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Ladesystem & Batterie

Diese Datei beschreibt Ladesystem, Batterie und Anlasser der Yamaha SR125 (Modellcode 3MW5, Modelljahr 1996). Das System ist einfach aufgebaut: Eine Wechselstrom-Lichtmaschine (CDI-Magnetzünder) auf dem linken Kurbelwellenstumpf erzeugt Strom, ein Regler/Gleichrichter wandelt ihn in Gleichstrom um und begrenzt die Spannung, und eine konventionelle 12-V-Blei-Säure-Batterie 12N7-3B puffert das Bordnetz. Alle Verbraucher (auch der Scheinwerfer) laufen über Batterie, Sicherung und Zündschloss, also mit Gleichstrom. Die Zündung dagegen bekommt ihre Energie direkt aus der Zündspannungsspule (Source Coil, Braun–Grün) der Lichtmaschine und braucht keinen Batteriestrom (siehe Zündanlage).

Alle Werte stehen metrisch und in US-Einheiten, in deutscher Zahlenschreibweise. Primärquelle ist das Yamaha-Werkstatthandbuch SR125 3MW-AE1 (Modelljahr 1997, Modellcode 3MW6). Wichtig: Laut Teilekatalog hat die 1996er 3MW5 noch die ältere Elektrik-Generation mit 5H0-Teilen (Lichtmaschine, Regler, Anlasser); die im Handbuch beschriebenen 4WP-Bauteile tauchen erst ab 1997 auf (siehe §2). Die Handbuchwerte sind deshalb für die 1996er nur wahrscheinlich gleich oder ähnlich und mit ⚠️ zu lesen, wo sie typabhängig sind.

Siehe auch: Übersicht & Identifikation · Motor · Kraftstoffsystem · Zündanlage · Bordnetz, Kabelbaum & Sicherungen · Beleuchtung & Instrumente


1. Überblick & Kenndaten

1.1 Aufbau

Nr. Bauteil Aufgabe
1 CDI-Lichtmaschine (Rotor mit Dauermagneten + Stator) erzeugt Wechselstrom; die Ladespule (Weiß–Weiß) speist das Bordnetz, die Zündspannungsspule (Braun–Grün) und die Impulsgeberspule gehören zur Zündung
2 Regler/Gleichrichter richtet den Wechselstrom der Ladespule gleich und begrenzt die Bordspannung auf ≈ 14,5 V (Kurzschlussregler)
3 Hauptsicherung 20 A schützt Kabelbaum und alle Verbraucher außer der Zündung; Anlasser-Hauptstrom vermutlich ungesichert ⚠️ (Details in 06)
4 Batterie 12N7-3B Starterbatterie und Puffer für das Bordnetz
5 Zündschloss schaltet das Bordnetz (Licht, Blinker, Hupe, Anlasserstromkreis)
6 Anlasserrelais + Anlasser Elektrostart (einziges Startsystem, kein Kickstarter)
  • Der Schaltplan „Charging system“ im Handbuch zeigt nur Lichtmaschine → Regler/Gleichrichter → Sicherung → Batterie. Eine separate Lichtspule für den Scheinwerfer (Wechselstromlicht, wie bei vielen kleinen Motorrädern) gibt es laut Beleuchtungs-Schaltplan nicht: Scheinwerfer, Rücklicht und Instrumentenbeleuchtung hängen an Batterie → Sicherung → Zündschloss → Lichtschalter.
  • Folge für die Praxis: Eine tiefentladene oder defekte Batterie legt nicht nur den Anlasser lahm, sondern auch Licht, Blinker und Hupe. Umgekehrt läuft der Motor mit leerer Batterie weiter, weil die Zündung von der Lichtmaschine versorgt wird (siehe 04).

1.2 Kenndaten (Werkstatthandbuch 3MW-AE1, 1997)

Merkmal Wert Anmerkung
Bordspannung 12 V, Minus an Masse
Lichtmaschine CDI-Magnetzünder, Ladeleistung 14 V / 9 A bei 5.000/min (≈ 126 W, berechnet) Typ 4WP (ab 1997); 1996 5H0-Stator ⚠️
Widerstand Ladespule (Stator) 0,48–0,72 Ω bei 20 °C (68 °F), Weiß – Weiß Handbuch 1997 (4WP-Stator); für den 1996er 5H0-Stator nicht belegt ⚠️
Regler/Gleichrichter Shindengen SH553D, Halbleiter-Kurzschlussregler Handbuch 1997; 1996 Teil 5H0-81960-A0 ⚠️
Geregelte Spannung 14,5 V Ladespannung 14,5 V bei 5.000/min; Handbuch 1997 (4WP-Regler), für den 1996er 5H0-Regler nicht belegt ⚠️
Gleichrichter-Belastbarkeit 25 A
Sperrspannung Gleichrichter 200 V
Batterie 12N7-3B, 12 V, 7 Ah (10-h-Kapazität) konventionell, mit Säure und Entlüftungsschlauch
Säuredichte (voll geladen) 1,280 bei 20 °C (68 °F)
Ladestrom (Handbuch) 0,7 A für 10 Stunden = 0,1 × Kapazität
Hauptsicherung 20 A (+ 20 A Reserve)
Anlasser Mitsuba SM-14, 0,6 kW (0,8 hp) Handbuch 1997; 1996 Teil 5H0-81800-61 ⚠️
Anlasserrelais Jideco MS5D-191, 100 A, Spulenwiderstand 3,9–4,7 Ω bei 20 °C (68 °F) Teilekatalog nennt abweichend MS5D-611 bzw. MS5E-661 ⚠️ (siehe §6.3)

