Beleuchtung & Instrumente
Diese Datei ist die Arbeitsreferenz für Beleuchtung, Signalanlage und Instrumente der Yamaha SR125 (Modellcode 3MW5, Modelljahr 1996). Sie behandelt alle Glühlampen mit Sockeltyp und Teilenummer, Scheinwerfer (Lampenwechsel, Einstellung, H4- und LED-Frage), Standlicht, Rück- und Bremslicht, Blinkanlage, Hupe, Tachometer mit Tachoantrieb, Kontrollleuchten, Lenkerschalter mit Kabelfarben, die HU-relevanten Punkte und eine Fehlerdiagnose. Die SR125 ist ab Werk rein mit Glühlampen bestückt, es gibt keine LEDs. Das Bordnetz hat 12 V, Minus an Masse.
Alle Werte stehen metrisch und in US-Einheiten, in deutscher Zahlenschreibweise. Primärquelle ist das Yamaha-Werkstatthandbuch SR125, Modellcode 3MW6 (Handbuch 3MW-AE1, Modelljahr 1997), Kapitel 2 (Elektrische Daten), 3 (Scheinwerfereinstellung, Sicherung) und 7 (Beleuchtungs- und Signalanlage). Teilenummern stammen aus dem Teilekatalog der französischen 3MW5 (1996), denn für 1996 ist nur dieser Katalogeintrag belegt. Werte aus nur einer Quelle oder mit widersprüchlichen Angaben tragen ⚠️.
Siehe auch: Übersicht & Identifikation · Motor · Kraftstoffsystem · Zündanlage · Ladesystem & Batterie · Bordnetz, Kabelbaum & Sicherungen
Kurzübersicht
| Merkmal |
Wert |
| Scheinwerfer |
runder Einzelscheinwerfer, 12 V 36 W/36 W (Fern-/Abblendlicht), 1 Lampe ⚠️ Sockel |
| Standlicht (im Scheinwerfer) |
12 V 4 W, 1 Lampe |
| Rück-/Bremslicht |
12 V 5 W/21 W, 1 Zweifadenlampe (BAY15d) |
| Blinker |
4 × 12 V 21 W (BA15s) |
| Instrumentenbeleuchtung |
12 V 3,4 W, 1 Lampe |
| Kontrollleuchten |
Fernlicht, Leerlauf, Blinker (2 ×), je 12 V 3,4 W |
| Blinkrelais |
Mitsuba FR2204, Kondensator-Bauart, 85 Takte/min |
| Hupe |
Nikko YF-12, max. 2,5 A |
| Hauptsicherung |
20 A (plus 20-A-Ersatzsicherung) |
| Versorgung der Beleuchtung |
Gleichstrom aus der Batterie über Sicherung, Zündschloss und Lichtschalter (siehe §2) |
| Tachometer |
km/h-Tacho mit Kilometerzähler, seilgetrieben vom Vorderrad; kein Drehzahlmesser |
1. Lampentabelle (3MW5, 1996)
Nennwerte laut Werkstatthandbuch 3MW6 (1997), Teilenummern laut Teilekatalog 3MW5 (1996, Frankreich). Die Sockelbezeichnungen sind die handelsüblichen ECE-Bezeichnungen der jeweiligen Lampenkategorie.
| Funktion |
Nennwert |
Anzahl |
Sockel / Kategorie |
Yamaha-Teilenummer |
Anmerkung |
| Scheinwerfer (Fern-/Abblendlicht) |
12 V 36 W/36 W |
1 |
⚠️ nicht belegt; handelsüblich wäre BA20d (S2, 35/35 W) |
im Katalog 1996 nicht einzeln geführt; Scheinwerfereinsatz 10F-84303-20-00, Fassung/Kabel 10F-84340-20-00 |
siehe §3.1 |
| Standlicht |
12 V 4 W |
1 |
⚠️ nicht belegt (üblich: T8/4W, BA9s) |
im Katalog 1996 nicht geführt; 1998 (Deutschland): 4KM-84347-00-00 (12 V 3 W), ersetzt durch 4E2-84347-00-00 (12 V 4 W) ⚠️ |
im Scheinwerfergehäuse |
| Rück-/Bremslicht |
12 V 5 W/21 W |
1 |
BAY15d (P21/5W), versetzte Stifte |
1A2-84714-50-00 |
Zweifadenlampe, nur in einer Stellung einsetzbar |
| Blinker vorn und hinten |
12 V 21 W |
4 |
BA15s (P21W) |
306-83311-40-00 (Katalog: „Bulb, Flasher (12V-21W)“) |
alle vier identisch |
| Instrumentenbeleuchtung |
12 V 3,4 W |
1 |
T10-Glassockel (Katalog: „12V-3.4W T10“) ⚠️ Sockelmaß |
4G1-84744-00-00 |
gleiche Lampe wie die Kontrollleuchten |
| Kontrollleuchte Fernlicht |
12 V 3,4 W |
1 |
T10-Glassockel ⚠️ |
4G1-84744-00-00 |
|
| Kontrollleuchte Leerlauf |
12 V 3,4 W |
1 |
T10-Glassockel ⚠️ |
4G1-84744-00-00 |
|
| Kontrollleuchte Blinker |
12 V 3,4 W |
2 |
T10-Glassockel ⚠️ |
4G1-84744-00-00 |
je eine für links und rechts |
- Der Katalog führt die Instrumentenlampe 4G1-84744-00-00 mit Stückzahl 5: 1 × Instrumentenbeleuchtung, 1 × Fernlicht, 1 × Leerlauf, 2 × Blinker. Das passt genau zum Werkstatthandbuch.
