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Kraftstoffsystem

Die Yamaha SR125 (Modellcode 3MW5, Modelljahr 1996) wird von einem Teikei-Vergaser Y24P mit Kraftstoff versorgt. Der Vergaser ist ein seilbetätigter Rundschiebervergaser mit 24 mm (0,94 in) Durchlass. Der Gasgriff zieht den Schieber also direkt hoch; eine Unterdruckmembran wie beim Gleichdruckvergaser gibt es nicht. Der Kraftstoff fließt aus dem 10-L-Stahltank (2,64 US gal) im freien Gefälle über einen handbetätigten Benzinhahn mit Reservestellung zum Vergaser. Eine Kraftstoffpumpe gibt es nicht. Angesaugt wird durch einen geölten Schaumstoff-Nassfilter im Luftfilterkasten unter dem rechten Seitendeckel.

Diese Datei behandelt Aufbau und Kraftstoffweg, die Vergaservarianten der 3MW-Serie, die Grundeinstellung (Bedüsung), Leerlauf-, Gaszug- und Schwimmerstand-Einstellung, Kaltstart und Vergaserheizung, Ausbau und Reinigung, Tank und Benzinhahn, Leitungen, Luftfilter, Ansaugtrakt, Abgasanlage, die 80-km/h-Drosselung, Kraftstoffempfehlung (E10), Fehlerdiagnose, Einlagerung und die Wartungsintervalle.

Alle Werte stehen metrisch und in US-Einheiten, in deutscher Zahlenschreibweise. Primärquelle ist das Yamaha-Werkstatthandbuch SR125, Modellcode 3MW6 (Handbuch 3MW-AE1, Modelljahr 1997). Dessen Vergaserdaten gelten für den Vergaser mit der Kennung 4WP-10. Achtung: Laut Yamaha-Teilekatalog hat die französische 3MW5 von 1996 noch den älteren Vergaser 5N0 mit Hauptdüse #108 ⚠️; erst ab 1997 ist der Vergaser 4WP (Hauptdüse laut Handbuch #102, mit Vergaserheizung) belegt (siehe § 2). Welche Variante eine deutsche 1996er hat, ist nicht belegt ⚠️. Siehe auch Übersicht & Identifikation, Motor und Zündanlage. Typische Probleme stehen in 20; siehe außerdem Wartungsplan, Betriebsstoffe & Füllmengen und Anzugsdrehmomente.


1. Überblick & Kraftstoffweg

Station Bauteil Hinweise
1 Kraftstofftank (Stahl), 10,0 L (2,64 US gal), davon 1,6 L (0,42 US gal) Reserve Abschließbarer Tankdeckel mit Entlüftung
2 Benzinhahn unter dem Tank links ⚠️, handbetätigt (Hebel), mit Sieb und Absetzbecher Kein Unterdruckhahn — bei stehendem Motor auf OFF stellen
3 Kraftstoffschlauch zum Vergaser Sichtprüfung auf Risse, Tausch bei Bedarf
4 Vergaser Teikei Y24P (Rundschieber, 24 mm / 0,94 in) Schwimmerkammer mit Ablassschraube, Überlauf- und Entlüftungsschläuche
5 Ansaugstutzen („Carburetor joint“) zwischen Vergaser und Zylinderkopf Gummi mit O-Ring — Falschluftquelle bei Rissen
Luftweg Luftfilterkasten (rechts, unter dem Seitendeckel) → Nassfilter (Schaumstoff) → Verbindungsgummi („Air filter joint“) → Vergaser Nie ohne Filterelement fahren
  • Keine Kraftstoffpumpe, kein Einspritzsystem, kein Katalysator. Das System ist rein mechanisch; nur die Vergaserheizung der 4WP-Vergaser (ab 1997 belegt) ist elektrisch.
  • Einzylinder = ein Vergaser. Eine Vergasersynchronisation wie bei Mehrzylindern entfällt.

2. Vergaser — Bauart & Varianten

Merkmal Wert
Hersteller / Typ Teikei Y24P (Handbuch: „Y24P/1“ = Typ / Anzahl)
Bauart Rundschiebervergaser, Schieber direkt über den Gaszug betätigt (Handbuch führt Schieberausschnitt „Cut away“ und Schieberfeder)
Durchlass 24 mm (0,94 in)
Kaltstart Starterkolben („Starter plunger“) mit zwei Starterdüsen (Anreicherungskreis, keine Drosselklappe)
Vergaserheizung nur beim Vergaser 4WP (Heizelement 4TR-83790-00); beim 5N0 nicht im Katalog
Leerlaufgemisch Leerlaufgemischschraube („Pilot screw“), Grundeinstellung 2 Umdrehungen offen
Leerlaufdrehzahl Anschlagschraube („Throttle stop screw“)

Vergaservarianten der 3MW-Serie (laut Teilekatalog yamaha-parts.ca)

