Skip to content

Bordnetz, Kabelbaum & Sicherungen

Die Yamaha SR125 (3MW, Modelljahr 1996) hat ein denkbar einfaches 12-V-Bordnetz mit Minus an Masse: eine kleine Blei-Säure-Batterie, eine einzige 20-A-Hauptsicherung, einen Regler/Gleichrichter, ein Anlasserrelais, ein Leerlauf- bzw. Anlasssperrrelais, ein Blinkrelais und rund ein Dutzend Schalter. Eine Relaisbox, einen Sicherungskasten oder elektronische Steuergeräte außer der CDI gibt es nicht. Diese Datei beschreibt den Aufbau des Bordnetzes, die einzelnen Stromkreise, Sicherung, Relais und Schalter mit ihren Prüfungen, die Yamaha-Kabelfarben, Steckverbinder und Massepunkte, eine Methodik zur Fehlersuche und die Grenzen beim Nachrüsten von Verbrauchern.

Primärquelle ist das Yamaha-Werkstatthandbuch SR125 3MW-AE1 (1. Auflage September 1996, gilt für das Modelljahr 1997, 3MW6), Kapitel 7 „Electrical“, dazu die Yamaha-Teilekataloge für 1996 (3MW5) und 1997 (3MW6) und die deutsche Betriebsanleitung der SR125 (2000).

Wichtig — die Elektrik der 1996er weicht vom Handbuch ab. Der Vergleich der Teilekataloge zeigt, dass Yamaha die Elektrik zwischen 3MW5 (1996) und 3MW6 (1997) in vielen Teilen umgestellt hat: Lichtmaschine (Stator, Rotor, Impulsgeber), CDI, Zündspule, Kerzenstecker, Regler/Gleichrichter, Anlasser, Kabelbaum, Zündschloss, Relais, Seitenständerschalter und Lenkerarmaturen tragen 1996 andere Teilenummern, der Thermoschalter der Vergaserheizung kam 1997 neu hinzu (siehe §1.2). Kabelfarben, Stromlaufprinzip und Prüfmethodik des 1997er Handbuchs sind deshalb eine gute Orientierung, Prüf- und Sollwerte einzelner Bauteile gelten für die 1996er aber nur unter Vorbehalt ⚠️.

Siehe auch: Übersicht & Identifikation · Motor · Kraftstoffsystem · Zündanlage · Ladesystem & Batterie · Beleuchtung & Instrumente · Anzugsdrehmomente


1. Übersicht Bordnetz

Merkmal Wert Anmerkung
Bordspannung 12 V Gleichspannung, Minus an Masse Batterie-Minus liegt am Rahmen
Batterie 12N7-3B, 12 V, 7 Ah, Säuredichte 1,280 bei 20 °C (68 °F) konventionelle Blei-Säure-Batterie mit Entlüftungsschlauch; Details in 05
Lage der Batterie hinter den Seitendeckeln: Das Werkstatthandbuch 1997 lässt für die Batterieprüfung beide Seitendeckel abnehmen; die Betriebsanleitung 2000 nennt „Verkleidungsteil A“, nach der Lage des Luftfilters vermutlich die rechte Seite ⚠️ Hinter Verkleidungsteil A sitzt laut Betriebsanleitung 2000 auch der Luftfilter, der laut 02 rechts liegt. Für die 1996er nicht eigens belegt ⚠️
Lichtmaschine CDI-Lichtmaschine (Magnetzünder) mit Ladespule (W–W), Zündspannungsspule (Br–G) und Impulsgeberspule 1997 (4WP): 14 V / 9 A bei 5.000/min; Leistung der 1996er (5H0) nicht belegt ⚠️
Regler/Gleichrichter Halbleiter-Kurzschlussregler, 14,5 V Regelspannung 1997: Shindengen SH553D; 1996: Teil 5H0-81960-A0 ⚠️
Hauptsicherung 20 A, dazu eine 20-A-Ersatzsicherung einzige Sicherung im Fahrzeug
Anlasser Mitsuba SM-14, 0,6 kW (0,8 hp) über Anlasserrelais geschaltet
Anlasserrelais Jideco, 100 A Handbuch: MS5D-191 · Katalog 1996/1997: 3AY-81940-00 „MS5D-611“ ⚠️
Blinkrelais Mitsuba FR2204, Kondensator-Bauart, 85 Takte/min Katalog 1996/1997: 3Y8-83350-21
Hupe Nikko YF-12, max. 2,5 A Katalog: 10F-83371-00
Zündung CDI, von der Zündspannungsspule (Source Coil, Br–G) versorgt (AC-CDI) läuft ohne Batteriestrom, siehe 04

1.1 Wechselstrom- und Gleichstromseite

  • Wechselstromseite (AC): In der Lichtmaschine erzeugt die Zündspannungsspule (Source Coil, Kabel Braun–Grün) die Energie für die CDI und die Ladespule (Charging Coil, Kabel Weiß–Weiß) die Energie fürs Bordnetz. Beide Spulen geben Wechselspannung ab. (Begriffe wie in 05: „Ladespule“ meint in dieser Doku immer die W–W-Spule.)
  • Gleichstromseite (DC): Der Regler/Gleichrichter richtet die Spannung der Ladespule gleich, begrenzt sie auf 14,5 V und lädt die Batterie. Von der Batterie geht es über die 20-A-Sicherung zum Zündschloss und von dort an alle Verbraucher. Das Handbuch prüft Scheinwerfer, Rücklicht und Instrumentenbeleuchtung mit dem Gleichspannungsbereich (DC 20 V) — auch das Licht hängt also am Gleichstromnetz.
  • Ausnahme Zündung: Der Zündstromkreis (Zündspannungsspule → CDI → Zündspule) hat keine Verbindung zur Sicherung. Eine durchgebrannte Sicherung legt Anlasser, Licht, Blinker und Hupe lahm; die Zündung selbst würde weiter funktionieren (wichtig für die Fehlersuche und das Anschieben, siehe 04 §2).

1.2 Elektrik 1996 (3MW5) gegenüber 1997 (3MW6)

Vergleich der Teilekataloge auf yamaha-parts.ca (1996: französischer Katalog 3MW5, 1997: Katalog 3MW6). Gleiche Nummern bedeuten gleiches Teil.