1.3 Leistungsbilanz (grob)

Die Lichtmaschine liefert laut Handbuch ≈ 126 W bei 5.000/min. Wie viel bei Leerlauf (1.250–1.350/min) übrig bleibt, nennt das Handbuch nicht ⚠️. Die Dauerverbraucher mit eingeschaltetem Licht, berechnet aus den Lampenwerten in der Übersicht:

Verbraucher Leistung
Scheinwerfer (Abblend- oder Fernlicht) 36 W
Standlicht 4 W ⚠️
Rücklicht 5 W
Instrumentenbeleuchtung 3,4 W
Summe Dauerlast mit Licht ≈ 48 W (≈ 4,0 A), inkl. 4-W-Standlicht ⚠️
zeitweise: Bremslicht + 21 W
zeitweise: Blinker (2 × 21 W + Kontrollleuchte 3,4 W) + ≈ 45 W
zeitweise: Hupe bis ≈ 30 W (max. 2,5 A)
  • Ob das 4-W-Standlicht bei eingeschaltetem Scheinwerfer mitleuchtet, ist nicht belegt ⚠️ (siehe 07 §2). Ohne Standlicht beträgt die Dauerlast ≈ 44 W (≈ 3,7 A). Fernlicht- und Leerlauf-Kontrollleuchte (je 3,4 W) leuchten nur zeitweise und sind nicht eingerechnet.

  • Bei normaler Fahrt reicht die Ladeleistung reichlich. Kritisch sind lange Leerlaufphasen und Kurzstrecken im Stadtverkehr mit Licht (in Deutschland seit 1988 für Krafträder auch tagsüber Pflicht): Dann kann die Bilanz negativ werden und die Batterie entlädt sich langsam ⚠️ (Leerlauf-Ladeleistung nicht belegt).

  • Zusatzverbraucher (Heizgriffe, stärkere Scheinwerferlampe, USB-Lader mit Dauerlast) sind bei nur ≈ 126 W Lichtmaschinenleistung mit Vorsicht zu planen.

2. Zwei Elektrik-Generationen: 5H0 (bis 1996) und 4WP (ab 1997)

Die Teilekataloge (yamaha-parts.ca, französische und deutsche Kataloge) zeigen einen klaren Wechsel der Elektrikbauteile zwischen 1996 und 1997. Das Werkstatthandbuch 3MW-AE1 beschreibt die neue 4WP-Generation.

Bauteil 1992 (3MW3) und 1996 (3MW5) 1997 (3MW6) und 1998 (3MW7, Deutschland)
Stator / Lichtmaschine 5H0-81410-M0-00 („Stator complet“), Impulsgeber 5H0-85580-M0-00, dazu 5H0-81350-M0-00 (Katalog „Complete unit“, vermutlich Rotor ⚠️) Rotor 4WP-85550-00-00, Stator 4WP-85510-00-00, Impulsgeber 4JG-85580-01-00 / -02-00
Regler/Gleichrichter 5H0-81960-A0-00 4WP-81960-00-00
Anlasser 5H0-81800-61-00 (mit O-Ring 5H0-81847-01-00, Dichtung 5H0-81844-01-00) 4WP-81800-00-00 (Bürstensatz 4WP-81801-00-00 einzeln erhältlich, O-Ring 1FK-81847-00-00)
Anlasserrelais 3AY-81940-00-00 (MS5D-611) 1997: 3AY-81940-00-00 (MS5D-611) · 1998: 3MW-81940-00-00 (MS5E-661)
CDI-Einheit 5H0-82305-M0-00 3MW-85540-00-00
Zündspule 3Y6-82310-60-00 4JP-82310-00-00 / -10-00
Relais 12R-81950-01-00 und 4U8-81950-02-00, Diode 3WP-81980-00-00 29U-81950-93-00
Vergaserheizung / Thermoschalter nicht im Katalog Thermoschalter 3MW-82560-00-00 (+ Heizelement am 4WP-Vergaser, siehe 02)
Batterie 165-82110-61-00 (12N7-3B) 165-82110-61-00 (unverändert)
Sicherungshalter / Sicherung 2UJ-82150-02-00 / 148-82151-00-00 2UJ-82150-02-00 / 148-82151-00-00 (unverändert)

Außerdem wechselten 1997 laut Katalog Kerzenstecker, Kabelbaum, Zündschloss, Seitenständerschalter und Lenkerarmaturen; unverändert blieben Blinkrelais, Hupe sowie Leerlauf-, Kupplungs- und Bremslichtschalter. Die vollständige Liste steht in 06 §1.2.

Was das für die 1996er bedeutet:

  • Batterie, Sicherung, Kabelschuhe und Batteriekabel sind über alle Jahre gleich — hier gelten die Handbuchwerte ohne Einschränkung.
  • Lichtmaschine, Regler und Anlasser der 1996er sind andere Teile als im Handbuch. Das Grundprinzip (Ladespule → Kurzschlussregler → Batterie) ist sehr wahrscheinlich gleich, die Sollwerte (Spulenwiderstand, Reglertyp, Anlasserdaten) können abweichen ⚠️.
  • Das Präfix 5H0 gilt laut einer Händlerangabe als Teilecode der XT125 von 1982 ⚠️. Das ist ein Indiz, aber kein Beleg dafür, dass die 1996er SR125 Elektrik- und Motorteile aus der XT125-Familie nutzt; die Verwandtschaft mit der XT125 ist nicht belegt (siehe README → Teiletausch).
  • Beim Teilekauf unbedingt die Nummer auf dem ausgebauten Teil bzw. den Modellcode (Aufkleber unter der Sitzbank) angeben. Ein 4WP-Regler oder 4WP-Anlasser passt nicht zwingend an eine 5H0-Maschine (Stecker, Befestigung) ⚠️.
  • Ob eine in Deutschland ausgelieferte 1996er schon die 4WP-Elektrik hat, ist wie beim Vergaser offen ⚠️. Ein Blick auf den Regler (Aufdruck/Teilenummer) oder das Vorhandensein des Thermoschalters (Vergaserheizung) klärt es.