Modelljahr / Code / Markt Vergaser komplett Hauptdüse Düsennadel Nadeldüse Schieber Heizung
1992 / 3MW3 / Frankreich 5N0-14301-00-00 288-14343-54-00 (#108 ⚠️) ⚠️ nicht erfasst 5N0-14341-00-00 ⚠️ nicht erfasst nein
1996 / 3MW5 / Frankreich 5N0-14301-01-00 288-14343-54-00 (#108 ⚠️) 5N0-14336-00-00 5N0-14341-00-00 5H0-14312-23-00 nein
1997 / 3MW6 / Portugal 4WP-14301-10-00 288-14343-51-00 (#102 ⚠️) 4WP-14336-00-00 15E-14341-00-00 4WP-14312-23-00 ja (4TR-83790-00)
1998 / 3MW7 / Deutschland 4WP-14301-11-00 288-14343-51-00 (#102 ⚠️) 4WP-14336-00-00 15E-14341-00-00 4WP-14312-23-00 ja (4TR-83790-00)
2000 / 3MW9 4WP-14301-12-00 288-14343-51-00 (#102 ⚠️) 4WP-14336-00-00 ⚠️ nicht erfasst ⚠️ nicht erfasst ja (4TR-83790-00)
  • Gemeinsam für alle Varianten (gleiche Teilenummern): Leerlaufdüse 367-14342-19-00, Schwimmer 367-14385-00-00, Schwimmernadelventil (Sitz) 654-14390-20-00 bzw. 367-14390-20-00, Dichtring Nadelsitz 367-14195-00-00, Schwimmerkammerdichtung 5H0-14384-00-00, Leerlaufgemischschrauben-Satz 12V-14105-00-00, Anschlagschrauben-Satz 12V-14103-00-00, Schieberfeder 5H0-14331-00-00, Nadelclip 389-14137-00-00, Starterkolben-Satz 5H0-1410A-00-00 (später -01-00).
  • Hauptdüse #102 beim 4WP-Vergaser: Die Größe #102 steht im Werkstatthandbuch 1997 (Kennung 4WP-10). Der Teilekatalog nennt für 288-14343-51 keine Größe; die Zuordnung „-51 = #102“ ist abgeleitet ⚠️.
  • Hauptdüse #108 beim 5N0-Vergaser: Ob der Teilekatalog für 288-14343-54 die Größe #108 selbst nennt, ist nicht geprüft. Die Zuordnung „-54 = #108“ kann wie bei -51 abgeleitet sein ⚠️.
  • Praxis: Vor dem Kauf von Düsen die Vergaser-Kennung am Vergasergehäuse ablesen (5N0… oder 4WP…) und nach dieser bestellen — nicht nach Modelljahr. Die Kennung 4WP entspricht dem Code der japanischen SR125 von 1996 (siehe Übersicht).
  • Umrüstung 5N0 ↔ 4WP: Beide Vergaser passen mechanisch an dieselben Ansauggummis (gleiche Teilenummern im Katalog). Bedüsung, Nadel und Nadeldüse müssen aber als Satz zum Vergaser passen; nicht mischen ⚠️.

3. Grundeinstellung (Bedüsung) — Vergaser 4WP-10

Werte aus den „Maintenance Specifications“ des Werkstatthandbuchs 3MW-AE1 (1997). Für den 1996er 5N0-Vergaser gilt abweichend die Hauptdüse #108 ⚠️; die übrigen 5N0-Werte (Nadel, Clip, Nadeldüse, Leerlaufdüse, Schwimmerhöhe) sind nicht belegt ⚠️.

Parameter Wert
Typ / Anzahl Y24P / 1
Kennung (I.D. mark) 4WP-10
Hauptdüse (M.J.) #102 (5N0-Vergaser 1996: #108 ⚠️)
Hauptluftdüse (M.A.J.) Ø 1,3 mm (0,051 in)
Düsennadel (J.N.) 4C9A, Clip in der 3. von 5 Nuten („4C9A-3/5“)
Nadeldüse (N.J.) 2,600
Schieberausschnitt (C.A.) 2,25
Leerlaufaustritt (P.O.) Ø 0,8 mm (0,031 in)
Leerlaufdüse (P.J.) #38
Bypass (B.P.1) Ø 1,0 mm (0,039 in)
Leerlaufgemischschraube (P.S.) 2 Umdrehungen offen
Schwimmernadelsitz (V.S.) Ø 2,0 mm (0,079 in)
Starterdüse 1 / 2 (G.S.1 / G.S.2) #60 / #64
Schwimmerhöhe (F.H.) 28,5 mm (1,12 in)
Kraftstoffstand (F.L.) 2,5–3,5 mm (0,10–0,14 in) unter der Schwimmerkammer-Trennfuge
Leerlaufdrehzahl 1.250–1.350 /min
Ansaugunterdruck (Leerlauf) 180–200 mmHg (24,0–26,7 kPa / 7,1–7,9 inHg)
CO-Wert (Leerlauf) 4,5–5,5 % ⚠️ (Auslesung zweifelhaft, siehe unten)
Öltemperatur bei der Messung 60–70 °C (140–158 °F)
Gaszugspiel (am Griffflansch) 3–5 mm (0,12–0,20 in)
  • Düsennadel-Clip: Nut 1 ist die oberste. Clip tiefer (höhere Nut-Nummer) hebt die Nadel = fetter im Teillastbereich; Clip höher = magerer.
  • Leerlaufgemischschraube: Das Handbuch nennt sie „Pilot screw“ (2 Umdrehungen offen), sagt aber nicht, ob sie den Leerlaufkraftstoff oder die Leerlaufluft regelt. Wirkt sie auf den Kraftstoff (üblich bei der Bezeichnung „Pilot screw“), gilt: Hineindrehen = magerer, Herausdrehen = fetter. Bei einer Luftschraube ist es umgekehrt ⚠️. Wirkrichtung vor dem Verstellen am eigenen Vergaser prüfen (z. B. Drehzahlreaktion beim Verstellen um ¼ Umdrehung).
  • CO 4,5–5,5 % ⚠️ ist ungewöhnlich fett: Vergaser-Einzylinder von Yamaha aus den 1990ern haben meist etwa 1–3 % Leerlauf-CO. Der Wert stammt aus der Online-Kopie, deren Tabellenzeilen an anderen Stellen verschoben waren. Vor einer Abgasuntersuchung (AUK) im Papier-Handbuch bestätigen; für die AUK gelten die Herstellerangaben.