- BAY15d vs. BA15s: Die Rück-/Bremslichtlampe hat zwei Kontakte und versetzte Stifte, damit sie nicht verdreht eingesetzt werden kann. Die Blinkerlampe hat einen Kontakt und gerade Stifte. Nicht verwechseln: eine BA15s im Rücklicht ergibt entweder kein Rücklicht oder Dauer-Bremslicht.
- Wattzahl einhalten: Eine stärkere Blinkerlampe verändert die Blinkfrequenz (Kondensator-Relais, siehe §6). Eine stärkere Rücklichtlampe kann Lampenfassung und Streuscheibe überhitzen.
2. Stromversorgung & Leistungsbilanz
Laut den Prüfabläufen im Werkstatthandbuch (Kapitel 7, „Lighting system check“: Spannungsmessung DC 20 V, Soll 12 V) hängt die gesamte Beleuchtung am Gleichstrom-Bordnetz: Batterie → 20-A-Sicherung → Zündschloss → Lichtschalter → Abblendschalter → Lampen. Die Fehlersuche beginnt laut Handbuch immer mit Sicherung → Batterie → Zündschloss → Licht-/Abblendschalter → Verkabelung.
- Folge: Mindestens Standlicht, Rücklicht und Instrumentenbeleuchtung leuchten auch bei stehendem Motor, solange die Zündung an ist (eine AUS-Stellung des Lichtschalters ist nicht belegt ⚠️, siehe §4). Das entlädt die kleine 7-Ah-Batterie. Zündung bei stehendem Motor nicht lange eingeschaltet lassen.
- Schwache Batterie = schwaches Licht: Weil keine Lampe direkt mit Wechselstrom aus der Lichtmaschine gespeist wird, sieht man eine schwache Batterie oder einen defekten Regler sofort am Licht. Ladespannung prüfen (Soll 14,5 V, Regler Shindengen SH553D; beides Handbuch 1997 für den 4WP-Regler, für den 1996er 5H0-Regler nicht belegt ⚠️), siehe Ladesystem & Batterie.
- Lichtmaschinenleistung: CDI-Lichtmaschine 14 V / 9 A bei 5.000/min (≈ 126 W; Handbuch 1997, 4WP-Lichtmaschine — für die 1996er 5H0-Lichtmaschine nicht belegt ⚠️). Im Leerlauf liefert sie deutlich weniger ⚠️ (keine Kennlinie im Handbuch).
Verbraucher (Nennleistung)
| Verbraucher |
Leistung |
Strom bei 12 V |
Art |
| Scheinwerfer (Abblend- oder Fernlicht) |
36 W |
3,0 A |
dauernd |
| Standlicht |
4 W |
0,33 A |
dauernd ⚠️ (ob es bei eingeschaltetem Scheinwerfer mitleuchtet, ist nicht belegt) |
| Rücklicht |
5 W |
0,42 A |
dauernd |
| Instrumentenbeleuchtung |
3,4 W |
0,28 A |
dauernd |
| Leerlauf- bzw. Fernlicht-Kontrollleuchte |
je 3,4 W |
je 0,28 A |
zeitweise |
| Summe Dauerlast (Abblendlicht) |
≈ 48 W |
≈ 4,0 A |
inkl. 4-W-Standlicht ⚠️; ohne Standlicht ≈ 44 W / 3,7 A; Kontrollleuchten nicht eingerechnet |
| Bremslicht |
21 W |
1,75 A |
kurzzeitig |
| Blinker (2 × 21 W + Kontrollleuchte 3,4 W, im Takt) |
≈ 45 W |
≈ 3,8 A |
kurzzeitig |
| Hupe |
— |
max. 2,5 A |
kurzzeitig |
- Die Dauerlast von ≈ 48 W liegt bei Fahrdrehzahl weit unter den ≈ 126 W der Lichtmaschine. Im Stadtverkehr mit viel Leerlauf, Bremslicht und Blinker kann die Bilanz aber negativ werden ⚠️. Das erklärt, warum SR125-Batterien bei reinem Kurzstreckenbetrieb schnell schwach werden.
3. Scheinwerfer
3.1 Aufbau und Teile (Katalog 3MW5, 1996)
| Pos. |
Teil |
Teilenummer |
Anzahl |
| 01 |
Scheinwerfergehäuse (Camellia Green) |
5H0-84330-00-TK |
1 |
| 03 |
Scheinwerfereinsatz („Lighting unit“) |
10F-84303-20-00 |
1 |
| 04 |
Scheinwerferring (Rim) |
5H0-84315-00-00 |
1 |
| 05 |
Streuscheibe |
10F-84320-20-00 |
1 |
| 06 |
Einstellschraube Ring („Screw, rim adjuster“) |
4KG-84331-00-00 |
2 |
| 07 |
Feder |
3AA-84332-00-00 |
2 |
| 09 |
Mutter |
5PX-84334-00-00 |
2 |
| 10 |
Linsenkopfschraube (Ringbefestigung) |
98517-05012-00 |
1 |
| 12 |
Kabel/Lampenfassung („Cable assembly“) |
10F-84340-20-00 |
1 |
| 17 |
Scheinwerferhalter |
5H0-84318-00-00 |
1 |
| 18 |
Gummidämpfer |
5H0-84336-00-00 |
2 |
| 19 |
Distanzhülse |
5H0-84338-00-00 |
2 |
- Das „10F“-Präfix deutet darauf hin, dass Einsatz und Streuscheibe noch aus der ersten SR125-Serie stammen (Präfix-Deutung aus den Teilekatalogen abgeleitet ⚠️; siehe README → Teiletausch).