3. Lichtmaschine & Regler/Gleichrichter

3.1 Lichtmaschine (CDI-Magnetzünder)

  • Der Rotor mit den Dauermagneten sitzt auf dem linken Kurbelwellenstumpf (Anzugsmoment Rotormutter siehe §9), der Stator mit den Spulen im linken Kurbelgehäusedeckel.
  • Die Ladespule ist einphasig: Das Handbuch misst nur eine Wicklung zwischen zwei weißen Kabeln (0,48–0,72 Ω). Ein Drehstrom-Stator mit drei gleichfarbigen Kabeln, wie bei größeren Maschinen, ist es nicht ⚠️ (aus der Messanweisung abgeleitet).
  • Im selben Stecker liegen die Kabel der Zündungsspulen (Braun–Grün Zündspannungsspule; Impulsgeber laut Prüfseite zwischen Weiß (+) und Rot (−), Datenblatt „Red – White“ ⚠️ — gemeint sind zwei einfarbige Leitungen, nicht das Zweifarbkabel R/W der Anlasserrelais-Spule; Werte siehe 04).
  • Da der Stator im Ölnebel des Deckels liegt, sind Spulenschäden selten. Typischer Fehler ist eher ein korrodierter oder angeschmorter Stecker zwischen Lichtmaschinenkabel und Kabelbaum.

3.2 Regler/Gleichrichter

  • Bauart Kurzschlussregler (Shunt-Regler): Sobald die Bordspannung ≈ 14,5 V erreicht, schließt der Regler die überschüssige Leistung der Ladespule kurz. Die Lichtmaschine liefert also immer volle Leistung, der Regler setzt den Überschuss in Wärme um. Deshalb wird er im Betrieb heiß — freie Luftzirkulation und saubere Kühlrippen sind wichtig.
  • Befestigung: eine Schraube mit Scheibe am Rahmen (Katalog 1996); genaue Lage (hinter einem Seitendeckel) ⚠️ nicht aus dem Handbuch belegt.
  • Einzeln prüfbar ist er laut Handbuch nicht: Stimmen Batterie, Ladespule und Verkabelung, die Ladespannung aber nicht, wird der Regler getauscht.
  • Ersatz: Original 5H0- bzw. 4WP-Regler sind laut Katalog teils nicht mehr lieferbar. Universelle Nachbau-Regler für kleine Yamaha-Einzylinder mit einphasiger Ladespule sind verbreitet ⚠️; Steckerbelegung vor dem Einbau mit dem Original vergleichen.

4. Prüfwerte & Prüfabläufe

Werkzeug laut Handbuch: Taschenmultimeter (90890-03112) und Drehzahlmesser (90890-03113), denn die SR125 hat keinen eigenen Drehzahlmesser.

4.1 Reihenfolge der Fehlersuche (Handbuch „Charging system — troubleshooting“)

  1. Sicherung prüfen (Durchgang).
  2. Batterie prüfen: Säuredichte mindestens 1,280 bei 20 °C (68 °F); sonst Säurestand bei Bedarf mit destilliertem Wasser korrigieren, Pole reinigen, Batterie laden oder ersetzen (zu niedrige Dichte behebt nur Laden, siehe §5.2).
  3. Ladespannung messen (§4.2).
  4. Widerstand der Ladespule messen (§4.3).
  5. Verkabelung des gesamten Ladesystems prüfen (Schaltplan). Ist alles in Ordnung → Regler/Gleichrichter ersetzen.

4.2 Ladespannung

  1. Voll geladene Batterie verwenden (sonst ist das Ergebnis nicht aussagekräftig).
  2. Drehzahlmesser an das Zündkabel klemmen.
  3. Multimeter (DC 20 V) an die Batteriepole: Plus an Plus, Minus an Minus.
  4. Motor starten, auf ≈ 5.000/min bringen und die Spannung ablesen.
Zustand Sollwert Bewertung
Motor aus, Batterie geruht ≈ 12,6–12,8 V ⚠️ (allgemeiner Richtwert für Blei-Säure) darunter teilentladen
Leerlauf kein Werkswert ⚠️ Spannung darf mit Licht knapp unter der Ruhespannung liegen
5.000/min 14,5 V (Handbuch) Ladesystem in Ordnung
deutlich unter ≈ 13 V bei 5.000/min — Ladespule, Stecker oder Regler defekt
über ≈ 15 V — Überladung, Regler defekt: Batterie „kocht“, Lampen brennen durch — nicht weiterfahren
  • Ein Drehzahlmesser ist nicht zwingend: Ohne ihn entsprechen grob 50 km/h (31 mph) im 4. Gang bzw. knapp 60 km/h (37 mph) im 5. Gang etwa 5.000/min ⚠️ (berechnet aus Primär-, Gang- und Sekundärübersetzung der Übersicht und ≈ 1,8 m (5,9 ft) Abrollumfang des 3.50-16-Hinterrads; ein Helfer liest dann ab). Sicherer ist die Messung im Stand mit geliehenem Induktiv-Drehzahlmesser.