Bauteil 1996 (3MW5) 1997 (3MW6) gleich?
Stator (Lichtmaschine) 5H0-81410-M0-00 4WP-85510-00-00 nein
Rotor 5H0-81350-M0-00 (Katalog „Complete unit“, vermutlich Rotor ⚠️) 4WP-85550-00-00 nein
Impulsgeberspule 5H0-85580-M0-00 4JG-85580-01-00 nein
CDI-Einheit 5H0-82305-M0-00 („Ignition block“) 3MW-85540-00-00 nein
Zündspule 3Y6-82310-60-00 4JP-82310-00-00 nein
Kerzenstecker 4BP-82370-00-00 55X-82370-00-00 nein
Regler/Gleichrichter 5H0-81960-A0-00 4WP-81960-00-00 nein
Kabelbaum 3MW-82590-10-00 3MW-82590-20-00 nein
Zündschloss 5H0-82510-01-00 4WP-82510-01-00 nein
Relais zwei „Relay Assembly“: 12R-81950-01-00 und 4U8-81950-02-00, dazu Diode 3WP-81980-00-00 ein „Relay Assembly“ 29U-81950-93-00, keine separate Diode nein
Thermoschalter (Vergaserheizung) nicht im Katalog 3MW-82560-00-00 („Thermo-contact“) nein
Seitenständerschalter 33E-82566-00-00 3LD-82566-70-00 nein
Lenkerschalter links / rechts 3MW-83973-00-00 / 3MW-83963-01-00 3MW-83972-00-00 / 4WP-83975-00-00 ⚠️ (Zuordnung links/rechts im Katalog nicht eindeutig) nein
Anlasser 5H0-81800-61-00 4WP-81800-00-00 nein (siehe 05 §6)
Anlasserrelais 3AY-81940-00-00 3AY-81940-00-00 (1998: 3MW-81940-00-00) ja
Sicherungshalter / Sicherung 2UJ-82150-02-00 / 148-82151-00-00 2UJ-82150-02-00 / 148-82151-00-00 ja
Blinkrelais 3Y8-83350-21-00 3Y8-83350-21-00 ja
Hupe 10F-83371-00-00 10F-83371-00-00 ja
Leerlaufschalter 4KM-82540-00-00 4KM-82540-00-00 ja
Bremslichtschalter hinten („Stop switch assy“) 3J0-82530-02-00 3J0-82530-02-00 ja
Bremslichtschalter vorne 3MW-83980-00-00 3MW-83980-00-00 ja
Kupplungsschalter 3MW-82917-00-00 3MW-82917-00-00 ja
Batterie 165-82110-61-00 (12N7-3B) 165-82110-61-00 ja

Was das bedeutet:

  • Die 1996er trägt noch die 5H0-Elektrik; ab 1997 kommen 4WP-Teile (Präfix-Deutung: 5H0 = XT125 von 1982, 4WP = SR125 für Japan, beides nur abgeleitet und nicht belegt ⚠️). Die im Handbuch genannte „Lichtmaschine 4WP, 14 V / 9 A“ und die Widerstandswerte von Zündspule, Impulsgeber und Ladespule gelten deshalb sicher nur für 1997 und später ⚠️.
  • Beim Teilekauf (gebraucht wie neu) die Elektrikteile immer nach der Teilenummer des eigenen Modellcodes bestellen. Ein Stator oder eine CDI „von der SR125“ passt nicht automatisch.
  • Sicherung und Sicherungshalter, Anlasserrelais (bis 1997), Blinkrelais, Hupe, Batterie sowie Leerlauf-, Kupplungs- und Bremslichtschalter sind über beide Jahrgänge gleich und damit unkritisch. Seitenständerschalter und Lenkerarmaturen haben dagegen 1997 neue Nummern (Tabelle oben).
  • Ob eine deutsche 1996er (Katalogeintrag „Deutschland“ erst ab 1998) schon die 4WP-Elektrik hat, ist nicht belegt ⚠️. Ein Blick auf die Teilenummer der CDI oder des Reglers klärt es.

2. Stromkreise

2.1 Bauteile im Schaltplan (Werkstatthandbuch 1997)

Der Schaltplan am Ende des Handbuchs („SR125 '97 Wiring Diagram“) nummeriert 39 Bauteile. Die Nummern tauchen in allen Teilschaltbildern (Zündung, Anlasser, Laden, Licht, Signal) wieder auf.

Nr. Bauteil Nr. Bauteil
1 CDI-Lichtmaschine 21 Blinker-Kontrollleuchte rechts
2 Regler/Gleichrichter 22 Fernlicht-Kontrollleuchte
3 Anlasserrelais 23 Instrumentenbeleuchtung
4 Batterie 24 Leerlaufschalter
5 Sicherung 25 Blinker hinten
6 Zündschloss 26 Rück-/Bremslicht
7 Thermoschalter 27 Bremslichtschalter vorne
8 Heizelement (Vergaserheizung) 28 Bremslichtschalter hinten
9 Lenkerarmatur rechts 29 Blinker vorne
10 Motorstoppschalter 30 Standlicht („Auxiliary light“)
11 Starterknopf 31 Blinkrelais
12 CDI-Einheit 32 Hupe
13 Zündspule 33 Lenkerarmatur links
14 Zündkerze 34 Lichtschalter
15 Kupplungsschalter 35 Hupenknopf
16 Seitenständerschalter 36 Abblendschalter
17 Leerlaufrelais („Neutral relay“) 37 Blinkerschalter
18 Tachometer 38 Anlasser
19 Leerlauf-Kontrollleuchte 39 Scheinwerfer
20 Blinker-Kontrollleuchte links
  • Eine Diode ist im 1997er Schaltplan nicht als eigenes Bauteil aufgeführt. Die 1996er hat laut Katalog eine separate Diode 3WP-81980-00 — vermutlich für die Anlasssperre/Seitenständerlogik, die 1997 in die Relaiseinheit 29U gewandert ist ⚠️.
  • Bauteile 7 und 8 (Thermoschalter und Heizelement) gehören zur Vergaserheizung des 4WP-Vergasers. Die 1996er 3MW5 hat laut Katalog weder Thermoschalter noch Heizung (5N0-Vergaser, siehe 02 §7) ⚠️.

2.2 Stromkreise im Überblick

Stromkreis Weg (Bauteil-Nr.) über Sicherung? Hinweise
Laden Ladespule (1, W–W) → Regler/Gleichrichter (2) → Batterie (4) Regler → Batterie direkt; Verbraucher über Sicherung Details, Ladespannung und Prüfwerte in 05
Zündung Zündspannungsspule + Impulsgeber (1) → CDI (12) → Zündspule (13) → Zündkerze (14); Abschaltung über Zündschloss (6), Motorstoppschalter (10), Seitenständerschalter (16) nein Abschalten = Stoppleitung der CDI auf Masse legen; Details in 04
Anlassen Batterie (4) → Sicherung (5) → Zündschloss (6) → Motorstoppschalter (10) → Starterknopf (11) → Spule des Anlasserrelais (3); Masse der Relaisspule über Leerlaufrelais (17) bzw. Kupplungs- (15) und Seitenständerschalter (16) ja Hauptstrom Batterie → Anlasserrelais → Anlasser (38) über dickes Kabel, nicht über die Sicherung ⚠️ (üblich bei Yamaha; am Kabelbaum prüfen)
Licht Zündschloss (6) → Lichtschalter (34) → Abblendschalter (36) → Scheinwerfer (39); Standlicht (30), Rücklicht (26), Instrumentenbeleuchtung (23), Fernlicht-Kontrolle (22) ja Licht nur mit Zündung „ON“; seit 1988 müssen Krafträder in Deutschland auch am Tag mit Abblendlicht fahren (§ 17 Abs. 2a StVO)
Blinker Zündschloss (6) → Blinkrelais (31) → Blinkerschalter (37) → Blinker vorne/hinten (29, 25) und Kontrollleuchten (20, 21) ja getrennte Kontrollleuchten links/rechts, keine Kopplungsdioden nötig
Bremslicht Zündschloss (6) → Bremslichtschalter vorne (27) bzw. hinten (28) → Bremslicht (26) ja beide Schalter parallel
Hupe Zündschloss (6) → Hupe (32) → Hupenknopf (35) → Masse ja Hupe bekommt Plus bei Zündung ON (Braun, geschaltetes Plus), der Knopf schaltet die Masse (Rosa)
Leerlaufanzeige Zündschloss (6) → Kontrollleuchte (19) → Leerlaufschalter (24) → Masse ja Leerlaufschalter schaltet auch das Leerlaufrelais (17)
Vergaserheizung (nur 4WP-Vergaser, ab 1997) Zündschloss (6) → Thermoschalter (7) → Heizelement (8) → Masse ⚠️ ja 1996 (5N0-Vergaser) nicht vorhanden ⚠️; Schaltlogik aus dem Teilschaltbild „Signal“ abgeleitet