- Die Hauptlampe ist im 1996er Katalog nicht als eigene Position geführt. Laut Werkstatthandbuch ist sie eine auswechselbare 12-V-36-W/36-W-Zweifadenlampe. Welcher Sockel verbaut ist, konnte nicht belegt werden ⚠️. Vor dem Lampenkauf die alte Lampe ausbauen und die Beschriftung ablesen. Als handelsübliches Pendant kommt eine BA20d (S2, 12 V 35/35 W) in Betracht, falls der Sockel passt ⚠️.
- Keine Halogenlampe: Der 1996er Scheinwerfer ist für eine konventionelle Glühlampe gebaut. Erst die 3MW9 (2000) hat einen neuen Scheinwerfer mit H4-Halogenlampe 12 V 60/55 W (siehe §10).
3.2 Lampe wechseln
Das Werkstatthandbuch 1997 beschreibt den Lampenwechsel nicht. Der folgende Ablauf ergibt sich aus der Teileliste 1996 und der Betriebsanleitung 2000 (anderer Scheinwerfer) ⚠️:
- Zündung aus, Lampe abkühlen lassen.
- Linsenkopfschraube (Pos. 10) unten am Scheinwerferring lösen.
- Ring mit Einsatz und Streuscheibe nach vorn aus dem Gehäuse ziehen.
- Steckverbinder bzw. Lampenfassung (Pos. 12) vom Einsatz abziehen.
- Lampe aus der Fassung nehmen (Bajonett: eindrücken und gegen den Uhrzeigersinn drehen ⚠️).
- Neue Lampe mit gleichen Werten einsetzen, Fassung aufstecken, Einsatz einsetzen, Schraube handfest anziehen.
-
Abblend- und Fernlicht, Fernlicht-Kontrollleuchte und Standlicht prüfen.
-
Den Glaskolben nicht mit bloßen Fingern berühren (Betriebsanleitung 2000). Fingerabdrücke mit einem mit Alkohol angefeuchteten Tuch entfernen.
- Beim Zusammenbau darauf achten, dass kein Kabel zwischen Ring und Gehäuse eingeklemmt wird und die Kabel im Gehäuse nicht an scharfen Kanten scheuern.
3.3 Scheinwerfer einstellen
Laut Werkstatthandbuch gibt es nur die Höheneinstellung: Befestigungsschraube(n) des Scheinwerfers lösen, Scheinwerfer schwenken, Schraube wieder festziehen („Loosen the bolt and adjust the headlight unit“). Ein Anzugsmoment ist nicht angegeben ⚠️.
- Die beiden federbelasteten Einstellschrauben am Scheinwerferring (Pos. 06/07/09) dienen vermutlich der Seiteneinstellung ⚠️. Das Handbuch beschreibt sie nicht.
- Einstellung an der Wand (Näherung, ersetzt nicht das Prüfgerät der HU):
- Motorrad auf ebenem Boden, Luftdruck korrekt (vorn 1,75 bar / 25 psi, hinten 2,00 bar / 29 psi), Fahrer sitzt auf, Motorrad senkrecht.
- Abstand Scheinwerfer–Wand 10 m (32,8 ft).
- Höhe der Scheinwerfermitte an der Wand markieren.
- Die obere Grenze des Abblendlichts soll etwa 10 cm (3,9 in) unter dieser Marke liegen. Das entspricht 1 % Neigung ⚠️. Ratgeber nennen teils nur 5 cm (2,0 in), daher im Zweifel an einem Scheinwerfereinstellgerät (Werkstatt, Prüfstelle) kontrollieren.
- Nach dem Einstellen die Befestigung prüfen: Ein lockerer Scheinwerfer verstellt sich durch Vibrationen schnell.
3.4 H4-Umrüstung und LED — technische und rechtliche Lage
- H4 in den 1996er Scheinwerfer: Nicht möglich und nicht zulässig. Eine Lampe darf nur in einem Scheinwerfer betrieben werden, der für genau diese Lampenkategorie geprüft ist (Prüfzeichen auf der Streuscheibe). Der 1996er Einsatz ist nicht für H4 gebaut ⚠️ (Prüfzeichen auf der eigenen Streuscheibe kontrollieren).
- Umbau auf den H4-Scheinwerfer der 3MW9 (2000): Technisch denkbar, weil Yamaha selbst diesen Schritt gemacht hat. Die 3MW9-Teile unterscheiden sich aber in Gehäuse, Ring, Halter und Dämpfern (siehe §10) ⚠️. Die H4-Lampe zieht 4,6 A (55 W) bzw. 5,0 A (60 W) statt 3,0 A. Die Dauerlast steigt damit auf ≈ 70 W. Ob die Lichtmaschine der 3MW9 stärker ist als die der 3MW5, ist nicht belegt ⚠️. Der Umbau eines E-geprüften Serienscheinwerfers eines anderen Baujahrs ist in der Regel eintragungspflichtig (TÜV/DEKRA) ⚠️.
- LED-Nachrüstlampen im Scheinwerfer: In Deutschland nur zulässig, wenn die LED-Lampe für genau dieses Fahrzeugmodell eine Genehmigung (ABE bzw. Kompatibilitätsliste des Herstellers) hat. Für die SR125 mit 36/36-W-Scheinwerfer ist keine bekannt ⚠️. Ohne Genehmigung erlischt die Betriebserlaubnis.
- Lichtpflicht am Tag: Krafträder müssen in Deutschland auch am Tag mit Abblendlicht fahren (§ 17 Abs. 2a StVO). Seit 2013 sind stattdessen auch nach ECE-R 87 genehmigte Tagfahrleuchten erlaubt. Ein Nachrüst-Tagfahrlicht verändert die Beleuchtungsanlage und sollte vorher mit der Prüfstelle abgestimmt werden ⚠️.