4.3 Widerstand der Ladespule

  1. Stecker der Lichtmaschine vom Kabelbaum trennen.
  2. Multimeter (Ω × 1) an die beiden weißen Kabel auf der Lichtmaschinenseite.
  3. Sollwert: 0,48–0,72 Ω bei 20 °C (68 °F) (Handbuch 1997, 4WP-Stator; für den 1996er 5H0-Stator nicht belegt ⚠️). Außerhalb → Stator ersetzen.
  4. Zusätzlich (allgemeine Praxis, nicht im Handbuch ⚠️): Jedes weiße Kabel gegen Motormasse messen — es darf kein Durchgang bestehen. Durchgang bedeutet Masseschluss der Wicklung.

  5. Messleitungen vorher kurzschließen und deren Eigenwiderstand (oft 0,2–0,5 Ω) abziehen — bei Sollwerten unter 1 Ω macht das den Unterschied.

  6. Wechselspannung der Ladespule (Stecker getrennt, Leerlauf/Drehzahl): Einen Werkswert nennt das Handbuch nicht ⚠️. Als Vergleich taugt nur eine gesunde zweite Maschine.

4.4 Ruhestrom (Kriechstrom)

  • Die SR125 hat keine Uhr, keine Wegfahrsperre und keine Alarmanlage. Bei ausgeschaltetem Zündschloss sollte praktisch kein Strom fließen (allgemeiner Richtwert unter 1 mA ⚠️, kein Werkswert).
  • Messung: Zündung aus, Minuskabel abklemmen, Amperemeter (mA-Bereich) zwischen Minuspol und Kabel. Ein messbarer Ruhestrom deutet auf ein feuchtes Zündschloss, einen defekten Regler (Rückstrom über den Gleichrichter) oder nachgerüstete Verbraucher hin.

5. Batterie

5.1 Daten

Merkmal Wert
Typ 12N7-3B — konventionelle Blei-Säure-Batterie (nass, wartungsbedürftig)
Yamaha-Teilenummer 165-82110-61 (alle Jahre 1992–1998 im Katalog gleich)
Nennspannung / Kapazität 12 V / 7 Ah (10 h) · 7,4 Ah (20 h, Yuasa)
Kaltstartstrom 70 A (−18 °C / 0 °F, Yuasa)
Abmessungen (L × B × H) 135 × 75 × 133 mm (5,31 × 2,95 × 5,24 in) ±2 mm (Yuasa)
Säuremenge 0,5 L (0,53 US qt) (Yuasa)
Gewicht mit Säure ≈ 3 kg (6,6 lb) (Yuasa)
Säuredichte voll geladen 1,280 bei 20 °C (68 °F) (Handbuch)
Ladestrom 0,7 A normal (Handbuch: 0,7 A × 10 h; Yuasa: max. 0,7 A)
Entlüftungsschlauch Teil 90445-08045-00, Länge 1.500 mm (59 in) laut Katalog („Hose L1500“)
Einbauort hinter den Seitendeckeln: Das Werkstatthandbuch 1997 lässt für die Batterieprüfung beide Seitendeckel abnehmen; die Betriebsanleitung 2000 nennt „Verkleidungsteil A“, nach der Lage des Luftfilters vermutlich die rechte Seite ⚠️. Für die 1996er nicht eigens belegt (siehe 06 §1)

5.2 Prüfen & warten (Handbuch „Battery inspection“)

  • Säurestand zwischen der oberen und unteren Markierung. Nachfüllen nur mit destilliertem Wasser — Leitungswasser enthält Mineralien, die die Batterie schädigen. Säure nachfüllen nur, wenn welche ausgelaufen ist.
  • Säuredichte mit Säureheber messen. Unter 1,280 → mit 0,7 A etwa 10 Stunden laden.
  • Pole mit einer Drahtbürste reinigen, fest anziehen und dünn mit Polfett einfetten.
  • Entlüftungsschlauch auf Knicke, Verstopfung und richtige Verlegung prüfen. Warnung des Handbuchs: Tritt Säure oder Gas am Rahmen aus, werden Lack und Rahmen beschädigt. Der Schlauch muss frei nach unten ins Freie führen.
  • Ersetzen, wenn die Spannung beim Laden nicht mehr steigt oder keine Gasblasen aufsteigen, Platten weiß sulfatiert sind, sich Schlamm am Zellenboden sammelt, eine Zelle nach langer Ladung deutlich niedrigere Dichte hat oder Platten verzogen sind.
  • Neue Batterie immer vor dem ersten Einsatz laden (Handbuch). Trocken geladene Batterien: Säure bis zur oberen Marke einfüllen, etwa 30 Minuten stehen lassen ⚠️ (Herstellerangabe beachten), dann mit 0,7 A voll laden.
  • Aus- und Einbau: Beim Ausbau zuerst Minus, dann Plus abklemmen; beim Einbau zuerst Plus, dann Minus. So gibt es keinen Kurzschluss, wenn der Schlüssel den Rahmen berührt.

5.3 Laden

Ladeart Strom / Spannung Hinweis
Normalladung (Handbuch) 0,7 A, ≈ 10 h für konventionelle 12N7-3B
Erhaltungsladung ≤ 0,5 A, Ladeerhaltungsgerät mit Blei-Säure-Kennlinie im Winter sinnvoll
Schnellladung nicht empfohlen Autoladegeräte mit 5–10 A zerstören die kleine Batterie
Ladeschlussspannung ≈ 14,4–14,7 V ⚠️ (übliche Blei-Säure-Werte) Ladegerät mit Motorrad-/„6–7-Ah“-Programm wählen
  • Beim Laden entsteht Knallgas: Stopfen öffnen (konventionelle Batterie), gut lüften, keine Funken oder offenes Feuer in der Nähe.
  • Mit Batterie im Fahrzeug laden ist möglich, aber dann das Minuskabel abklemmen, damit Regler und Kabelbaum nicht belastet werden.

