druckstange/Kugel fehlt nach Reparatur Zug erneuern/einhängen · Druckstangen und Kugel prüfen
Rupfen beim Anfahren Kerben in Korb oder Nabe · verglaste Beläge · verzogene Stahlscheiben Kupplung öffnen und prüfen, Teile ersetzen
Anlasser dreht im Gang mit gezogener Kupplung nicht (im Leerlauf ja) Kupplungsschalter · Seitenständerschalter · Stecker Schalter prüfen, siehe Bordnetz
Öl am rechten Motordeckel Dichtung alt · Schrauben lose · Wellendichtring Ausrückwelle (falls rechts ⚠️) Dichtung erneuern, Schrauben 7 N·m (5,2 ft·lb) · Dichtring erneuern

12. Teilenummern (1996 3MW5 gegenüber 1997 3MW6)

Aus den Yamaha-Teilekatalogen auf yamaha-parts.ca (Abschnitt „Starter clutch“ = Primärtrieb & Kupplung, „Handlebar & cables“, „Switch / lever“). Die Stückzahlen stehen im Online-Katalog nicht korrekt; sie stammen aus dem Handbuch.

Teil 1996 (3MW5) 1997 (3MW6) gleich?
Primärantriebsrad 5H0-16111-00 5H0-16111-00 ja
Passfeder Primärrad 90282-05043 90282-05043 ja
Sicherungsscheibe Primärrad 90215-14205 90215-14205 ja
Mutter Primärrad (M14) 90170-14284 90170-14284 ja
Kupplungskorb komplett (Primärabtriebsrad) 5H0-16150-01 5H0-16150-01 ja
Anlaufscheibe 1 5H0-16154-00 5H0-16154-00 ja
Kupplungsnabe 36X-16371-00 36X-16371-00 ja
Reibscheibe (4 ×) 537-16321-00 537-16321-00 ja
Stahlscheibe 1 (3 ×) 137-16324-00 137-16324-00 ja
Druckplatte 1 5N0-16351-00 5N0-16351-00 ja
Kupplungsfeder (4 ×) 90501-23630 90501-23630 ja
Schraube mit Scheibe, Federn (4 ×, M5) 90159-05011 90159-05011 ja
Druckteller 1W1-16358-01 1W1-16358-01 ja
Druckstange 1 2JX-16356-00 5H0-16356-01 nein
O-Ring Druckstange 1 93210-48364 93210-48364 ja
Scheibe Einstellschraube 92907-06200 92907-06200 ja
Kontermutter Einstellschraube (M6) 95317-06600 95307-06600 nein (beides M6-Muttern) ⚠️
Sicherungsblech Kupplungsnabe 90215-14186 90215-14186 ja
Mutter Kupplungsnabe (M14) 90170-14284 90170-14284 ja
Ausrückhebel 3MW-16380-00 3MW-16380-00 ja
Unterlage Schraube Ausrückwelle Scheibe 90201-08087 Dichtung 90430-08119 nein
Schraube Ausrückwelle (M8) 90149-08067 90149-08067 ja
Torsionsfeder 90508-18495 90508-18495 ja
Druckstange 2 5H0-16357-00 5H0-16357-00 ja
Kugel 93505-16006 93505-16006 ja
Buchse 90386-14103 90386-14103 ja
Wellendichtring 93102-14209 93102-14209 ja
Sicherungsring 93420-28055 93420-28055 ja
Kupplungszug 3MW-26335-00 3MW-26335-00 ja
Kupplungshebel („Lever 1“) 1AA-83912-00 1AA-83912-00 ja
Hebelhalter 11U-82911-00 11U-82911-00 ja
Hebellagerbolzen 90109-06799 90109-06799 ja
Kupplungsschalter 3MW-82917-00 3MW-82917-00 ja
Dichtung rechter Kurbelgehäusedeckel 4BE-15451-01 ⚠️ nicht verglichen —

Was das bedeutet:

  • Reibscheiben, Stahlscheiben, Federn, Korb, Nabe und Primärtrieb sind 1996 und 1997 identisch. Die Verschleißgrenzen des 1997er Handbuchs gelten deshalb auch für die 1996er, und Kupplungssätze „für SR125 3MW“ passen über beide Jahrgänge.
  • Geändert haben sich nur Druckstange 1 (Einstellschraube), ihre Kontermutter (95317-06600 → 95307-06600) und die Unterlage der Ausrückwellen-Schraube (Scheibe → Dichtung). Beim Nachkauf dieser Teile den eigenen Modellcode angeben. Ob die beiden Druckstangen 1 und die beiden Kontermuttern untereinander tauschbar sind, ist nicht belegt ⚠️.
  • Viele Teile tragen ältere Präfixe: 5N0 (Modellcode der japanischen SR125 von 1981, siehe Übersicht), 5H0 (Präfix der XT125 von 1982; als Beleg für eine XT125-Verwandtschaft des Motors nur ein Indiz, nicht belegt ⚠️) sowie 537/137 (vermutlich ältere Yamaha-Modelle ⚠️). Das spricht für eine lange Teiletradition dieses Motors (siehe README).