4. Leerlauf & Leerlaufgemisch einstellen

Ablauf nach Werkstatthandbuch (Kapitel 3, „Engine idling speed“):

  1. Motor einige Minuten warmfahren (Öltemperatur 60–70 °C / 140–158 °F).
  2. Induktiven Drehzahlmesser am Zündkabel anschließen (die SR125 hat keinen Drehzahlmesser; Yamaha-Werkzeug 90890-03113 oder ein beliebiger Induktiv-Drehzahlmesser).
  3. Leerlaufgemischschraube leicht bis zum Anschlag eindrehen (nicht festziehen — die Spitze und der Sitz werden sonst beschädigt).
  4. Schraube um 2 Umdrehungen herausdrehen.
  5. Mit der Anschlagschraube die Leerlaufdrehzahl auf 1.250–1.350 /min stellen. Hineindrehen = höhere Drehzahl, herausdrehen = niedrigere Drehzahl.
  6. Danach das Gaszugspiel prüfen (§ 5).

  7. Feineinstellung (optional): Bei warmem Motor die Gemischschraube in ¼-Umdrehungen verstellen, bis die Drehzahl am höchsten ist, dann die Drehzahl mit der Anschlagschraube zurückstellen. Nicht mehr als ±½ Umdrehung von der Grundeinstellung abweichen ⚠️ (Werkstattpraxis, nicht im Handbuch).

  8. Leerlauf schwankt oder „sägt“: zuerst Falschluft am Ansaugstutzen prüfen (§ 13), dann Leerlaufdüse reinigen (§ 9).

5. Gaszug

Merkmal Wert
Gaszugspiel 3–5 mm (0,12–0,20 in) am Griffflansch
Einstellung Kontermutter lösen, Einsteller am Gaszug hinein-/herausdrehen, kontern
Reihenfolge Erst Leerlauf einstellen, dann Gaszugspiel (Handbuch)
  • Nach der Einstellung bei laufendem Motor den Lenker voll nach links und rechts einschlagen — die Drehzahl darf sich dabei nicht ändern. Steigt sie, ist der Zug zu straff oder falsch verlegt.
  • Beim Abstellen des Motors kein Gas geben (Handbuch-Hinweis).
  • Der Zug trägt direkt den Schieber: ein schwergängiger, trockener Zug lässt den Schieber hängen (Drehzahl fällt nicht ab). Zug regelmäßig ölen.

6. Kaltstart (Starterkolben)

  • Die SR125 hat keinen Choke mit Drosselklappe, sondern einen Starterkolben am Vergaser, der einen separaten Anreicherungskreis mit den Starterdüsen #60 / #64 öffnet. Betätigt wird er über einen Hebel/Knopf direkt am Vergaser ⚠️ (Lage am eigenen Fahrzeug prüfen; kein Lenkerzug im Katalog).
  • Kalter Motor: Starter ziehen, Gasgriff geschlossen lassen (Gasgeben schwächt den Anreicherungseffekt), starten, nach ca. 1–2 Minuten bzw. sobald der Motor sauber Gas annimmt, Starter zurückstellen.
  • Warmer Motor: ohne Starter starten.
  • Ein nicht vollständig zurückgestellter Starterkolben führt laut Handbuch zu schlechtem Leerlauf und Überfettung. Bei hoher Leerlaufdrehzahl oder schwarzer Kerze zuerst den Starterkolben prüfen.