2.3 Anlasssperre: wann der Anlasser dreht

Das Werkstatthandbuch („Starting circuit operation“) nennt die Bedingungen. Zündschloss ON und Motorstoppschalter RUN müssen geschlossen sein, dazu eine der beiden Bedingungen:

Bedingung geschlossene Schalter
A — Getriebe im Leerlauf Leerlaufschalter → Leerlaufrelais geschlossen
B — Gang eingelegt, Kupplung gezogen und Seitenständer hochgeklappt Kupplungsschalter und Seitenständerschalter

Die Zündunterbrechung bei ausgeklapptem Seitenständer mit eingelegtem Gang ist in 04 §8 beschrieben. Die SR125 hat laut Teilekatalog 1996 außerdem einen Hauptständer (5H0-27111-00) — praktisch für alle Prüfungen mit frei drehendem Hinterrad.


3. Sicherung

Merkmal Wert
Anzahl 1 Hauptsicherung + 1 Ersatzsicherung
Nennstrom 20 A (beide)
Lage hinter dem Verkleidungsteil B (Betriebsanleitung 2000), im fliegenden Sicherungshalter; Verkleidungsteil B ist vermutlich die linke Seite ⚠️ (abgeleitet, weil Teil A mit Batterie und Luftfilter rechts liegt)
Sicherungshalter 2UJ-82150-02-00 (1996 und 1997 gleich)
Sicherung 148-82151-00-00 (1996 und 1997 gleich); Bauform (Glasrohr- oder Flachsicherung) nicht belegt ⚠️
Absicherung alle Verbraucher außer der Zündung; Anlasser-Hauptstrom vermutlich ungesichert ⚠️

3.1 Sicherung wechseln (Betriebsanleitung)

  1. Zündschloss auf OFF — damit sind alle Verbraucher stromlos (eine AUS-Stellung des Lichtschalters ist nicht belegt ⚠️, siehe §5).
  2. Verkleidungsteil B abnehmen, Sicherungshalter öffnen, Sicherung herausnehmen.
  3. Neue Sicherung mit der vorgesehenen Amperezahl (20 A) einsetzen.
  4. Zündschloss wieder einschalten und prüfen, ob alles funktioniert.
  5. Brennt die neue Sicherung sofort wieder durch, hat die Anlage einen Kurzschluss. Die Betriebsanleitung verweist dann an die Werkstatt; in dieser Datei hilft §8.

Warnung (Betriebsanleitung): Niemals eine Sicherung mit höherer Amperezahl einsetzen. Eine falsche Sicherung kann elektrische Bauteile beschädigen und einen Brand verursachen. Auch „Überbrücken mit Draht oder Alufolie“ ist tabu.

Tipps:

  • Die Ersatzsicherung nach jedem Einsatz sofort ersetzen. Bei nur einer Sicherung im Fahrzeug heißt „Sicherung durch“ sonst: Motor läuft, aber kein Licht, kein Anlasser, keine Blinker.
  • Kontakte des Sicherungshalters korrodieren gern (Feuchtigkeit und Spritzwasser hinter dem Seitendeckel). Grünliche Ablagerungen mit Kontaktspray und einer kleinen Messingbürste entfernen und dünn Polfett auftragen. Ein warmer oder verfärbter Halter deutet auf Übergangswiderstand hin: Halter ersetzen.
  • Eine durchgebrannte Sicherung ohne erkennbare Ursache tritt bei der SR125 oft nach Arbeiten an Scheinwerfer oder Rücklicht auf (eingeklemmtes Kabel) oder durch einen durchgescheuerten Kabelbaum am Lenkkopf.
  • Durchgang der Sicherung messen: Vielfachmessgerät im Bereich „× 1 Ω“ (Yamaha Pocket Tester 90890-03112). Durchgang = in Ordnung.

4. Relais und Diode

Bauteil Funktion Kennung / Teilenummer Lage
Anlasserrelais schaltet den Anlasserstrom (100 A) Jideco MS5D-191 (Handbuch) bzw. 3AY-81940-00 „MS5D-611“ (Katalog) ⚠️ unter der Sitzbank/am Seitendeckel, nahe der Batterie ⚠️
Leerlaufrelais („Neutral relay“, Anlasssperrrelais) gibt den Anlasser im Leerlauf frei (Bedingung A, §2.3); der Weg mit gezogener Kupplung (Bedingung B) läuft über Kupplungs- und Seitenständerschalter, nicht über dieses Relais 1997: 29U-81950-93; 1996: 12R-81950-01 oder 4U8-81950-02 ⚠️ am Rahmen („Remove the relay from the frame“) unter der Sitzbank ⚠️
zweites Relais (nur 1996) vermutlich Seitenständer-/Zündunterbrechungsrelais ⚠️ 12R-81950-01 bzw. 4U8-81950-02 ⚠️ (4U8-02: 4-poliges Omron-Relais) wie oben ⚠️
Diode (nur 1996) vermutlich Entkopplung Leerlauf-/Kupplungs-/Seitenständerzweig ⚠️ 3WP-81980-00 im Kabelbaum ⚠️
Blinkrelais Blinktakt 85/min Mitsuba FR2204 (Kondensator-Bauart) · 3Y8-83350-21 unter der Sitzbank/am Rahmen ⚠️

Das Blinkrelais ist laut Katalog ein eigenes Teil (3Y8-83350-21, Diagramm „Electrical 2“). Beide „Relay Assembly“-Positionen der 1996er gehören also vermutlich zur Anlass- bzw. Zündunterbrechungslogik ⚠️.