13. Wartung

Arbeit Einfahrt Danach
Kupplungsspiel prüfen/einstellen 1.000 km (620 mi) alle 6.000 km (3.700 mi) oder 6 Monate ⚠️
Kupplungszug und Hebellager prüfen/schmieren 1.000 km (620 mi) alle 6.000 km (3.700 mi) oder 6 Monate ⚠️
Motoröl wechseln (schmiert die Kupplung) 1.000 km (620 mi) alle 6.000 km (3.700 mi) oder 6 Monate
Kupplungspaket prüfen — nach Bedarf (Rutschen, Rupfen, Trennprobleme)
  • Beim ohnehin fälligen Ölwechsel lässt sich die Kupplung mit wenig Mehraufwand prüfen: Der rechte Deckel muss dafür ab, die neue Deckeldichtung ist der einzige Zusatzaufwand.
  • Kupplungsbeläge halten bei schonender Fahrweise sehr lange. Häufigster Verschleißgrund sind schleifendes Anfahren am Berg und zu wenig Hebelspiel.

Quellen

  • Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997, Modellcode 3MW6), manualslib — Wartungsdaten Kupplung S. 26, Drehmomente S. 27–28, Wartungsplan S. 48, Kupplungsspiel S. 59, rechter Kurbelgehäusedeckel S. 106, Kupplung Explosionszeichnung S. 107–108, Ausbau/Prüfung S. 109, Druckstangen/Einbau S. 110–111, Ausrückmechanismus S. 112, Ölpumpe/Primärantriebsrad S. 113 und S. 115: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html
  • Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997), idoc.pub — Wartungsdaten Kupplung, Seilzugeinstellung, Kupplungshalter 90890-04086, Drehmoment Ausrückwelle: https://idoc.pub/documents/yamaha-sr125service-manual-3mw-ae1-1997-english-8jlkgm2m07n5
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Primärtrieb & Kupplung („Starter clutch“): https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/CLUTCH/27_2658-2658/B13/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1997 (3MW6), Primärtrieb & Kupplung („Starter clutch“): https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/STARTER-CLUTCH/27_2663-2663/B13/0/6899
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), rechter Motordeckel („Cover — engine 1“): https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/COVER--ENGINE-1/27_2658-2658/B11/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Lenker & Seilzüge: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/HANDLEBAR-x-CABLES/27_2658-2658/B28/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1997 (3MW6), Lenker & Seilzüge: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/HANDLEBAR-x-CABLES/27_2663-2663/B28/0/6899
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Schalter & Hebel: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/SWITCH--LEVER/27_2658-2658/B37/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1997 (3MW6), Schalter & Hebel: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/SWITCH--LEVER/27_2663-2663/B37/0/6899

⚠️ Zu prüfende Angaben

  • Lage des Ausrückhebels und Seilzugführung — Die Bauart (Druckstange 2 und Kugel durch die hohle Hauptwelle) und der linke Deckel am Anfang der Kupplungs-Explosionszeichnung sprechen für einen Ausrückhebel auf der linken Motorseite. Das Handbuch nennt aber den Kupplungszug auch beim Ausbau des rechten Kurbelgehäusedeckels. Am Fahrzeug prüfen.
  • Zugang zur Einstellschraube des Ausrückmechanismus — aus der Teileanordnung (Druckstange 1 im Druckteller) abgeleitet: rechter Deckel ab. Ob ein Verschlussstopfen im rechten Deckel einen Zugang ohne Deckelabbau bietet, ist nicht belegt.
  • Drehmoment Kupplungsfedern — 6 N·m (Explosionszeichnung Online-S. 107 und Einbauseite Online-S. 111), 7 N·m (eine Tabellenauslesung); siehe auch Anzugsdrehmomente. Gewinde laut Teilenummer 90159-05011 M5.
  • Verzugsgrenze Stahlscheiben 0,05 mm (0,002 in) — aus zwei Auslesungen (Tabelle und Prüfseite); bei einer Online-Kopie mit teils verschobenen Tabellen ist ein Lesefehler nicht ganz ausgeschlossen.
  • Federlänge — 34,9 mm (1,37 in) in Tabelle und einer Auslesung, 34,5 mm (1,36 in) in einer anderen Auslesung.
  • Mutter rechte Fußraste 45 N·m (33 ft·lb) — Wert aus der Explosionszeichnung „Crankcase cover (right)“, Zuordnung nicht eindeutig (eigene Fußrastenmutter M10 oder Schwingenachsmutter M12, an der die rechte Fußrasten-Baugruppe sitzt); Gewinde M10 nach der Fußrasten-Flanschmutter 95707-10500 angenommen (16), M12 falls die Schwingenachsmutter gemeint ist.
  • Schaltzustand und Kabelfarben des Kupplungsschalters — aus der Funktion abgeleitet; die Durchgangstabellen im Handbuch waren nicht lesbar.
  • Wartungsintervall Kupplung/Seilzüge — Auslesung des Wartungsplans nicht eindeutig (6.000 oder 12.000 km / 3.700 oder 7.500 mi).
  • Druckstange 1 und Kontermutter 1996 vs. 1997 — unterschiedliche Teilenummern; Austauschbarkeit nicht belegt.
  • Dichtung rechter Deckel 1997 — Teilenummer nicht mit 1996 verglichen.
  • Verschleißgrenzen Kupplungskorb, Nabe und Primärräder — Das Handbuch nennt nur „auf Spiel / Kerben / Verschleiß prüfen“; Zahlenwerte für Korbspiel, Laufbuchse, Nabe und Primärräder fehlen.
  • Werkstattpraxis (Kerben feilen, Reibscheiben vorab in Öl einlegen, Rasselgeräusche) — nicht aus dem Yamaha-Handbuch, sondern allgemeine Praxis.