7. Vergaserheizung (4WP-Vergaser)

  • Ab dem Modelljahr 1997 (3MW6) zeigen die Teilekataloge am Vergaser eine Heizeinheit („Heater assy“, 4TR-83790-00) mit Anschlussklemme. Das Werkstatthandbuch führt sie beim Ausbau („Heater unit lead“ vom Kabelbaum trennen) und in der Zerlegung („Heater unit/washer“).
  • Zweck: Verhindern von Vergaservereisung bei feuchtkalter Luft (typischer Leistungsverlust bei 0–10 °C / 32–50 °F und hoher Luftfeuchte) ⚠️ (allgemeine Funktion; Schaltlogik und Widerstandswert im Handbuch nicht eingesehen).
  • Der 1996er 5N0-Vergaser (Katalog 3MW5 Frankreich) hat keine Heizung. Ob eine deutsche 1996er schon den 4WP-Vergaser mit Heizung hat, ist offen ⚠️: Ein Kabel am Vergasergehäuse zeigt die Heizung an.
  • Bei defekter Heizung läuft der Motor normal; nur bei Vereisungswetter kann er stottern oder ausgehen. Ein ausgebauter Vergaser muss vorher elektrisch abgesteckt werden.

8. Schwimmerhöhe & Kraftstoffstand

Merkmal Wert
Schwimmerhöhe 28,5 mm (1,12 in) (4WP-Vergaser; 5N0 nicht belegt ⚠️)
Kraftstoffstand 2,5–3,5 mm (0,10–0,14 in) unter der Schwimmerkammer-Trennfuge
Schwimmernadelsitz Ø 2,0 mm (0,079 in)

Kraftstoffstand prüfen (am Fahrzeug, nach Handbuch):

  1. Motorrad auf ebenem Untergrund abstellen; mit einem Wagenheber unter dem Motor so ausrichten, dass der Vergaser senkrecht steht.
  2. Kraftstoffstands-Messschlauch (Yamaha-Werkzeug „Fuel level gauge“, 90890-01312 ⚠️) an den Ablassstutzen der Schwimmerkammer anschließen.
  3. Schlauch senkrecht neben die Trennfuge halten, Ablassschraube öffnen, Stand ablesen.
  4. Außerhalb der Toleranz: Vergaser ausbauen, Schwimmernadel und Sitz prüfen. Verschlissen → beide zusammen tauschen. Sonst den Stand durch leichtes Biegen der Schwimmerzunge korrigieren, einbauen, erneut messen.

  5. Schwimmerhöhe wird am ausgebauten Vergaser gemessen: Vergaser umdrehen, sodass die Schwimmerzunge die Nadel gerade berührt, ohne die Federspitze einzudrücken; Abstand Dichtfläche–Schwimmeroberkante messen ⚠️ (Messpunkt im Handbuch-Bild nicht eingesehen).

  6. Zu hoher Stand → fettes Gemisch, Kraftstoff tropft aus dem Überlauf, verrußte Kerze. Zu niedriger Stand → Magerlauf, Ruckeln unter Last, Leistungsloch bei Vollgas.

9. Vergaser ausbauen, zerlegen & reinigen

Ausbaureihenfolge (Handbuch): Seitendeckel → Sitzbank → Kraftstofftank (Benzinhahn auf OFF, Schlauch abziehen) → Kabel der Vergaserheizung vom Kabelbaum trennen (4WP-Vergaser) → Schelle am Ansaugstutzen lösen → Schelle am Luftfilter-Verbindungsgummi lösen → Vergaser herausnehmen → Vergaserdeckel abschrauben und Schieber mit Nadel am Gaszug herausziehen.

Zerlegereihenfolge (Handbuch): Gaszug → Schiebereinheit → Schieberfeder → Deckel der Mischkammer / O-Ring → Ablassschraube → Schwimmerkammer → Dichtung → Schwimmerachse / Schwimmer → Schwimmernadelventil → Hauptdüse → Nadeldüse („Main nozzle“) / O-Ring → Leerlaufgemischschraube → Leerlaufdüse → Anschlagschraube → Starterkolben → Heizeinheit / Scheibe.

Reinigen & prüfen:

  • Alle Teile in Vergaserreiniger bzw. Lösungsmittel auf Petroleumbasis waschen, Kanäle und Düsen mit Druckluft ausblasen.
  • Keinen Draht zum Reinigen der Düsen verwenden (Handbuch) — die kalibrierten Bohrungen werden sonst aufgeweitet.
  • Immer neue Dichtungen und O-Ringe verwenden (Handbuch).
  • Düsennadel auf Verschleiß oder Verbiegung, Schieber auf Riefen, Schwimmernadelspitze auf Einlaufrille, Schwimmer auf Undichtigkeit (Kraftstoff im Schwimmer: schütteln) prüfen.
  • Vor dem Zerlegen die Stellung der Leerlaufgemischschraube zählen (Umdrehungen bis zum leichten Anschlag) und notieren.

Zusammenbau (Handbuch): Leerlaufdüse und Leerlaufgemischschraube (2 Umdrehungen offen) → neuer O-Ring, Nadeldüse, Hauptdüse → Nadelsitz und Schwimmernadel → Schwimmer und Schwimmerachse → Schwimmerhöhe prüfen (§ 8) → Schwimmerkammer mit neuer Dichtung → Schieber mit Nadel (Clip in Nut 3, 4WP-Vergaser; 5N0 nicht belegt ⚠️) und Feder einsetzen, Schieberaussparung zur Führung ausrichten.