4.1 Anlasserrelais prüfen (Werkstatthandbuch)

  1. Relaisstecker vom Kabelbaum abziehen.
  2. Eine 12-V-Batterie an die Spulenanschlüsse legen: Plus an Blau/Weiß (L/W), Minus an Rot/Weiß (R/W) ⚠️ (Farbzuordnung aus der Handbuch-Auslesung; R/W fehlt in der Doppelfarben-Liste des Schaltplans, §6.1).
  3. Vielfachmessgerät (Ω) an die beiden Hauptanschlüsse (Klemmen 1 und 2, dicke Kabel).
  4. Durchgang = in Ordnung. Kein Durchgang = Relais ersetzen.

  5. Anlasser direkt prüfen: Batterie-Plus mit einem dicken Überbrückungskabel (mindestens Batteriekabel-Querschnitt) direkt an den Anschluss des Anlassers legen. Dreht er, sind Anlasser und Masse in Ordnung. ⚠️ Es entstehen Funken: kein Benzin oder Benzindampf in der Nähe.

  6. Klicken ohne Drehen: Relais schaltet, aber der Strom kommt nicht an → Batterie zu schwach, Hauptkontakte im Relais verbrannt oder Kabelschuhe am Relais bzw. Anlasser korrodiert.

4.2 Leerlaufrelais prüfen (Werkstatthandbuch)

  1. Relais vom Rahmen abnehmen.
  2. 12-V-Batterie an die Spule: Plus an Klemme 2, Minus an Klemme 4.
  3. Vielfachmessgerät (Ω) an Klemme 1 und 3.
  4. Durchgang mit angelegter Spannung = in Ordnung, sonst Relais ersetzen.
  5. Ohne Spannung darf zwischen 1 und 3 kein Durchgang bestehen ⚠️ (Umkehrprobe, im Handbuch-Auszug nicht ausdrücklich genannt).

  6. Die Klemmennummern stehen auf der Abbildung im Handbuch. Für die 1996er Relais (12R/4U8) sind sie nicht belegt ⚠️: Spule und Kontakt vorher mit dem Ohmmeter identifizieren (Spule: einige 10 bis 100 Ω; offener Kontakt: kein Durchgang).

4.3 Blinkrelais prüfen (Werkstatthandbuch)

  1. Glühlampen und Fassungen sowie den Blinkerschalter auf Durchgang prüfen.
  2. Vielfachmessgerät (DC 20 V): Plus an Braun (Br) am Blinkrelais, Minus an Rahmenmasse, Zündschloss ON → 12 V. Fehlen sie, ist die Leitung vom Zündschloss zum Relais unterbrochen.
  3. Plus an Braun/Weiß (Br/W) (Relaisausgang), Minus an Masse, Zündschloss ON → 12 V. Fehlen sie, Blinkrelais ersetzen.
  4. An den Blinkerfassungen: Blinkerschalter links → 12 V an Schokoladenbraun (Ch), rechts → 12 V an Dunkelgrün (Dg), jeweils gegen Schwarz (B).

5. Schalter

Alle Schalter werden laut Handbuch mit dem Ohmmeter auf Durchgang zwischen ihren Anschlüssen geprüft: Schalter mehrmals betätigen, Messgerät im Bereich „× 1 Ω“ nullen, Durchgang je Schalterstellung mit der Tabelle im Handbuch vergleichen. Das Handbuch-Beispiel zeigt das Prinzip: „Br und R haben in Stellung ON Durchgang“. Weicht ein Schalter ab: reinigen oder ersetzen.

Schalter Einbauort Teilenummer 1996 Funktion / Soll-Durchgang Kabelfarben (belegt)
Zündschloss (Main switch) Lenkkopf 5H0-82510-01 OFF / ON / LOCK; in ON verbindet es Batterie-Plus mit dem geschalteten Plus R ↔ Br in ON (Handbuch-Beispiel) ⚠️
Motorstoppschalter Lenkerarmatur rechts Armatur 3MW-83963-01 RUN: Zündung und Anlasser frei · OFF: Stoppleitung an Masse ⚠️ nicht belegt
Starterknopf Lenkerarmatur rechts Armatur 3MW-83963-01 gedrückt: Durchgang zur Anlasserrelais-Spule ⚠️ nicht belegt
Lichtschalter Lenkerarmatur links Armatur 3MW-83973-00 Standlicht / Scheinwerfer (Betriebsanleitung 2000); ob es eine AUS-Stellung gibt, ist offen ⚠️ (siehe 07 §4) ⚠️ nicht belegt
Abblendschalter Lenkerarmatur links Armatur 3MW-83973-00 Abblend- ↔ Fernlicht Abblend G, Fern Y
Blinkerschalter Lenkerarmatur links Armatur 3MW-83973-00 L / N / R Eingang Br/W, links Ch, rechts Dg
Hupenknopf Lenkerarmatur links Armatur 3MW-83973-00 gedrückt: Rosa (P) an Masse P ↔ B
Kupplungsschalter Kupplungshebel-Halter 3MW-82917-00 Hebel gezogen: Durchgang ⚠️ nicht belegt
Bremslichtschalter vorne Handbremshebel 3MW-83980-00 Hebel gezogen: Durchgang Ausgang Y zum Bremslicht
Bremslichtschalter hinten am Bremspedal, Zugfeder 3J0-82530-02 Pedal getreten: Durchgang Ausgang Y
Leerlaufschalter Kurbelgehäuse links ⚠️, mit Dichtung 4KM-82540-00 Leerlauf: Himmelblau (Sb) an Masse Sb
Seitenständerschalter Seitenständer 33E-82566-00 Ständer hochgeklappt: Durchgang (Anlasssperre frei) ⚠️ ⚠️ nicht belegt
Thermoschalter (nur 4WP-Vergaser) Vergasernähe ⚠️ 1996 nicht vorhanden; 1997: 3MW-82560-00 kalt: Durchgang, warm: offen ⚠️ Schwarz ↔ Schwarz

Hinweise zu den Schaltern:

  • Lenkerarmaturen gibt es nur komplett (links 3MW-83973-00, rechts 3MW-83963-01). Einzelne Schalter sind nicht lieferbar. Die Kontakte lassen sich aber reinigen: Armatur öffnen, Kontaktplatten mit Kontaktspray und Glasfaserstift säubern, dünn Kontaktfett auftragen.
  • Seitenständerschalter sitzt tief unten und bekommt Spritzwasser und Streusalz ab. Er ist die häufigste Ursache für „springt im Gang nicht an“ und „geht beim Einlegen des 1. Gangs aus“. Den Stecker trocken halten und mit Polfett schützen. Nicht überbrücken (siehe 04 §8.3).
  • Bremslichtschalter hinten wird über eine Feder vom Pedal gezogen und ist in der Höhe einstellbar: Das Bremslicht soll kurz vor dem Ansprechen der Bremse aufleuchten. Einstellmutter drehen, nicht den Schalterkörper verdrehen ⚠️ (Details in Bremsen & Hydraulik).
  • Leerlaufschalter: Leuchtet die Leerlauf-Kontrollleuchte nicht, Kabel Sb am Schalter abziehen und an Masse halten: Leuchtet die Lampe dann, ist der Schalter defekt. Handbuch-Messung: Vielfachmessgerät DC 20 V, Plus an Braun (Br), Minus an Himmelblau (Sb) am Tacho-Stecker, Zündung ON, Leerlauf → 12 V.
  • Der Leerlaufschalter sitzt unter einer Dichtung (1,0 mm / 0,039 in) im Kurbelgehäuse. Beim Wechsel läuft etwas Öl aus, danach Ölstand prüfen (01).