4. Standlicht
- 12 V 4 W, im Scheinwerfergehäuse. Im Werkstatthandbuch heißt es „Auxiliary light“.
- Im 1996er Katalog ist keine eigene Standlichtlampe geführt ⚠️. Beim deutschen Modell 1998 (3MW7) steht die Lampe 4KM-84347-00-00 im Scheinwerferbild. Sie wird heute durch 4E2-84347-00-00 (12 V 4 W) ersetzt.
- Der Lichtschalter schaltet laut Betriebsanleitung 2000 zwischen Standlicht (Standlicht, Rücklicht, Instrumentenbeleuchtung) und Scheinwerfer (zusätzlich Abblend- bzw. Fernlicht). Ob der 1996er Schalter dieselben Stellungen hat und ob es eine AUS-Stellung gibt, ist nicht belegt ⚠️. Ohne AUS-Stellung bleiben mindestens Standlicht, Rücklicht und Instrumentenbeleuchtung bei Zündung ON immer an. Das Werkstatthandbuch 1997 nennt einen „Lights switch“ am linken Lenkerschalter.
5. Rück-/Bremslicht, Kennzeichenbeleuchtung & Rückstrahler
| Pos. |
Teil |
Teilenummer |
Anzahl |
| 01 |
Rücklicht komplett |
10F-84700-21-TK |
1 |
| 02 |
Lampe 12 V 21/5 W |
1A2-84714-50-00 |
1 |
| 03 |
Streuscheibe |
1M1-84521-60-00 |
1 |
| 04 |
Dichtung |
1VJ-14462-00-00 |
1 |
| 06 |
Schraube Streuscheibe |
3Y1-84524-00-00 |
2 |
| 08 |
Rückstrahler (rot) |
3Y6-85130-02-00 |
1 |
| 10 |
Kennzeichenhalter |
5N0-84751-00-00 (nicht mehr lieferbar) |
1 |
- Lampenwechsel: Zwei Schrauben der Streuscheibe lösen, Scheibe abnehmen, Lampe eindrücken und gegen den Uhrzeigersinn drehen. Die Dichtung (Pos. 04) muss beim Zusammenbau richtig sitzen, sonst läuft Wasser ein und die Fassung korrodiert.
- Kennzeichenbeleuchtung: Das Rücklicht hat nur eine Lampe. Ob das Kennzeichen durch ein Fenster im Rücklichtgehäuse mit beleuchtet wird, ist aus dem Katalog nicht erkennbar ⚠️. Eine eigene Kennzeichenlampe ist nicht aufgeführt.
- Bremslichtschalter: vorn am Bremshebel (3MW-83980-00-00), hinten am Bremspedal. Laut Handbuch liegt bei betätigter Bremse 12 V am gelben Kabel des Rücklichtsteckers an.
- Hinteren Bremslichtschalter einstellen: Das Bremslicht soll aufleuchten, kurz bevor die Bremse zu wirken beginnt. Einstellung über die Einstellmutter am Schalter; dabei den Schalterkörper festhalten ⚠️ (üblicher Yamaha-Ablauf, im ausgelesenen Handbuchtext nicht enthalten). Nach jeder Einstellung des Bremspedal-Leerwegs nachprüfen.
6. Blinkanlage
| Merkmal |
Wert |
| Blinkrelais |
Mitsuba FR2204, Kondensator-Bauart („Condenser type“), Teilenummer 3Y8-83350-21-00 |
| Blinkfrequenz |
85 Takte/min (Handbuch) |
| Blinkerlampen |
4 × 12 V 21 W, BA15s, 306-83311-40-00 |
| Blinker vorn / hinten komplett |
3MW-83310-10-00 / 3MW-83330-00-00 (je 2) |
| Streuscheibe (vorn und hinten gleich) |
5Y1-83312-00-00, Dichtung 5Y1-83313-00-00 |
| Blinkerhalter |
5H0-83318-00-00 (Halter 1), 5H0-83328-00-00 (Halter 2) |
| Kabelfarben am Relais |
Braun (Plus von der Zündung), Braun/Weiß (Ausgang zum Blinkerschalter) |
| Kabelfarben an den Blinkern |
links Schokoladenbraun, rechts Dunkelgrün, Masse Schwarz |
- Gesetzliche Blinkfrequenz: 90 ± 30 Impulse pro Minute (1,5 ± 0,5 Hz, § 54 StVZO bzw. ECE). Die 85 Takte/min des Serienrelais liegen im Bereich. Blinkt es deutlich schneller, ist meist eine Lampe durchgebrannt oder eine Masseverbindung schlecht (allgemeine Praxis bei lastabhängigen Blinkrelais; das Handbuch nennt falsche Glühlampen und das Relais). Blinkt es zu langsam, ist die Batteriespannung zu niedrig oder eine zu schwache Lampe eingesetzt.
- LED-Blinker nachrüsten:
- Nur Blinker mit E-Prüfzeichen verwenden. Nach ECE-R 6 sind für Krafträder vorn die Kategorien 1, 1a, 1b, 11, 11a, 11b oder 11c, hinten 2a, 2b oder 12 zulässig (eine Kategorie „2“ ohne Buchstaben gibt es nicht; Anbau nach ECE-R 53). Mit gültigem E-Zeichen ist keine Eintragung nötig.
- Das Serienrelais ist lastabhängig. Mit LED-Blinkern blinkt es zu schnell oder gar nicht. Abhilfe: lastunabhängiges Blinkrelais (Bauform und Stecker passend zum Original ⚠️) oder Lastwiderstände parallel zu jedem LED-Blinker. Lastwiderstände werden sehr heiß (sie setzen ≈ 21 W in Wärme um) und brauchen einen metallischen, belüfteten Einbauort.