Anzugsdrehmomente Ansaugtrakt:

Verbindung Drehmoment
Ansaugstutzen → Vergaser (Schelle) 7 N·m (5,2 ft·lb) ⚠️ — für eine Schraubschelle auf Gummi ungewöhnlich hoch; die Motortabelle nennt an dieser Stelle 12 / 2 / 4 N·m, für die Schelle sind ≈ 2 N·m (1,5 ft·lb / 18 in·lb) wahrscheinlicher ⚠️
Ansaugstutzen → Zylinderkopf 10 N·m (7,4 ft·lb) ⚠️

Beide Werte gelten in Anzugsdrehmomente als offen, weil die Motortabelle an dieser Stelle spaltenverschoben ist. Im Papier-Handbuch prüfen; die Schelle bis dahin nur so fest anziehen, dass der Gummi dicht sitzt und nicht eingeschnitten wird.

  • Nach dem Einbau: Leerlauf (§ 4) und Gaszugspiel (§ 5) einstellen, Kraftstoffschläuche und Überlaufschlauch auf freie Verlegung prüfen (Kabel- und Schlauchverlegung: Handbuch Kap. 2).
  • Synchronisation entfällt (ein Vergaser).

10. Kraftstofftank & Benzinhahn

Merkmal Wert
Tankinhalt 10,0 L (2,64 US gal)
Reserve 1,6 L (0,42 US gal) — bei 3,0–3,8 L/100 km (62–78 mpg US) reicht das für ca. 42–53 km (26–33 mi) ⚠️ (Verbrauch nicht werksseitig belegt)
Tank Stahl, 5H0-24110-00 (Farbe/Dekor je Modellcode)
Tankdeckel abschließbar, mit Entlüftung, 4X7-24602-04-00 (1996 und 1997, siehe 16); -10-00 vermutlich spätere Ausführung bzw. Nachfolgenummer ⚠️; Dichtung 4X7-24612-00-00
Benzinhahn komplett 5H0-24500-00-00 (1996 und 1997, siehe 16); 3MW-24500-00-00 vermutlich spätere Ausführung bzw. Nachfolgenummer ⚠️ (handbetätigt)
Benzinhahn-Hebel 4L0-24524-00-00
Sieb (im Hahn) 4L0-24536-00-00
Absetzbecher / Dichtung 1A0-24521-01-00 / 498-24522-00-00
O-Ring / Gehäusedichtung 1A0-24512-00-00 / 214-24512-00-00
  • Stellungen: Yamaha-typisch ON – RES – OFF ⚠️ (Handbuch nennt die OFF-Stellung; Beschriftung am Hahn prüfen). Kein Unterdruckhahn: Wird der Hahn nicht geschlossen, kann bei undichter Schwimmernadel Kraftstoff ins Kurbelgehäuse laufen (Ölverdünnung, siehe § 17 Fehlerdiagnose). Nach jeder Fahrt auf OFF.
  • Reserve: Stottert der Motor auf ON, auf RES schalten und bald tanken. Nach dem Tanken wieder auf ON zurück, sonst fehlt beim nächsten Mal die Reserve.
  • Tankentlüftung: Eine verstopfte Entlüftung im Deckel lässt laut Handbuch die Leistung einbrechen („clogged fuel tank cap breather“). Test: Motor stottert nach einigen Kilometern, läuft nach kurzem Öffnen des Deckels wieder.
  • Rost: Der Stahltank eines Motorrads von 1996 ist innen oft angerostet, besonders nach langem Stehen mit wenig Kraftstoff. Rostpartikel setzen Hahnsieb, Absetzbecher und Schwimmernadelsitz zu.
  • Tank mit Taschenlampe innen prüfen; Sieb und Becher bei jedem Service reinigen.
  • Leichter Flugrost: mechanisch oder chemisch entrosten und versiegeln (Tankversiegelung) oder zusätzlich einen Inline-Kraftstofffilter in den Schlauch setzen.
  • Starker Rost oder Durchrostung am Tankboden: Gebrauchttank suchen (Tank 5H0-24110 ist über die 3MW-Serie gleich, nur die Farbe unterscheidet sich).
  • Hahn undicht am Hebel: Dichtung und O-Ring aus dem Satz tauschen; die Teile sind noch einzeln lieferbar.

11. Kraftstoffleitungen & Schläuche

Leitung Hinweise
Kraftstoffschlauch Hahn → Vergaser 5H0-24311-00-00, mit Klemmen 90467-09006-00
Überlauf- / Entlüftungsschläuche Vergaser nach unten frei verlegen, nicht knicken
Prüfintervall laut Wartungsplan alle 12.000 km (7.500 mi) / 12 Monate auf Risse und Beschädigung prüfen, bei Bedarf tauschen ⚠️ (eine Handbuchauslesung nennt kürzere Intervalle)
  • Originalschläuche aus den 1990ern sind heute meist hart und rissig. Vorsorglich durch kraftstofffesten Schlauch (E10-fest) ersetzen. Der Innendurchmesser ist nicht belegt ⚠️ — am Stutzen messen oder das Originalteil 5H0-24311 bestellen.
  • Kraftstoffgeruch bei stehendem Motorrad → Schlauchenden, Hahn, Schwimmerkammerdichtung und Ablassschraube prüfen.