6. Kabelfarben

Yamaha kennzeichnet die Leitungen mit Buchstabencodes. Bei Doppelfarben steht die Grundfarbe zuerst, danach die Farbe des Kennstreifens: „L/W“ = blaues Kabel mit weißem Streifen.

6.1 Farbcode (Schaltplan „SR125 '97“)

Code Farbe Code Farbe
B Schwarz L Blau
Br Braun O Orange
Ch Schokoladenbraun P Rosa
Dg Dunkelgrün R Rot
G Grün Sb Himmelblau
W Weiß Y Gelb

Im Schaltplan kommen außerdem diese Doppelfarben vor: Br/L, Br/W, G/Y, L/B, L/R, L/W, L/Y, Y/R, W/L, W/R (Liste aus der Online-Kopie; vermutlich unvollständig ⚠️, denn die Prüfseite des Anlasserrelais nennt zusätzlich R/W).

6.2 Belegte Zuordnungen

Farbe Leitung Beleg
R Batterie-Plus (nach Sicherung) zum Zündschloss; Reglerausgang ⚠️ Handbuch-Beispiel „Br und R in ON“; Yamaha-Standard ⚠️
B Masse Prüfseiten Bremslicht, Blinker, Scheinwerfer
Br geschaltetes Plus (Zündung ON): Blinkrelais, Hupe, Kontrollleuchten Prüfseiten Hupe, Blinkrelais, Leerlaufanzeige
Br/W Blinkrelais-Ausgang → Blinkerschalter Prüfseite Blinkrelais
Ch Blinker links Prüfseite Blinker
Dg Blinker rechts Prüfseite Blinker
Y Bremslicht (von den Bremslichtschaltern); Fernlicht und Fernlicht-Kontrollleuchte Prüfseiten Bremslicht und Scheinwerfer (beide Kreise in Gelb)
G Abblendlicht Prüfseite Scheinwerfer
L Rücklicht, Standlicht, Instrumentenbeleuchtung Prüfseite Instrumentenbeleuchtung
P Hupe → Hupenknopf Prüfseite Hupe
Sb Leerlaufschalter → Leerlauf-Kontrollleuchte/Leerlaufrelais Prüfseite Leerlaufanzeige
L/W und R/W ⚠️ Spule des Anlasserrelais Prüfseite Anlasserrelais (Auslesung; R/W fehlt in der Doppelfarben-Liste)
O CDI → Zündspule (primär) 04
W – W Ladespule (Charging Coil) → Regler/Gleichrichter 04, 05
Br – G Zündspannungsspule (Source Coil) → CDI 04
W/R, W/L ⚠️ vermutlich Impulsgeberspule 04 misst den Impulsgeber zwischen Weiß (+) und Rot (−) (Datenblatt „Red – White“); ob das einfarbige Leitungen oder das Zweifarbkabel W/R sind, ist nicht belegt. W/R ist nicht R/W (Spule des Anlasserrelais)
B – B Thermoschalter (nur 4WP-Vergaser) Prüfseite Vergaserheizung
  • Die Stoppleitung der CDI ist bei Yamaha üblicherweise Schwarz/Weiß (B/W). B/W steht aber nicht in der Doppelfarben-Liste der Online-Kopie ⚠️. Am Fahrzeug nachsehen.
  • Die Farben L/B, L/Y, G/Y, Y/R, L/R und Br/L konnten keinem Stromkreis sicher zugeordnet werden ⚠️. Bei anderen Yamaha-Modellen dieser Zeit sind L/Y oft Kupplungs- oder Seitenständerschalter und L/B der Seitenständer — das ist aber kein Beleg für die SR125.
  • Farben gelten für 1997. Der Kabelbaum der 1996er hat eine andere Teilenummer (3MW-82590-10). Die Grundfarben der Verbraucherkreise (B, Br, Y, G, L, Ch, Dg, P, Sb) sind bei Yamaha über Jahrzehnte gleich und daher sehr wahrscheinlich identisch ⚠️.

7. Steckverbinder und Masse

7.1 Wo die Steckverbinder sitzen

Die Ausbaulisten der Fehlersuche im Handbuch zeigen, wo die Steckverbinder liegen:

Bereich Was dort sitzt Zugang
Scheinwerfergehäuse Stecker der Lenkerarmaturen links/rechts, Zündschloss, Tacho/Kontrollleuchten, Scheinwerfer, vordere Blinker ⚠️ Scheinwerfereinsatz ausbauen (für Licht-, Signal- und Anlasserprüfungen verlangt)
Unter dem Tank Kabelbaum-Hauptstrang, Zündspule ⚠️, Stecker zur Lichtmaschine, ggf. Vergaserheizung Sitzbank und Tank abbauen
Unter Sitzbank / Seitendeckeln Batterie (rechts ⚠️), Sicherung (links ⚠️), Regler, Anlasserrelais, Leerlaufrelais, Blinkrelais, CDI ⚠️ Seitendeckel links und rechts, Sitzbank
Heck Rück-/Bremslicht, hintere Blinker Rücklichtgehäuse
Motor unten links Leerlaufschalter, Seitenständerschalter frei zugänglich, spritzwassergefährdet

7.2 Massepunkte

  • Batterie-Minus → Rahmen: eigenes Massekabel (Katalog: „Minus wire lead“ 5H0-82116-00). Diese Verbindung ist die wichtigste Masse des Fahrzeugs. Sitzt sie locker oder ist sie korrodiert, dreht der Anlasser schwach, das Licht flackert und die Ladespannung erscheint zu niedrig.
  • Motor ↔ Rahmen: Der Motor ist über seine Befestigungsschrauben mit dem Rahmen verbunden. Nach Lackier- oder Pulverbeschichtungsarbeiten am Rahmen die Auflageflächen metallisch blank machen oder ein zusätzliches Masseband ziehen ⚠️.
  • Zündspule: erhält Masse über ihre Befestigung am Rahmen (04 §9).
  • Schwarze Leitungen (B) sammeln die Masse von Scheinwerfer, Rücklicht, Blinkern und Kontrollleuchten und führen sie über den Kabelbaum zum Rahmen. Die genaue Lage der Masse-Anschlüsse am Rahmen ist im Handbuch-Auszug nicht beschrieben ⚠️.