5.4 Ersatzbatterien

Bauart Beispiele Hinweise
Konventionell (wie Serie) Yuasa 12N7-3B, Exide 12N7-3B, GS 12N7-3B, Varta 507 012 ⚠️, Fiamm 6B3PS ⚠️ passt ohne Änderung; Entlüftungsschlauch weiterverwenden
Gel (wartungsfrei) JMT 12N7-3B Gel (vom Händler für SR125 1989–2003 gelistet), Landport 12N7-3B Gel ⚠️ kein Säurestand, kein Schlauch; Höhe teils 128 mm (5,04 in) statt 133 mm (5,24 in) — Halterung prüfen
AGM (wartungsfrei) Motobatt MB9U (ersetzt laut Hersteller 12N7-3B, 12N7-4A, YB7-A) ⚠️ Maße vor dem Kauf mit dem Batteriefach vergleichen; Polposition beachten
Lithium (LiFePO₄) diverse „12N7-3B“-Lithium-Ersatztypen ⚠️ leicht, aber empfindlich gegen Tiefentladung und Kälte; nur mit geeignetem Ladegerät laden; Kurzschlussregler (14,5 V) ist grundsätzlich verträglich ⚠️
  • Die Polanordnung der Ersatzbatterie muss zur 12N7-3B passen (die Endung „-3B“ bzw. „-4A“ bezeichnet die Pol- und Entlüftungsanordnung). Eine 12N7-4A hat die Pole seitenverkehrt ⚠️ — Kabel reichen dann ggf. nicht.
  • Gel- und AGM-Batterien vertragen die Ladespannung von 14,5 V problemlos und sind die bequemste Wahl für Wenigfahrer.

5.5 Winterpause & Standzeiten

  • Konventionelle Batterien entladen sich relativ schnell selbst (je nach Temperatur einige Prozent pro Woche ⚠️). Über den Winter ausbauen, kühl (aber frostfrei) und trocken lagern.
  • Monatlich Spannung bzw. Säuredichte prüfen und nachladen, oder dauerhaft an ein Ladeerhaltungsgerät hängen.
  • Eine entladene Blei-Säure-Batterie kann bei Frost einfrieren und platzen; eine voll geladene nicht.
  • Vor dem ersten Start im Frühjahr Säurestand prüfen und voll laden.

6. Anlasser & Anlasserrelais

6.1 Anlasser (Handbuch-Daten 1997)

Merkmal Neuwert Verschleißgrenze
Typ Mitsuba SM-14, 0,6 kW (0,8 hp) —
Ankerwicklung (Widerstand) 0,0207–0,0253 Ω bei 20 °C (68 °F) —
Bürstenlänge 10 mm (0,39 in) 3,5 mm (0,14 in)
Bürstenfederkraft 540–660 g (19,0–23,3 oz; 5,3–6,5 N) ersetzen, wenn ermüdet
Kollektordurchmesser 28 mm (1,10 in) 27 mm (1,06 in)
Glimmer-Unterschneidung 0,7 mm (0,028 in) —
Teilenummer 1996 (3MW5): 5H0-81800-61 ⚠️ · ab 1997: 4WP-81800-00 —
  • Die Werte gelten für den 4WP-Anlasser im Handbuch. Für den 5H0-Anlasser der 1996er ⚠️ nicht bestätigt; ein Bürstensatz ist im Katalog nur für den 4WP-Anlasser (4WP-81801-00) einzeln gelistet.
  • Kraftübertragung: Der Anlasser treibt über zwei Zwischenräder (Katalog: Idler Gear 1 und 2) und den Anlasserfreilauf (Starter Clutch) die Kurbelwelle an. Freilaufprobleme siehe Motor.

6.2 Anlasser prüfen, aus- und einbauen

Direkttest (Handbuch): Batterie-Plus mit einem ausreichend dicken Hilfskabel direkt an den Anschluss des Anlassers legen. Dreht der Anlasser nicht, ist er defekt (instand setzen oder ersetzen).

  • Warnung des Handbuchs: Das Hilfskabel muss mindestens den Querschnitt des Batteriekabels haben, sonst brennt es durch. Keine brennbaren Gase oder Flüssigkeiten in der Nähe — es entstehen Funken.
  • Vorher Getriebe in Leerlauf, Zündung aus (der Motor dreht mit).

Ausbau (Handbuch, Reihenfolge): Motoröl ablassen → rechten Kurbelgehäusedeckel abnehmen ⚠️ (so in der Handbuch-Tabelle ausgelesen, aber zweifelhaft: Rotor und Anlasserfreilauf sitzen links (§3.1, 10 baut den Anlasserfreilauf mit dem Rotor auf der linken Seite aus), und der Anlasser treibt über Zwischenräder und Freilauf (§6.1). Der Anlasserantrieb liegt also links; der Schritt „rechter Deckel“ ist vermutlich eine Fehlauslesung) → Anlasserkabel abziehen → Anlasser (Schrauben 7 N·m / 5,2 ft·lb) herausziehen → O-Ring.

Zerlegen & prüfen: vorderes Lagerschild → Scheibensatz → hinteres Lagerschild → Scheibensatz → Bürstenhalter mit Bürsten → Anker.