12. Luftfilter

Merkmal Wert
Bauart Nassfilter — Schaumstoffelement, mit Öl benetzt
Filterelement 5H0-14451-00-00
Lage Luftfilterkasten unter dem rechten Seitendeckel
Filteröl laut Handbuch Motoröl (alternativ spezielles Schaumstoff-Filteröl ⚠️)
Intervall Einfahrinspektion, dann alle 6.000 km (3.700 mi) / 6 Monate reinigen, bei Beschädigung ersetzen; bei Staub öfter

Reinigen (nach Handbuch):

  1. Rechten Seitendeckel, Elementhalter, Filterelement und Stützplatte ausbauen.
  2. Element in Lösungsmittel auswaschen, das Lösungsmittel durch Ausdrücken entfernen. Kein Benzin oder andere Lösungsmittel mit niedrigem Flammpunkt verwenden.
  3. Element auf Risse und Löcher prüfen — beschädigt → ersetzen.
  4. Motoröl auf die gesamte Oberfläche auftragen und den Überschuss ausdrücken: Das Element soll feucht, aber nicht tropfnass sein.
  5. Element beim Ausdrücken nicht verdrehen/auswringen (reißt).
  6. Einbau: Platte, Element, Halter, rechter Seitendeckel.

  7. Nie ohne Filterelement fahren (Handbuch): Ungefilterte Luft verschleißt den Motor schnell, und der Vergaser läuft ohne Filter mager — Überhitzungsgefahr.

  8. Ein zugesetzter Filter fettet das Gemisch an (schlechter Leerlauf, Leistungsverlust, schwarze Kerze). Ein zerfallener Schaumstoff (Alterung) bröselt in den Vergaser — alte Elemente lieber tauschen.

13. Ansaugtrakt

Bauteil Teilenummer (3MW5 / 3MW7)
Ansaugstutzen („Joint, carburetor“) 5H0-13586-00-00
O-Ring Ansaugstutzen 93210-34474-00
Verbindungsgummi 2 („Joint, carburetor 2“, Luftfilterseite) 5H0-13596-00-00
Schelle 90460-43179-00
Luftfilterkasten 5H0-14411-10-00 (1996) / 5H0-14411-11-00 (1998)
  • Falschluft ist die häufigste Ursache für unruhigen, hohen oder „hängenden“ Leerlauf. Gealterte Gummis reißen an den Schellen oder am Flansch.
  • Test: Bei warmem Motor im Leerlauf Bremsenreiniger oder Startpilot vorsichtig an die Übergänge sprühen. Ändert sich die Drehzahl, ist die Stelle undicht. Nicht auf heiße Auspuffteile sprühen, Feuerlöscher bereithalten.
  • Handbuch-Fehlerliste „schlechter Leerlauf“: beschädigter Ansaugstutzen, nicht richtig angezogene Schelle.
  • Das Verbindungsgummi zum Luftfilterkasten muss rundum dicht sitzen — ein Spalt lässt ungefilterte Luft und Staub direkt in den Motor.

14. Abgasanlage (Kurzüberblick)

Merkmal Wert
Auspuff komplett 10F-14710-00-00 (Krümmer und Schalldämpfer als Einheit ⚠️)
Auspuffhalter 5H0-14771-00-00
Krümmerdichtung 4BE-14613-00-00 — bei jeder Demontage erneuern
Anzugsmomente Auspuff Krümmer an Zylinder 2 × M6 (Innensechskant) 12 N·m (8,9 ft·lb) · Schalldämpfer an Rahmen 2 × M8 20 N·m (15 ft·lb) — siehe Rahmen, Fahrgestell & Anbauteile
Katalysator keiner
Sekundärluftsystem 1996: keines; bei späten Baujahren (2001–2002/03) in einigen Märkten erwähnt ⚠️ (siehe README)
  • Das Präfix 10F deutet darauf hin, dass der Auspuff bis 1996 seit der ersten SR125-Serie unverändert war — Gebrauchtteile der ersten Serie passen wahrscheinlich ⚠️. Ab 1997 führt der Katalog einen neuen Auspuff 3MW-14710-00.
  • Undichter Krümmer (Blubbern/Knallen im Schiebebetrieb, schwarze Spuren am Flansch) verfälscht das Gemischbild — vor jeder Vergasereinstellung prüfen.
  • Zubehörauspuff verändert den Luftdurchsatz; Bedüsung dann ggf. anpassen. Zulässig ist er mit ABE oder E-Prüfzeichen (Papiere mitführen) oder mit Teilegutachten und Änderungsabnahme (§ 19 Abs. 3 StVZO); ohne einen dieser Nachweise erlischt die Betriebserlaubnis.