7.3 Pflege

  • Stecker trennen, mit Kontaktspray reinigen, dünn mit Polfett oder Silikonfett füllen und wieder zusammenstecken. Grünspan an Messingkontakten ist bei Fahrzeugen dieses Alters (Baujahr 1996) normal.
  • Rastnasen der alten Stecker sind oft spröde. Nicht mit Gewalt ziehen: Rastnase mit einem kleinen Schraubendreher lösen.
  • Kabelbaum am Lenkkopf: Bei jedem Lenkereinschlag wird der Kabelbaum gebogen. Scheuerstellen und gebrochene Litzen unter der Isolierung findet man durch Wackeln am laufenden Motor (Licht an), während ein Helfer den Lenker langsam von Anschlag zu Anschlag dreht.
  • Reparaturen löten und mit Schrumpfschlauch isolieren. Quetschverbinder („Stromdiebe“) nicht verwenden — sie sind die häufigste Ursache späterer Wackelkontakte.

8. Fehlersuche

8.1 Methodik

Die Fehlersuche im Handbuch folgt für jeden Stromkreis demselben Schema. Es lohnt sich, dabei zu bleiben:

  1. Sicherung prüfen (Durchgang, Kontakte im Halter).
  2. Batterie prüfen: Säurestand, Polklemmen fest und sauber, Säuredichte 1,280 bei 20 °C (68 °F). Leerlaufspannung und Ladung in 05. Eine schwache Batterie täuscht fast jeden anderen Fehler vor.
  3. Zündschloss auf Durchgang prüfen.
  4. Schalter des betroffenen Kreises prüfen (§5).
  5. Spannung am Verbraucher messen (Vielfachmessgerät DC 20 V, Plus an die Zuleitung, Minus an Schwarz bzw. Rahmenmasse, Zündung ON): 12 V vorhanden → Verbraucher bzw. Glühlampe defekt; keine 12 V → Leitung zwischen Zündschloss und Verbraucher unterbrochen.
  6. Leitungen und Stecker des ganzen Kreises nach Schaltplan prüfen.

  7. Vor jeder Prüfung die Teile ausbauen, die das Handbuch nennt: meist Seitendeckel links und rechts, Sitzbank, Tank und Scheinwerfereinsatz.

  8. Vom Einfachen zum Teuren: Stecker, Masse und Schalter verursachen die meisten Fehler. Relais, Regler und CDI kommen zuletzt.
  9. Spannungsfall messen statt nur Durchgang: Ein Kontakt kann Durchgang zeigen und unter Last trotzdem zu viel Spannung verlieren. Messgerät zwischen Batterie-Plus und Verbraucher-Plus (bei eingeschaltetem Verbraucher) — mehr als etwa 0,5 V deuten auf einen schlechten Kontakt ⚠️ (Faustwert).

8.2 Fehlerdiagnose

Symptom Mögliche Ursachen (in dieser Reihenfolge prüfen)
Gar nichts geht (kein Licht, kein Anlasser, keine Blinker), Zündung ON Sicherung · Sicherungshalter korrodiert · Batterie leer · Batterie-Massekabel · Zündschloss
Anlasser dreht nicht, kein Klicken Anlasssperre: nicht im Leerlauf und Kupplung nicht gezogen · Seitenständerschalter · Kupplungsschalter · Leerlaufschalter/-relais · Motorstoppschalter auf OFF · Starterknopf · Anlasserrelais-Spule (L/W–R/W ⚠️)
Anlasserrelais klickt, Anlasser dreht nicht oder schwach Batterie schwach · Kabelschuhe an Relais/Anlasser korrodiert · Batterie-Masse · Relais-Hauptkontakte · Anlasserkohlen (Verschleißgrenze 3,5 mm / 0,14 in) · Kollektor (Mindestdurchmesser 27 mm / 1,06 in)
Anlasser dreht, Motor dreht nicht mit Anlasserfreilauf (siehe 01)
Anlasser dreht, Motor springt nicht an kein Elektrikproblem im engeren Sinn: Zündung (04), Kraftstoff (02)
Motor geht beim Einlegen des 1. Gangs aus Seitenständer ausgeklappt oder Seitenständerschalter defekt/verschmutzt · (1996) Seitenständerrelais bzw. Diode ⚠️
Scheinwerfer dunkel falsche Glühlampe · zu viele Zusatzverbraucher · schwache Ladung/Regler · Batterie · Stecker oder Masse · Licht- oder Abblendschalter · Glühlampe am Lebensende (Handbuch)
Glühlampen brennen oft durch falsche Glühlampe · Batterie defekt (fehlende Pufferwirkung) · Regler/Gleichrichter (Überspannung) · schlechte Masse · Lampe locker montiert (Vibration) (Handbuch)
Blinker leuchten nicht Masse · Batterie schwach · Sicherung · Blinkerschalter · Blinkrelais · Leitungen/Stecker · Glühlampe durch (Handbuch)
Blinker leuchten dauernd Blinkrelais · Batterie fast leer · Glühlampe durch (Handbuch)
Blinker blinken zu langsam Blinkrelais · Batterie schwach · falsche Glühlampen (weniger als 21 W) · Zündschloss oder Blinkerschalter (Übergangswiderstand) (Handbuch)
Blinker blinken zu schnell falsche Glühlampen · Blinkrelais (Handbuch) · eine Glühlampe durchgebrannt (allgemeine Praxis bei lastabhängigen Blinkrelais, vgl. §9.3)
Hupe stumm Batterie · Sicherung · Hupenknopf · Hupe verstellt oder Spule durchgebrannt · Leitung (Handbuch). Prüfung: 12 V an Br der Hupe bei Zündung ON; Hupe an P/Masse
Bremslicht leuchtet nicht Glühlampe/Fassung · Bremslichtschalter vorne oder hinten · Leitung: 12 V an Y an der Rücklichtfassung bei gezogener Bremse
Bremslicht leuchtet dauernd Bremslichtschalter hinten verstellt oder hängt · Bremspedal geht nicht ganz zurück
Leerlauf-Kontrollleuchte aus Glühlampe · Leerlaufschalter · Leitung Sb
Sicherung brennt sofort wieder durch Kurzschluss: Kabel am Lenkkopf, im Scheinwerfergehäuse oder am Rücklicht eingeklemmt oder durchgescheuert · Zusatzverbraucher · Regler. Kreise nacheinander abklemmen, bis die Sicherung hält
Aussetzer über Bodenwellen Wackelkontakt: Zündschloss, Stecker im Scheinwerfergehäuse, Seitenständerschalter-Stecker, Batteriepole, Massekabel

9. Nachrüsten

9.1 Leistungsbilanz

Die Lichtmaschine ist klein. Wer Verbraucher nachrüstet, sollte zuerst rechnen. Ströme bei 12 V Nennspannung, gerundet.