  • Kollektor verschmutzt → mit Schleifpapier Körnung 600 reinigen. Durchmesser unter 27 mm (1,06 in) → Anlasser ersetzen.
  • Glimmer zwischen den Lamellen muss 0,7 mm (0,028 in) tiefer liegen als die Lamellen, sonst mit einem abgeschliffenen Sägeblatt nacharbeiten.
  • Anker: Durchgang zwischen den Lamellen prüfen (0,0207–0,0253 Ω) und kein Durchgang zwischen Lamellen und Ankerkern (Isolation). Fehler → Anlasser ersetzen.
  • Bürsten kürzer als 3,5 mm (0,14 in) → ersetzen. Federkraft 540–660 g (5,3–6,5 N) prüfen.
  • Dichtringe (Wellendichtringe) bei Verschleiß ersetzen.

Zusammenbau: Nase des Bürstenhalters in die Nut des Lagerschilds setzen · neuen O-Ring verwenden · Lager leicht mit Molybdän-Fett schmieren · Markierungen am Gehäuse (Joch) mit denen der Lagerschilde fluchten · Gehäuseschrauben mit 3 N·m (2,2 ft·lb) ⚠️ (Zuordnung des 3-N·m-Werts auf der Handbuchseite nicht eindeutig) · Anlasser mit 7 N·m (5,2 ft·lb) montieren.

6.3 Anlasserrelais

Merkmal Wert
Typ laut Handbuch (1997) Jideco MS5D-191, 100 A
Typ laut Teilekatalog 1992/1996/1997: 3AY-81940-00 (MS5D-611) · 1998: 3MW-81940-00 (MS5E-661) ⚠️
Spulenwiderstand 3,9–4,7 Ω bei 20 °C (68 °F)

Prüfung (Handbuch): Relaisstecker vom Kabelbaum trennen. Die Relaisspule mit einer 12-V-Batterie ansteuern (Batterie-Plus an Blau/Weiß, Batterie-Minus an Rot/Weiß ⚠️ Farbzuordnung aus der Handbuch-Auslesung) und mit dem Ohmmeter zwischen den beiden dicken Anschlüssen (Batterie- und Anlasserkabel) messen: Es muss Durchgang bestehen, sobald die Spule bestromt ist. Kein Durchgang → Relais ersetzen.

  • Typisches Fehlerbild: Relais klickt, Anlasser dreht nicht → Kontakte im Relais verbrannt oder Batterie zu schwach. Erst Batterie prüfen, dann Relais.
  • Kein Klicken → Steuerstromkreis unterbrochen: Sicherung, Startsperre (Leerlauf-/Kupplungs-/Seitenständerschalter), Startknopf, Motorstoppschalter (siehe 04 §8).

6.4 Leerlaufrelais (Anlasssperre)

Das Leerlaufrelais gibt den Anlasserstromkreis frei, wenn der Leerlauf eingelegt ist (Funktion siehe 04 §8).

Prüfung (Handbuch): Relais vom Rahmen abnehmen. Ohmmeter + an Klemme 1, Ohmmeter − an Klemme 3; Batterie + an Klemme 2, Batterie − an Klemme 4. Bei angelegter Batteriespannung muss zwischen 1 und 3 Durchgang bestehen. Kein Durchgang → Leerlaufrelais ersetzen.

  • Welche der beiden im 1996er-Katalog gelisteten „Relay Assembly“ (12R-81950-01 bzw. 4U8-81950-02) das Leerlaufrelais ist, ist nicht geklärt ⚠️. Ab 1997 steht dort nur noch ein Relais 29U-81950-93.

7. Startablauf & Stromlauf (Kurzfassung)

  1. Zündschloss ON, Motorstoppschalter RUN.
  2. Startknopf gedrückt → Steuerstrom über Leerlaufrelais (Leerlauf) oder über Kupplungsschalter + Seitenständerschalter (Gang eingelegt, Kupplung gezogen, Ständer oben) → Spule des Anlasserrelais.
  3. Anlasserrelais schließt → Hauptstrom über das dicke Hauptkabel direkt von der Batterie zum Anlasser, vermutlich nicht über die 20-A-Sicherung (vermutlich ungesichert ⚠️, üblich bei Yamaha; siehe 06 §2.2).
  4. Anlasser → Zwischenräder → Freilauf → Kurbelwelle; die Zündung arbeitet aus der Lichtmaschine.

Die genaue Schaltlogik steht in Zündanlage §8; Kabelfarben und Stecker stehen in 06.


8. Typische Probleme & Fehlerdiagnose

8.1 Häufige Schwachstellen

  • Vernachlässigte Batterie — die häufigste Ursache aller Elektrikprobleme. Die konventionelle 12N7-3B verliert Wasser, sulfatiert bei Standzeiten und ist nach ein bis zwei Wintern ohne Pflege oft hinüber.
  • Kurzstrecke mit Licht — geringe Leerlauf-Ladeleistung plus ≈ 48 W Dauerlast (§1.3): Die Batterie wird schleichend leer, obwohl das Ladesystem in Ordnung ist.
  • Regler/Gleichrichter — Kurzschlussregler werden heiß. Ein defekter Regler lädt nicht (Batterie leer) oder überlädt (Batterie kocht, Säure tritt aus, Lampen brennen häufig durch).
  • Korrodierte Stecker und Masseverbindungen — besonders der Lichtmaschinenstecker und die Batteriepole. Übergangswiderstände wirken wie ein defektes Ladesystem.
  • Anlasserrelais — verbrannte Kontakte nach vielen Startversuchen mit schwacher Batterie.
  • Anlasserbürsten — bei alten Maschinen abgenutzt; Anlasser dreht zäh oder nur in bestimmten Stellungen.
  • Nachrüstverbraucher — stärkere Lampen oder USB-Lader ohne Abschaltung überfordern die kleine Lichtmaschine.