15. Drosselung (Klasse 1b / A1 unter 18: 80 km/h)

  • Bis zum 19.01.2013 durften 16- und 17-Jährige in Deutschland ein Leichtkraftrad nur mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit 80 km/h (50 mph) fahren. Die offene SR125 erreicht ≈ 100–105 km/h (62–65 mph; MOTORRAD maß 1996 105 km/h), eine 80-km/h-Version musste also gedrosselt werden (siehe README).
  • Was bekannt ist: Ein Forenbeitrag (motorradonline24.de, 2006) nennt für die SR125 eine Ansaugblende und eine kleinere Hauptdüse ⚠️. Eine Werksquelle, die Teilenummer der Blende oder die Düsengröße wurden nicht gefunden.
  • In den gesichteten Teilekatalogen (Ansaugtrakt 3MW5 Frankreich 1996, 3MW7 Deutschland 1998) ist kein Drosselteil aufgeführt. Die Drosselteile waren vermutlich ein separater Satz über den Händler ⚠️.
  • Erkennen: Fahrzeugschein/Zulassungsbescheinigung prüfen (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 80 km/h, ggf. reduzierte kW-Angabe); am Fahrzeug nach einer Blende im Ansaugstutzen oder Luftfilter-Verbindungsgummi und nach der eingeschlagenen Größe der Hauptdüse sehen.
  • Entdrosseln: Blende entfernen und die Serien-Hauptdüse für die eigene Vergaser-Kennung einsetzen (5N0: #108 ⚠️, 4WP: #102, siehe § 3). Danach Eintragung der geänderten Höchstgeschwindigkeit/Leistung über TÜV/DEKRA bzw. Zulassungsstelle — ohne Eintragung erlischt die Betriebserlaubnis und ggf. der Versicherungsschutz.
  • Der Forenmythos, ein entdrosselter Motor müsse „zwei Jahre freigefahren“ werden, wird im selben Thread zurückgewiesen.

16. Kraftstoff & E10

Merkmal Wert
Werksvorgabe Normalbenzin bleifrei („Regular unleaded gasoline“)
In Deutschland heute Super E5 oder Super E10 (95 ROZ) — höhere Oktanzahl schadet nicht, bringt aber keine Mehrleistung
E10-Freigabe Yamaha: alle Modelle ab Modelljahr 1990 sind E10-verträglich (ÖAMTC, UK-Regierung/ACEM-Liste) — die 1996er SR125 ist damit freigegeben
Verbleites Benzin / Bleiersatz nicht erforderlich
  • Praxis mit E10 bei einem Vergasermotorrad von 1996: Die Freigabe betrifft das Fahrzeug im Originalzustand. Gealterte Schläuche und Dichtungen können trotzdem schneller altern ⚠️. Ethanol bindet Wasser, was bei langer Standzeit Korrosion in Stahltank und Schwimmerkammer begünstigt.
  • Empfehlung: Im Alltag E10 problemlos möglich; vor längerer Standzeit Super E5 oder Super Plus (meist ethanolfrei ⚠️, je nach Marke) tanken (§ 18).