- Die Blinker-Kontrollleuchte hängt am Blinkstromkreis. Bei manchen LED-Umbauten leuchtet sie dauernd oder gar nicht ⚠️. Das Relais muss zur Schaltung der SR125 passen.
- Mindestabstände der Blinker zueinander und zur Mittelachse gelten auch bei Nachrüstblinkern ⚠️ (vor dem Umbau die Vorgaben der Prüfstelle erfragen).
7. Hupe
| Merkmal |
Wert |
| Typ |
Nikko YF-12, Teilenummer 10F-83371-00-00 |
| Stromaufnahme |
max. 2,5 A |
| Schaltung |
Plus (Braun) über das Zündschloss zur Hupe, Masse über den Hupenknopf am linken Lenkerschalter (Rosa) |
| Befestigung |
2 Schrauben (95817-06010-00) |
Prüfung laut Handbuch: Zündung ein. Am braunen Kabel der Hupe müssen 12 V gegen Masse anliegen. Bei gedrücktem Hupenknopf muss das rosa Kabel Masse haben. Liegt Spannung an und der Knopf schaltet, aber die Hupe bleibt stumm, ist die Hupe zu ersetzen.
- Eine leise oder krächzende Hupe hat oft eine korrodierte Steckverbindung oder eine schwache Batterie. Eine Einstellschraube für den Ton ist im Handbuchauszug nicht beschrieben ⚠️.
8. Instrumente
8.1 Tachometer
| Merkmal |
Wert |
| Bauart |
mechanischer Tachometer (km/h) mit Gesamtkilometerzähler |
| Drehzahlmesser |
keiner. Für Leerlauf- und Zündzeitpunkteinstellung ist ein externer Drehzahlmesser nötig (siehe Zündanlage) |
| Tageskilometerzähler |
beim 1996er Modell laut MOTORRAD-Fahrbericht nicht vorhanden ⚠️ (die 3MW9 von 2000 hat einen, siehe §10) |
| Instrumenteneinheit 1996 |
5U0-83510-F0-TK (Camellia Green) |
| Lampenfassung |
5H0-83536-00-00 |
| Tachowelle |
3MW-83550-01-00 |
| Tachoantrieb (Getriebe am Vorderrad) |
Getriebeeinheit 4X8-25190-10-00 bzw. 4X8-25190-01-00 ⚠️ (Katalog-Auslesungen unterschiedlich; ab 1997 4WP-25190-00, siehe Räder & Reifen), Mitnehmer („Clutch, meter“) 341-25149-00-00, Halter 341-25846-00-00 |
| Gummilagerung |
5H0-83541-00-00 (1 ×), 5H0-83592-00-00 (2 ×) |
Tachoantrieb: Die Tachowelle wird von einer Getriebeeinheit an der linken Vorderradnabe angetrieben. Ein Mitnehmer in der Nabe greift in die Getriebeeinheit.
- Beim Einbau des Vorderrads müssen die Nasen des Mitnehmers in die Aussparungen der Getriebeeinheit greifen. Die Getriebeeinheit muss sich an der Gabel abstützen (Verdrehsicherung), sonst reißt beim ersten Meter die Tachowelle ab oder das Getriebe wird zerstört ⚠️ (üblicher Yamaha-Aufbau, Einbaulage im Handbuch prüfen).
- Schmieren: Getriebeeinheit bei jedem Radausbau mit etwas Lithiumseifenfett versehen. Tachowelle beim Tausch oder bei „springender“ Nadel herausziehen und dünn mit Tachowellenfett schmieren; das oberste Ende (≈ 10 cm / 3,9 in) trocken lassen, damit kein Fett in den Tacho kriecht.
- Nadel zittert oder bleibt stehen: meist trockene oder geknickte Tachowelle, abgerissener Wellenkern oder ein verschlissenes Kunststoffzahnrad in der Getriebeeinheit.
- Kabelverlegung: Die Tachowelle ohne enge Radien und ohne Zug beim vollen Lenkeinschlag verlegen.
8.2 Kontrollleuchten und Instrumentenbeleuchtung
| Leuchte |
Bedeutung |
Lampe |
Kabelfarbe (laut Handbuch) |
| Leerlauf |
Getriebe im Leerlauf (Leerlaufschalter schaltet nach Masse) |
12 V 3,4 W |
Braun (+), Himmelblau (Sb, zum Leerlaufschalter) — Prüfseite Leerlaufanzeige, siehe 06 §5 |
| Fernlicht |
Fernlicht eingeschaltet |
12 V 3,4 W |
Gelb (+), Schwarz (Masse) |
| Blinker links / rechts |
blinkt mit dem jeweiligen Blinker |
2 × 12 V 3,4 W |
Schokoladenbraun / Dunkelgrün ⚠️ (wie Blinker) |
| Instrumentenbeleuchtung |
leuchtet mit dem Licht |
12 V 3,4 W |
Blau (+), Schwarz (Masse) |
- Die SR125 hat keine Öldruck-, Ölstands-, Tank- oder Temperaturwarnleuchte. Den Ölstand zeigt nur das Schauglas am Motor (siehe Motor), den Tankinhalt nur der Blick in den Tank bzw. die Reservestellung des Benzinhahns (siehe Kraftstoffsystem).
- Leerlaufleuchte geht nicht: Laut Handbuch der Reihe nach Lampe/Fassung, Leerlaufschalter (am Motor, 4KM-82540-00-00) und die Leitung prüfen. Der Leerlaufschalter hängt auch an der Startsperre (siehe Zündanlage).