8.2 Fehlerdiagnose

Symptom Mögliche Ursache Abhilfe
Anlasser dreht nicht, kein Klicken, kein Licht Batterie tiefentladen · Hauptsicherung 20 A · Batteriepol lose/korrodiert Batterie laden/prüfen · Sicherung ersetzen (Ursache suchen) · Pole reinigen
Anlasser dreht nicht, Licht geht Startsperre (Leerlauf-, Kupplungs-, Seitenständerschalter) · Leerlaufrelais · Startknopf · Anlasserrelais siehe §6.3/6.4 und 04 §8
Relais klickt, Anlasser dreht nicht Batterie zu schwach · Relaiskontakte verbrannt · Anlasserkabel/Masse · Anlasser defekt Batterie laden · Anlasser-Direkttest (§6.2) · Relais ersetzen
Anlasser dreht langsam Batterie schwach/sulfatiert · Bürsten verschlissen · Kollektor verschmutzt · kalter Motor mit dickem Öl Batterie prüfen (Säuredichte) · Anlasser überholen
Anlasser dreht, Motor nicht Anlasserfreilauf defekt siehe Motor
Batterie nach wenigen Tagen leer Ruhestrom (Zündschloss, Regler, Nachrüstung) · Batterie defekt Ruhestrom messen (§4.4) · Batterie ersetzen
Batterie wird beim Fahren nicht voll Ladespule (≠ 0,48–0,72 Ω) · Lichtmaschinenstecker · Regler · Kurzstrecke §4.2/4.3 · Stecker reinigen · längere Fahrten oder Erhaltungsladung
Spannung über ≈ 15 V, Batterie gast/kocht Regler defekt (Überladung) Regler ersetzen, Batterie prüfen
Lampen brennen häufig durch Überladung · Vibrationsbruch · lose Masse Ladespannung messen (§4.2)
Licht flackert mit der Drehzahl Batterie defekt (puffert nicht) · Wackelkontakt · Regler Batterie prüfen · Verkabelung prüfen
Zündung wäre in Ordnung, Motor springt mit leerer Batterie aber nicht an (Anlasser dreht nicht) Anlasser braucht Batteriestrom, Zündung nicht Batterie laden; Anschieben siehe 04

9. Anzugsmomente (Ladesystem & Anlasser)

Verbindung Gewinde Anzugsmoment Quelle / Status
Anlasser am Motor M6 7 N·m (5,2 ft·lb) ✓ Handbuch (Ausbautabelle, Motortabelle S. 28), siehe Anzugsdrehmomente
Anlasser-Gehäuseschrauben — 3 N·m (2,2 ft·lb) ⚠️ Handbuch-Seite, Zuordnung unklar
Rotormutter Lichtmaschine M14 50 N·m (37 ft·lb) Motortabelle S. 28, siehe Anzugsdrehmomente
Stator-Schrauben M4 3 N·m (2,2 ft·lb) ✓ Motortabelle S. 28, siehe Anzugsdrehmomente
Batteriepole — kein Werkswert ⚠️ handfest mit kurzem Schlüssel, nicht überdrehen (Bleipol)

10. Wartung

Arbeit Intervall
Säurestand und Pole prüfen monatlich und vor jeder längeren Fahrt (konventionelle Batterie) ⚠️ (kein Werksintervall eingesehen)
Säuredichte prüfen, ggf. laden bei Startschwäche, vor und nach der Winterpause
Entlüftungsschlauch prüfen bei jeder Batterieprüfung
Ladespannung messen bei Batterietausch und bei Elektrikproblemen
Stecker (Lichtmaschine, Regler, Relais) reinigen und mit Kontaktfett schützen alle 2 Jahre bzw. bei Korrosion ⚠️ (Empfehlung)
Batterie ersetzen nach Zustand; konventionelle Batterien halten bei Pflege typisch 3–5 Jahre ⚠️

Quellen

  • Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997, 3MW6) — idoc.pub (Spezifikationen Elektrik: Lichtmaschine, Regler, Batterie, Anlasser, Relais, Sicherung): https://idoc.pub/documents/yamaha-sr125service-manual-3mw-ae1-1997-english-8jlkgm2m07n5
  • dto. — manualslib, Batterieprüfung S. 75–76: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=75
  • dto. — manualslib, Elektrostart-Fehlersuche und Relaisprüfung S. 208–211: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=209
  • dto. — manualslib, Anlasser Aus-/Einbau und Prüfung S. 212–214: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=213
  • dto. — manualslib, Ladesystem Schaltplan und Prüfung S. 215–218: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=217
  • dto. — manualslib, Beleuchtungssystem S. 219–220: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=219
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Electrical 1: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/ELECTRICAL-1/27_2658-2658/B38/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Ignition/Stator: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/IGNITION/27_2658-2658/B31/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Starter Motor: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/STARTER-MOTOR/27_2658-2658/B32/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Zwischenräder/Anlasserfreilauf: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/STARTER-MOTOR/27_2658-2658/B12/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1992 (3MW3), Electrical 1: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1992/SR/SR125/ELECTRICAL-1/27_2657-2657/B38/0/6987
  • yamaha-parts.ca — SR125 1997 (3MW6), Electrical 1: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/ELECTRICAL-1/27_2663-2663/B38/0/6899
  • yamaha-parts.ca — SR125 1997 (3MW6), Ignition/Stator: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/IGNITION/27_2663-2663/B31/0/6899
  • yamaha-parts.ca — SR125 1997 (3MW6), Starter Motor: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/STARTER-MOTOR/27_2663-2663/B32/0/6899
  • yamaha-parts.ca — SR125 1998 (3MW7, Deutschland), Electrical 1: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1998/SR/SR125/ELECTRICAL-1/27_2665-2665/B38/0/6881
  • yamaha-parts.ca — SR125 1998 (3MW7, Deutschland), Ignition/Stator: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1998/SR/SR125/IGNITION/27_2665-2665/B31/0/6881
  • Yuasa — Datenblatt 12N7-3B (über biketeile-service.de): https://www.biketeile-service.de/media/attachment/pdf/bhr/12n7-3b.pdf
  • zweiradteile.net — Motorradbatterie 12N7-3B Gel (JMT), Maße und Vergleichstypen: https://www.zweiradteile.net/en/parts/batteries/batteries/58185/motorcycle-battery-12n7-3b-gel-jmt-alternative-7070220-3059
  • mpartz.com — JMT 12N7-3B Gel für Yamaha SR125 1989–2003: https://www.mpartz.com/battery-yamaha-sr125-1989-2003-jmt-12n7-3b-gel-p-41468m6573y
  • mpartz.com — Motobatt MB9U (Ersatz für 12N7-3B, 12N7-4A, YB7-A): https://www.mpartz.com/battery-motobatt-mb9u-p-39894
  • dimecitycycles.com — Händlerangebot Bremshebel XT125/XT200/XT250 (nur Indiz für die Deutung des Präfixes 5H0 als XT125 von 1982, kein Beleg): https://www.dimecitycycles.com/lever-brake-black-xt125-xt200-xt250.html