Verbraucher Leistung Strom (≈) Betrieb
Scheinwerfer (Abblend- oder Fernlicht) 36 W 3,0 A dauernd (Lichtpflicht am Tag)
Standlicht 4 W 0,3 A dauernd ⚠️ (ob es bei eingeschaltetem Scheinwerfer mitleuchtet, ist nicht belegt)
Rücklicht 5 W 0,4 A dauernd
Instrumentenbeleuchtung 3,4 W 0,3 A dauernd
Summe Dauerlast mit Licht ≈ 48 W ≈ 4,0 A inkl. 4-W-Standlicht ⚠️; ohne Standlicht ≈ 44 W / 3,7 A
Fernlicht-Kontrollleuchte 3,4 W 0,3 A bei Fernlicht
Bremslicht 21 W 1,8 A kurzzeitig
Blinker (2 × 21 W + Kontrollleuchte 3,4 W) 45 W 3,8 A (im Mittel ≈ 1,9 A) kurzzeitig
Hupe ≈ 30 W max. 2,5 A kurzzeitig
Vergaserheizung (nur 4WP, ab 1997) ≈ 14–24 W ⚠️ ≈ 1,2–2,0 A ⚠️ kalt, laut Thermoschalter
Lichtmaschine (1997, 4WP) ≈ 126 W 9 A bei 5.000/min im Leerlauf deutlich weniger ⚠️
  • Reserve: Mit Licht bleiben rechnerisch rund 5 A bei 5.000/min. Im Stadtverkehr mit viel Leerlauf, Blinken und Bremsen schrumpft sie auf nahezu null. Die 7-Ah-Batterie puffert nur kurz.
  • Für die 1996er (5H0-Lichtmaschine) ist keine Ladeleistung belegt ⚠️. Wer viel nachrüsten will, misst zuerst die Ladespannung mit Licht bei Leerlauf und bei 5.000/min (05).
  • Der Heizwiderstand der Vergaserheizung ist in der Online-Kopie als „6 × 10 Ω“ gedruckt — gemeint sind vermutlich 6–10 Ω ⚠️. Daraus ergeben sich die Werte in der Tabelle.

9.2 USB-Steckdose

  • Ein USB-Lader (5 V, 2,1–2,4 A) zieht auf der 12-V-Seite etwa 1 A. Das ist verkraftbar.
  • Anschluss: Plus über das Zündschloss geschaltet (z. B. an der Braun-Leitung, Br) und über eine eigene Sicherung 2–3 A fliegend absichern; Masse an die Batterie bzw. eine saubere Rahmenmasse. Querschnitt 0,75–1,0 mm² (AWG 18–17).
  • Nicht dauerhaft an die Batterie ohne Schalter: Viele USB-Lader ziehen auch ohne Handy Ruhestrom und leeren die kleine 7-Ah-Batterie in wenigen Wochen.
  • Nicht an vorhandene Kabel „anzapfen“ (Stromdiebe), sondern sauber löten oder einen passenden Steckverbinder einsetzen.

9.3 LED-Blinker

  • Das Serien-Blinkrelais FR2204 arbeitet nach dem Kondensatorprinzip und ist lastabhängig: Es blinkt mit 85 Takten/min nur bei der vorgesehenen Last (2 × 21 W je Seite). Mit LED-Blinkern blinkt es zu schnell, gar nicht oder leuchtet dauernd.
  • Lösung 1 — lastunabhängiges elektronisches Blinkrelais mit passender Steckerbelegung. Die Belegung des Serienrelais (Anschlüsse Br und Br/W, ggf. Masse) vor dem Kauf am Stecker prüfen ⚠️.
  • Lösung 2 — Lastwiderstände parallel zu jedem LED-Blinker (für 21 W bei 12 V etwa 6,8 Ω, 25 W). Die Widerstände werden sehr heiß und müssen auf Metall montiert werden. Lösung 1 ist besser.
  • Die Blinker-Kontrollleuchten sind links und rechts getrennt (Bauteile 20/21). Es braucht also keine Entkopplungsdioden wie bei Fahrzeugen mit nur einer Kontrollleuchte.
  • Zulassung: Nachrüstblinker brauchen ein E-Prüfzeichen und müssen die Mindestabstände einhalten. Sonst droht Ärger bei der Hauptuntersuchung ⚠️ (Details in Umbauten, Nachrüstungen & Teilebeschaffung).

9.4 Heizgriffe und größere Verbraucher

  • Übliche Heizgriffe ziehen 25–50 W (2–4 A). Zusammen mit der Lichtlast von etwa 4 A liegt das an der Grenze dessen, was die Lichtmaschine bei mittlerer Drehzahl liefert ⚠️. Im Stadtverkehr entlädt sich die Batterie.
  • Wenn überhaupt, nur Heizgriffe mit stufiger Regelung und Unterspannungsabschaltung verwenden, über ein Relais (Steuerung an geschaltetem Plus) und eine eigene Sicherung direkt von der Batterie versorgen.
  • Zusatzscheinwerfer, Navigationsgeräte mit Heizung oder beheizte Kleidung sind mit der Serien-Lichtmaschine nicht sinnvoll.
  • LED-Scheinwerferlampen würden Strom sparen, sind aber für den Serienscheinwerfer in Deutschland in der Regel nicht zulässig ⚠️ (Details in 07).

10. Kurzübersicht

Merkmal Wert
Bordnetz 12 V, Minus an Masse
Batterie 12N7-3B, 12 V, 7 Ah, hinter den Seitendeckeln (Betriebsanleitung 2000: Verkleidungsteil A, vermutlich rechts ⚠️)
Sicherung 1 × 20 A + 1 × 20 A Reserve, hinter Verkleidungsteil B (links ⚠️)
Relais Anlasserrelais (100 A), Leerlaufrelais, Blinkrelais FR2204 (85/min); 1996 zusätzlich zweites Relais und Diode ⚠️
Anlasssperre Start im Leerlauf oder mit gezogener Kupplung und hochgeklapptem Seitenständer
Kabelfarben (Auswahl) R Batterie-Plus · Br geschaltetes Plus · B Masse · G Abblendlicht · Y Fernlicht/Bremslicht · L Rück-/Standlicht · Ch/Dg Blinker links/rechts · P Hupe · Sb Leerlauf
Prüfgerät Vielfachmessgerät (Yamaha Pocket Tester 90890-03112): Ω-Bereich für Durchgang, DC 20 V für Spannung
Elektrik 1996 vs. 1997 Lichtmaschine (Stator, Rotor, Impulsgeber), CDI, Zündspule, Kerzenstecker, Regler, Anlasser, Kabelbaum, Zündschloss, Relais, Seitenständerschalter und Lenkerarmaturen geändert, Thermoschalter neu — Teile nach Modellcode bestellen