- Instrumentenbeleuchtung prüfen: Zündung und Licht ein, am Stecker der Lampenfassung 12 V zwischen Blau und Schwarz messen.
- Die Instrumentenlampen sitzen in Gummifassungen im Instrumentengehäuse. Zum Wechseln das Instrument von hinten zugänglich machen und die Fassung herausziehen ⚠️.
9. Lenkerschalter & Kabelfarben
| Schalter |
Ort |
Funktion |
| Zündschloss |
Lenkkopf |
Hauptschalter, Teilenummer 5H0-82510-01-00 |
| Lichtschalter |
links |
Standlicht / Scheinwerfer (Betriebsanleitung 2000); ob es eine AUS-Stellung gibt, ist offen ⚠️ (siehe §4) |
| Abblendschalter |
links |
Abblend- / Fernlicht |
| Blinkerschalter |
links |
links / rechts |
| Hupenknopf |
links |
Hupe |
| Motorstoppschalter |
rechts |
Zündung aus (siehe Zündanlage) |
| Starterknopf |
rechts |
Anlasser |
| Bremslichtschalter |
Bremshebel vorn, Bremspedal hinten |
Bremslicht |
| Stromkreis |
Kabelfarbe laut Handbuch |
| Abblendlicht |
Grün |
| Fernlicht (und Fernlicht-Kontrollleuchte) |
Gelb |
| Instrumentenbeleuchtung |
Blau |
| Bremslicht |
Gelb (am Rücklichtstecker) |
| Blinkrelais Eingang / Ausgang |
Braun / Braun/Weiß |
| Blinker links / rechts |
Schokoladenbraun / Dunkelgrün |
| Hupe Plus / Hupenknopf |
Braun / Rosa |
| Leerlauf-Kontrollleuchte Plus / Leerlaufschalter |
Braun / Himmelblau (Sb) |
| Masse |
Schwarz |
- Das Handbuch verlangt vor der Fehlersuche an der Beleuchtung den Ausbau von Sitzbank, Tank, Seitendeckeln und Scheinwerfereinsatz. Die meisten Steckverbindungen der Lenkerschalter sitzen im Scheinwerfergehäuse. Dort zuerst nach Korrosion und losen Steckern suchen.
- Die Schalterprüfung erfolgt mit dem Ohmmeter (Messbereich Ω × 1) nach den Durchgangstabellen im Handbuch, Kapitel „Switch inspection“. Details in Bordnetz, Kabelbaum & Sicherungen §5.
10. Unterschiede zu anderen Baujahren (Beleuchtung & Instrumente)
Die Teilekataloge (impex-jp.com) zeigen innerhalb der 3MW-Serie zwei deutliche Schritte:
| Merkmal |
3MW5 (1996, Frankreich) |
3MW6 (1997, Frankreich) |
3MW7 (1998, Deutschland) |
3MW9 (2000, Deutschland) |
| Scheinwerfereinsatz |
10F-84303-20 |
10G-84303-40 |
3MW-84310-00 |
neuer Scheinwerfer, Ring 42X-84315-01 |
| Hauptlampe |
12 V 36/36 W (Handbuch 1997) |
12 V 36/36 W |
nicht einzeln geführt ⚠️ |
H4-Halogen 12 V 60/55 W (5VK-H4314-00-00) |
| Standlicht |
nicht geführt ⚠️ |
nicht geführt ⚠️ |
12 V 3 W (4KM-84347-00) |
12 V 4 W (4E2-84347-00), eigene Fassung 52E-84346-00 |
| Instrumente |
5U0-83510-F0 |
⚠️ nicht ausgewertet |
wie 1996, drei Varianten |
neue Instrumente 3MW-83570-00 mit Tageskilometerzähler |
| Instrumenten-/Kontrolllampen |
5 × 12 V 3,4 W T10 |
⚠️ |
5 × 12 V 3,4 W T10 |
1 × 14 V 3,4 W (Beleuchtung) + 3 × 12 V 1,7 W T6,5 (Kontrollleuchten, nur eine Blinker-Kontrollleuchte) |
| Tachowelle |
3MW-83550-01 |
⚠️ |
4U5-83550-01 |
4VR-83550-01 bzw. 4TV-83550-02 |
- Die Betriebsanleitung 2000 (deutsch) bestätigt die H4-Lampe 12 V 60/55 W und nennt für die Kontrollleuchten 12 V 1,7 W, für die Instrumentenbeleuchtung 14 V 3 W (Katalog: 14 V 3,4 W) ⚠️.
- Praxisfolge: Lampen, Tachowelle und Scheinwerferteile nur nach Modellcode bestellen. Eine „SR125-Tachowelle“ oder ein „SR125-Scheinwerfer“ aus dem Zubehörhandel kann für ein anderes Baujahr gedacht sein.
11. HU/TÜV-relevante Punkte
- Alle Leuchten funktionsfähig: Abblend- und Fernlicht, Standlicht, Rücklicht, Bremslicht mit beiden Bremsen, alle vier Blinker, Blinker-Kontrollleuchte, Fernlicht-Kontrollleuchte, Hupe.
- Scheinwerfereinstellung wird mit dem Prüfgerät gemessen. Vorher selbst prüfen (§3.3).
- Blinkfrequenz 60–120/min (90 ± 30).
- Nur genehmigte Teile: Leuchten, Blinker und Streuscheiben mit E-Prüfzeichen. Getönte Rücklicht- oder Blinkergläser, Lampen ohne Prüfzeichen und nicht genehmigte LED-Nachrüstlampen führen zur Beanstandung.
- Roter Rückstrahler hinten muss vorhanden und unbeschädigt sein (Serie: 3Y6-85130-02-00).