⚠️ Zu prüfende Angaben

  • Elektrik-Generation der 1996er — Laut Katalog (Frankreich) hat die 3MW5 noch 5H0-Stator, 5H0-Regler und 5H0-Anlasser; die 4WP-Teile des Handbuchs erst ab 1997. Für eine deutsche 1996er am Regler/Anlasser (Teilenummer) prüfen.
  • Sollwerte der 5H0-Elektrik — Ladespulenwiderstand, Reglertyp und -spannung, Anlasserdaten (Bürsten, Kollektor) der 1996er sind nicht belegt; die Handbuchwerte (4WP) als Richtwerte nehmen.
  • 5H0-81350-M0 — im Katalog „Complete unit“; die Deutung als Rotor ist nicht bestätigt.
  • Präfix 5H0 = XT125 (1982) — nur aus einer Händlerangabe; Indiz, kein Beleg für eine XT125-Verwandtschaft.
  • Kabelfarben des Impulsgebers — Prüfseite Weiß (+) / Rot (−), Datenblatt „Red – White“; ob es zwei einfarbige Leitungen oder ein Zweifarbkabel W/R sind, am Stecker prüfen (siehe 06 §6.2).
  • Standlicht in der Dauerlast — ob das 4-W-Standlicht bei eingeschaltetem Scheinwerfer mitleuchtet, ist nicht belegt (≈ 48 W mit, ≈ 44 W ohne).
  • Einbauort der Batterie — Werkstatthandbuch 1997: beide Seitendeckel abnehmen; Betriebsanleitung 2000: Verkleidungsteil A (rechts abgeleitet); für die 1996er nicht eigens belegt.
  • Anlasserrelais-Typ — Handbuch: Jideco MS5D-191; Katalog: MS5D-611 (1992–1997) bzw. MS5E-661 (1998). Spulenwiderstand 3,9–4,7 Ω gilt laut Handbuch für MS5D-191.
  • Farbzuordnung bei der Relaisprüfung (Blau/Weiß an Plus, Rot/Weiß an Minus) — aus einer Handbuch-Auslesung; am Stecker bzw. Schaltplan gegenprüfen.
  • Ausbau des Anlassers über den rechten Kurbelgehäusedeckel — so in der Handbuchtabelle ausgelesen; Rotor, Zwischenräder und Anlasserfreilauf sitzen aber links (§3.1, §6.1, 10), daher vermutlich Fehlauslesung. Am Fahrzeug prüfen, ob der Anlasser auch ohne Deckelabbau herauskommt.
  • 3 N·m (2,2 ft·lb) am Anlasser — Zuordnung zu Gehäuse- oder Bürstenhalterschrauben unklar.
  • Einphasige Ladespule — aus der Messanweisung (ein Weiß–Weiß-Paar) abgeleitet.
  • Einbauort des Reglers — nicht belegt.
  • Ladeleistung im Leerlauf und Ruhespannung/Ruhestrom-Grenzwerte — keine Werkswerte; allgemeine Blei-Säure-Richtwerte.
  • ≈ 50 km/h (31 mph) im 4. Gang bzw. ≈ 60 km/h (37 mph) im 5. Gang bei 5.000/min — aus Übersetzungen und geschätztem Abrollumfang berechnet, nur als Notbehelf.
  • Ersatzbatterien — Maße und Polanordnung von Gel-, AGM- (Motobatt MB9U) und Lithium-Typen vor dem Kauf mit dem Batteriefach und der 12N7-3B vergleichen; Varta- und Fiamm-Vergleichsnummern nur aus Händlerlisten.
  • Befüllung trocken geladener Batterien (Standzeit nach dem Befüllen) — Herstellerangaben der jeweiligen Batterie beachten.
  • Wartungsintervalle der Batterie — kein Werksintervall eingesehen; Empfehlungen aus allgemeiner Praxis.
  • Hauptstromweg des Anlassers — vermutlich ungesichert (direkt Batterie → Anlasserrelais → Anlasser, nicht über die 20-A-Sicherung); am Schaltplan zu klären (Details in 06).