Quellen

  • Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997, 1. Auflage 09/1996) — manualslib, Elektrikbauteile S. 197: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=197
  • dto. — Schalterprüfung („Switch inspection“) S. 198–199: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=198
  • dto. — Anlasserstromkreis, „Starting circuit operation“ S. 206–207: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=207
  • dto. — Fehlersuche Anlasser, Anlasserrelais- und Leerlaufrelais-Prüfung S. 208–211: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=209
  • dto. — Anlasser: Kohlen und Kollektor S. 213: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=213
  • dto. — Ladesystem, Fehlersuche S. 216: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=216
  • dto. — Lichtanlage, Fehlersuche und Spannungsprüfungen S. 220–222: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=221
  • dto. — Signalanlage: Schaltbild S. 224, Fehlersuche und Prüfungen (Hupe, Bremslicht, Blinker, Leerlauf, Vergaserheizung) S. 225–232: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=229
  • dto. — Fehlersuche „Starter motor does not operate“ S. 241 und „Faulty signal and lighting system“ S. 242: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=242
  • dto. — Schaltplan „SR125 '97“ mit Farbcode und Bauteilliste S. 243: https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html?page=243
  • Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997) — idoc.pub (Elektrik-Daten: Batterie, Sicherungen, Relais, Hupe): https://idoc.pub/documents/yamaha-sr125service-manual-3mw-ae1-1997-english-8jlkgm2m07n5
  • Yamaha SR125 (2000) Betriebsanleitung, deutsch — manualslib.de (Batterie S. 56, Sicherung wechseln S. 58): https://www.manualslib.de/manual/836333/Yamaha-Sr125-2000.html?page=58
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Electrical 1: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/ELECTRICAL-1/27_2658-2658/B38/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Electrical 2: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/ELECTRICAL-2/27_2658-2658/B39/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Ignition: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/IGNITION/27_2658-2658/B31/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Switch / Lever: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/SWITCH--LEVER/27_2658-2658/B37/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1996 (3MW5), Stand / Footrest (Hauptständer): https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/STAND--FOOTREST/27_2658-2658/B30/0/6988
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1997 (3MW6), Electrical 1: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/ELECTRICAL-1/27_2663-2663/B38/0/6899
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1997 (3MW6), Electrical 2: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/ELECTRICAL-2/27_2663-2663/B39/0/6899
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1997 (3MW6), Ignition: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/IGNITION/27_2663-2663/B31/0/6899
  • yamaha-parts.ca — Teilekatalog SR125 1997 (3MW6), Switch / Lever: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/SWITCH--LEVER/27_2663-2663/B37/0/6899
  • eBay — Yamaha-Relais 4U8-81950-02 (4-polig, Omron): https://www.ebay.de/itm/167809763903

⚠️ Zu prüfende Angaben

  • Elektrik 1996 vs. Handbuch 1997 — Laut Teilekatalog haben 3MW5 (1996) und 3MW6 (1997) unterschiedliche Lichtmaschine (Stator, Rotor, Impulsgeber), CDI, Zündspule, Kerzenstecker, Regler, Anlasser, Kabelbaum, Zündschloss, Relais, Seitenständerschalter und Lenkerarmaturen. Alle Prüf- und Sollwerte aus dem Handbuch 1997 sind für die 1996er daher nur Orientierung. Ob eine deutsche 1996er die 5H0- oder schon die 4WP-Elektrik hat, ist offen (Teilenummer auf CDI oder Regler ablesen).
  • Ladeleistung der 1996er 5H0-Lichtmaschine — nicht belegt; 14 V / 9 A gilt für die 4WP-Lichtmaschine.
  • Relais der 1996er — Funktion der beiden „Relay Assembly“-Positionen (12R-81950-01, 4U8-81950-02) und der Diode 3WP-81980-00 nicht belegt; Seitenständer-/Zündunterbrechungsrelais ist eine Vermutung.
  • Anlasserrelais-Typ — Handbuch: Jideco MS5D-191; Katalog 1996 und 1997: 3AY-81940-00 „MS5D-611“.
  • Lage von Sicherung und Batterie — Betriebsanleitung 2000: Batterie hinter Verkleidungsteil A, Sicherung hinter Verkleidungsteil B; Werkstatthandbuch 1997: für die Batterieprüfung beide Seitendeckel abnehmen. Die Zuordnung A = rechts, B = links ist aus der Lage des Luftfilters (rechts) abgeleitet; für die 1996er nicht eigens belegt.
  • Rotor 5H0-81350-M0 — im Katalog „Complete unit“; Deutung als Rotor nicht bestätigt.
  • Präfix-Deutung 5H0 / 4WP (XT125 von 1982 bzw. japanische SR125) — nicht belegt.
  • Farben der Anlasserrelais-Spule (L/W an Plus, R/W an Minus) — aus einer Handbuch-Auslesung; R/W fehlt in der Doppelfarben-Liste. Am Stecker prüfen.
  • Lichtschalter-Stellungen — Standlicht / Scheinwerfer laut Betriebsanleitung 2000; ob eine AUS-Stellung vorhanden ist, ist offen.
  • Standlicht in der Dauerlast — ob es bei eingeschaltetem Scheinwerfer mitleuchtet, ist nicht belegt (≈ 48 W mit, ≈ 44 W ohne).
  • Bauform der Sicherung (Glasrohr oder Flachsicherung) — nicht belegt; am Fahrzeug prüfen und passende Ersatzsicherung mitführen.
  • Absicherung des Anlasser-Hauptstroms — ob der Hauptstrom Batterie → Anlasserrelais vor oder hinter der 20-A-Sicherung abzweigt, ist nicht am Schaltplan verifiziert.
  • Einbauorte von Relais, CDI, Regler und Leerlaufschalter — nur aus der Bauteilübersicht und den Ausbaulisten abgeleitet.
  • Schalter-Durchgangstabellen — Die Tabellen im Handbuch (S. 198–199) liegen nur als Grafik vor und konnten nicht übernommen werden; die Soll-Zustände in §5 sind aus der Funktion abgeleitet. Kabelfarben von Motorstopp-, Starter-, Licht-, Kupplungs- und Seitenständerschalter fehlen.
  • Farbcode-Liste — Die Doppelfarben-Liste der Online-Kopie ist unvollständig (R/W fehlt). Die Stoppleitung der CDI (typisch B/W) und die Zuordnung von L/B, L/Y, G/Y, Y/R, L/R, Br/L sowie W/R und W/L (Impulsgeber: einfarbige Leitungen W und R oder Zweifarbkabel W/R?) sind nicht belegt.
  • Thermoschalter und Heizelement — Schalttemperaturen nicht gefunden; Heizwiderstand in der Online-Kopie als „6 × 10 Ω“ gedruckt (vermutlich 6–10 Ω). Bei der 1996er nach Katalog nicht vorhanden.
  • Leerlaufrelais-Umkehrprobe (ohne Spannung kein Durchgang) — nicht ausdrücklich im Handbuch-Auszug.
  • Spannungsfall-Faustwert 0,5 V — allgemeine Werkstattregel, kein Yamaha-Wert.
  • Blinkrelais-Steckerbelegung — für die Auswahl eines LED-tauglichen Ersatzrelais am Fahrzeug prüfen.
  • Zulässigkeit von LED-Nachrüstungen (Blinker, Scheinwerferlampen) — hängt vom konkreten Produkt und seiner Prüfzeichen ab; vor dem Umbau mit TÜV/DEKRA klären.