- Kennzeichen muss nachts beleuchtet sein ⚠️ (siehe §5).
- Streuscheiben ohne Risse und ohne Wassereintritt, Scheinwerfer fest montiert.
12. Fehlerdiagnose
| Symptom |
Wahrscheinliche Ursache |
Abhilfe |
| Gar kein Licht, keine Hupe, kein Blinker |
20-A-Sicherung, Batterie leer, Zündschloss |
Sicherung prüfen (Zündung aus!), Batterie laden, Zündschloss auf Durchgang prüfen |
| Scheinwerfer aus, Rücklicht an |
Lampe, Abblendschalter, Lichtschalter, Stecker im Scheinwerfergehäuse |
Lampe prüfen, am grünen bzw. gelben Kabel 12 V messen, Schalter prüfen |
| Nur Abblend- oder nur Fernlicht fehlt |
ein Glühfaden durchgebrannt, Abblendschalter |
Lampe tauschen, Abblendschalter prüfen (Handbuch: „linken Lenkerschalter ersetzen“) |
| Licht sehr schwach im Leerlauf, wird mit Drehzahl heller |
Lichtmaschine liefert, aber die Batterie ist schwach oder puffert nicht mehr; Übergangswiderstand an Polen, Masse oder Sicherungshalter |
Batterie prüfen (Säuredichte) und laden, Pole und Masse reinigen; Ladespannung messen (Soll 14,5 V), siehe 05 |
| Licht dauerhaft schwach, auch bei Drehzahl nicht heller |
Regler/Lichtmaschine lädt nicht, Batterie entladen |
Ladespannung messen (Soll 14,5 V), Ladespule prüfen, siehe 05 |
| Lampen brennen häufig durch |
Überspannung (Regler defekt), lose Fassung, Vibration |
Ladespannung bei erhöhter Drehzahl messen, Fassung und Scheinwerferbefestigung prüfen |
| Blinker blinken zu schnell |
Lampe durchgebrannt, schlechte Masse, LED-Blinker ohne passendes Relais |
Lampen und Masse prüfen, bei LED: lastunabhängiges Relais oder Lastwiderstände |
| Blinker leuchten dauernd oder gar nicht |
Blinkrelais defekt, kein Plus am braunen Kabel |
am Relais 12 V an Braun und Braun/Weiß messen, Relais tauschen |
| Blinker blinken zu langsam |
Batteriespannung niedrig, zu schwache Lampe |
Batterie laden, 21-W-Lampen einsetzen |
| Bremslicht leuchtet dauernd |
hinterer Bremslichtschalter verstellt, Lampe verkehrt (BA15s statt BAY15d) |
Schalter einstellen, richtige Lampe einsetzen |
| Bremslicht nur mit einer Bremse |
Bremslichtschalter der anderen Bremse |
Schalter prüfen bzw. einstellen |
| Hupe stumm |
Hupenknopf, Stecker, Hupe |
12 V am braunen Kabel, Masse am rosa Kabel beim Drücken prüfen |
| Leerlaufleuchte geht nicht |
Lampe, Leerlaufschalter, Leitung |
der Reihe nach prüfen; Startsperre ist ggf. auch betroffen |
| Tachonadel steht oder zittert |
Tachowelle trocken, geknickt oder abgerissen, Tachoantrieb falsch eingebaut |
Welle prüfen und schmieren, Getriebeeinheit beim Radeinbau richtig einsetzen |
| Instrumentenbeleuchtung aus |
Lampe (12 V 3,4 W), Fassung, blaues Kabel |
Lampe tauschen, 12 V an Blau messen |
13. Schnelltipps
- Ersatzlampen mitführen: je eine Scheinwerfer-, Rück-/Bremslicht- und Blinkerlampe sowie eine 20-A-Sicherung passen unter die Sitzbank bzw. in das Bordwerkzeug.
- Kontakte pflegen: Fassungen und Stecker im Scheinwerfergehäuse bei jeder Inspektion mit Kontaktspray behandeln. Korrosion ist bei Kabelbäumen dieses Alters (Baujahr 1996) die häufigste Ursache für Lichtausfälle.
- Masse prüfen: Viele Blinker- und Rücklichtprobleme kommen von einer korrodierten Masseverbindung am Rahmen.
- Batterie im Winter laden: Weil das Licht direkt an der Batterie hängt, fallen schwache Batterien zuerst am Licht auf (siehe 05).
- Lampen nur mit Originalwerten ersetzen, besonders beim Scheinwerfer und bei den Blinkern.
Quellen
- Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997, Modellcode 3MW6) — manualslib, Kapitel 7 „Lighting system“ und „Signal system“ (S. 219–230), Scheinwerfereinstellung (S. 78), Sicherung (S. 77): https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html
- Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997) — idoc.pub (Elektrische Daten: Lampen, Blinkrelais, Hupe): https://idoc.pub/documents/yamaha-sr125service-manual-3mw-ae1-1997-english-8jlkgm2m07n5
- Yamaha SR125 (2000) Betriebsanleitung, deutsch — manualslib.de (Lampenwechsel S. 59–60, Instrumente/Lenkerarmaturen S. 14–15, Technische Daten S. 73): https://www.manualslib.de/manual/836333/Yamaha-Sr125-2000.html
- impex-jp.com — Teilekatalog SR125 3MW5 (1996, Frankreich), Bilder Headlight, Taillight, Flasher light, Meter, Front wheel, Electrical 1/2: https://en.impex-jp.com/catalogs/moto/yamaha/sr125/3mw5-1996-camellia-green-cmg-00tk-france-4054.html
- impex-jp.com — Teilekatalog SR125 3MW6 (1997, Frankreich), Headlight: https://en.impex-jp.com/catalogs/moto/yamaha/sr125/3mw6-1997-camellia-green-cmg-00tk-france-4029/headlight-160513.html
- impex-jp.com — Teilekatalog SR125 3MW7 (1998, Deutschland), Headlight und Meter: https://en.impex-jp.com/catalogs/moto/yamaha/sr125/3mw7-1998-deep-red-cocktail-2-drc2-0376-germany-4046.html
- impex-jp.com — Teilekatalog SR125 3MW9 (2000, Deutschland), Headlight und Meter: https://en.impex-jp.com/catalogs/moto/yamaha/sr125/3mw9-2000-dark-purplish-red-cocktail-3-dprc3-0567-germany-4107.html
- yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996, Headlight: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/HEADLIGHT/27_2658-2658/B35/0/6988
- motorcyclespareparts.eu — Yamaha 306-83311-40 „Bulb, Flasher (12V-21W)“: https://www.motorcyclespareparts.eu/en/yamaha-parts/306833114000
- motorcyclespareparts.eu — Yamaha 4E2-84347-00 „Bulb (12V-4W)“ (Nachfolger von 4KM-84347-00): https://www.motorcyclespareparts.eu/en/yamaha-parts/4e2843470000
- eBay — NOS Yamaha 1A2-84714-41 „Bulb TL 12V 21/5W“ (Lampenkategorie der Rücklichtlampen-Familie 1A2-84714): https://www.ebay.de/itm/185266415105
- buzer.de — § 17 StVO (Beleuchtung, Abs. 2a Krafträder): https://www.buzer.de/17_StVO.htm
- HELLA — Kurz-Info Blinkgeber (Blinkfrequenz, lastunabhängige Blinkgeber): https://www.hella.com/resources-soe/assets/documents/2265-Kurz-Info-Blinkgeber-FORVIA-HELLA-DE.pdf
- wandernundmehr.at — „Wie schnell darf ein Blinker sein?“ (90 ± 30 Impulse/min): https://www.wandernundmehr.at/faq/wie-schnell-darf-ein-blinker-sein
- autoscout24.at — Motorrad-Scheinwerfer einstellen (Wandmethode 10 m): https://www.autoscout24.at/informieren/ratgeber/reparatur-und-technik/motorrad-scheinwerfer-einstellen/
⚠️ Zu prüfende Angaben
- Sockel der Scheinwerferlampe (36/36 W) — Das Handbuch nennt nur 12 V 36 W/36 W; der 1996er Katalog führt die Lampe nicht einzeln. BA20d (S2) ist eine Annahme. Alte Lampe ausbauen und Beschriftung ablesen.
- Standlicht 1996 — Das Handbuch nennt 12 V 4 W; im 1996er Katalog (Frankreich) ist keine Standlichtlampe geführt. Sockel (BA9s oder Glassockel) nicht belegt; der deutsche Katalog 1998 nennt 12 V 3 W.
- Instrumentenlampen — „12V-3.4W T10“ laut Katalog; genaues Sockelmaß (Glassockel W2,1×9,5d) nicht bestätigt.
- Tageskilometerzähler 1996 — laut README/MOTORRAD nicht vorhanden; am eigenen Instrument prüfen. Die 3MW9 (2000) hat einen.
- Lichtschalter-Stellungen 1996 — nur aus der Betriebsanleitung 2000 (Standlicht / Scheinwerfer); ob es eine AUS-Stellung gibt, ist offen.
- Standlicht bei eingeschaltetem Scheinwerfer — ob es mitleuchtet, ist nicht belegt (Dauerlast ≈ 48 W mit, ≈ 44 W ohne Standlicht).
- Ladewerte der 1996er — 14 V / 9 A und Regler SH553D (14,5 V) gelten laut Handbuch für die 4WP-Elektrik ab 1997; für die 5H0-Lichtmaschine und den 5H0-Regler der 1996er nicht belegt.
- Präfix 10F = erste Serie — aus den Teilekatalogen abgeleitet.
- Lichtmaschinenleistung im Leerlauf — keine Kennlinie im Handbuch; die Leistungsbilanz im Stadtverkehr ist daher geschätzt.
- Seiteneinstellung des Scheinwerfers — Funktion der zwei Einstellschrauben am Ring nicht im Handbuch beschrieben; Anzugsmoment der Scheinwerferbefestigung fehlt.
- Einstellmaß an der Wand — 10 cm auf 10 m (1 %) bzw. 5 cm laut Ratgeber; verbindlich ist das Prüfgerät.
- Lampenwechsel-Ablauf — aus Teileliste 1996 und Betriebsanleitung 2000 abgeleitet, nicht aus dem Werkstatthandbuch.
- Kennzeichenbeleuchtung — Ausführung (Fenster im Rücklicht oder eigene Lampe) nicht belegt.
- Einstellung hinterer Bremslichtschalter — Ablauf ist der übliche Yamaha-Ablauf, im ausgelesenen Handbuchtext nicht enthalten.
- Hupe — Toneinstellschraube vorhanden oder nicht, nicht belegt.
- H4-Umbau mit 3MW9-Teilen — Passform, Lichtmaschinenleistung der 3MW9 und Eintragungspflicht nicht geprüft.
- Instrumentenbeleuchtung 3MW9 — 14 V 3 W (Betriebsanleitung 2000) gegenüber 14 V 3,4 W (Katalog).
- Einbau Tachoantrieb — Verdrehsicherung an der Gabel ist der übliche Yamaha-Aufbau; im Handbuch-Kapitel „Front wheel“ gegenprüfen.
- Mindestabstände für Nachrüstblinker — nicht recherchiert; vor dem Umbau bei TÜV/DEKRA erfragen.