17. Fehlerdiagnose

Symptom Mögliche Ursache Abhilfe
Springt kalt nicht an Starterkolben nicht gezogen oder Starterdüsen verstopft · Benzinhahn OFF · kein Kraftstoff in der Schwimmerkammer (Sieb verstopft, Schwimmernadel klemmt) Starter benutzen · Hahn auf ON/RES · Ablassschraube öffnen und prüfen, ob Kraftstoff kommt · Sieb/Vergaser reinigen · Zündung prüfen (04)
Springt warm schlecht an, riecht nach Benzin Überfettung: zu hoher Kraftstoffstand, undichte Schwimmernadel, Starterkolben hängt Schwimmernadel/Sitz prüfen und ggf. tauschen · Kraftstoffstand messen (§ 8) · Starterkolben prüfen
Unruhiger oder zu niedriger Leerlauf, geht aus verstopfte oder lose Leerlaufdüse · Falschluft am Ansaugstutzen · falsch eingestellte Gemisch-/Anschlagschraube · Starterkolben nicht ganz zurück · Luftfilter zugesetzt · Ventilspiel falsch Leerlaufdüse reinigen · Ansaugtrakt abdichten (§ 13) · Leerlauf nach § 4 einstellen · Luftfilter reinigen (§ 12) · Ventilspiel (01)
Leerlauf zu hoch, fällt nicht ab Gaszug zu straff oder schwergängig · Schieber hängt · Falschluft Gaszugspiel 3–5 mm (0,12–0,20 in) · Zug ölen/ersetzen · Schieber auf Riefen prüfen
Loch beim Gasaufziehen / Ruckeln im Teillastbereich Nadeldüse verschmutzt · Düsennadel-Clip falsch · Magerlauf durch Falschluft · Kraftstoffstand zu niedrig Vergaser reinigen · Clip in Nut 3 (4WP-Vergaser) · Ansaugtrakt prüfen · Kraftstoffstand messen
Keine Leistung obenraus, Höchstgeschwindigkeit ≈ 80 km/h (50 mph) Drosselung (Blende, kleine Hauptdüse) · Hauptdüse/Nadeldüse verstopft · Luftfilter zugesetzt · Kraftstoffstand falsch Fahrzeugpapiere prüfen (§ 15) · Hauptdüse und Nadeldüse reinigen · Luftfilter · Kraftstoffstand
Stottert nach einigen Kilometern, läuft nach Deckelöffnen wieder verstopfte Tankentlüftung Entlüftung im Tankdeckel reinigen
Stottert und geht aus, bei Reserve wieder gut Tank fast leer · Sieb am ON-Rohr verstopft Tanken · Hahn zerlegen und Sieb reinigen
Stottert bei feuchtkalter Witterung Vergaservereisung (5N0-Vergaser ohne Heizung; beim 4WP Heizung defekt) Warten/weiterfahren mit etwas mehr Gas · Heizung prüfen (§ 7)
Kraftstoff tropft aus dem Überlaufschlauch Schwimmernadel undicht (Schmutz, Verschleiß) · Schwimmer undicht · Kraftstoffstand zu hoch Vergaser öffnen, Nadel/Sitz reinigen bzw. tauschen · Schwimmer prüfen · Stand einstellen
Ölstand steigt, Öl riecht nach Benzin Kraftstoff läuft bei geöffnetem Hahn über die undichte Schwimmernadel in den Motor Schwimmernadel instandsetzen · Öl sofort wechseln · Hahn nach jeder Fahrt auf OFF
Knallen im Auspuff im Schiebebetrieb zu mager im Leerlaufsystem · undichter Krümmer Gemischschraube etwas fetter stellen (bei Kraftstoffschraube herausdrehen; Wirkrichtung siehe § 3 ⚠️) · Krümmerdichtung erneuern
Schwarze, verrußte Kerze zu fett: Starterkolben, Luftfilter zugesetzt, Kraftstoffstand zu hoch, Düsennadel-Clip zu tief entsprechend prüfen · Kerzenbild siehe 04
Helle, weißliche Kerze, Motor wird sehr heiß zu mager: Falschluft, zu kleine Hauptdüse, verstopfte Düsen, ohne Luftfilter gefahren Ansaugtrakt dicht · richtige Hauptdüse (§ 3) · Vergaser reinigen

18. Einlagerung (Winterpause)

  • Kraftstoff: Vorher Super E5 oder Super Plus tanken, ggf. Kraftstoffstabilisator zugeben und einige Minuten laufen lassen, damit er in den Vergaser gelangt.
  • Tank: Der Stahltank rostet vor allem im leeren Luftraum. Entweder randvoll einlagern (weniger Luft, weniger Kondenswasser) oder vollständig entleeren und trocknen — halbvoll ist am ungünstigsten.
  • Vergaser: Benzinhahn auf OFF, Schwimmerkammer über die Ablassschraube in ein Gefäß entleeren. Alter Kraftstoff verharzt in Leerlauf- und Starterdüsen — die häufigste Ursache für Startprobleme im Frühjahr.
  • Luftfilter: vor der Pause reinigen und neu ölen; Auspuffende gegen Feuchtigkeit und Kleintiere abdecken.
  • Frühjahr: Tank innen, Hahnsieb und Absetzbecher prüfen, Schläuche kontrollieren, frisch tanken, Starter benutzen. Springt sie nicht an, zuerst die Schwimmerkammer auf Kraftstoff und die Leerlaufdüse auf Verharzung prüfen.
  • Batterie siehe Ladesystem & Batterie.

19. Wartungsintervalle Kraftstoffsystem

Aus dem Wartungsplan des Werkstatthandbuchs 3MW-AE1 (Einfahrinspektion bei 1.000 km / 620 mi).

Position Arbeit Intervall
Luftfilter reinigen, bei Bedarf ersetzen Einfahrinspektion, dann alle 6.000 km (3.700 mi) / 6 Monate
Vergaser Leerlauf und Starterfunktion prüfen, einstellen bzw. reinigen ⚠️ (Auslesungen weichen ab) alle 6.000 km (3.700 mi) / 6 Monate
Kraftstoffleitung Schlauch auf Risse und Beschädigung prüfen, bei Bedarf ersetzen alle 12.000 km (7.500 mi) / 12 Monate ⚠️
Gaszug Spiel prüfen, ölen bei jeder Inspektion (Praxis)
Benzinhahn-Sieb / Absetzbecher reinigen bei jeder Inspektion (Praxis, bei rostigem Tank öfter)

Den vollständigen Wartungsplan enthält Wartungsplan, Betriebsstoffe & Füllmengen.


Quellen

  • Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997, 3MW6) — manualslib: Wartungsdaten Vergaser (S. 26), Leerlauf & Gaszug (S. 51–52), Luftfilter (S. 60–61), Wartungsplan (S. 47), Vergaser Ausbau/Zerlegung/Zusammenbau/Kraftstoffstand (S. 143–147), Fehlersuche (S. 236–237): https://www.manualslib.com/manual/882832/Yamaha-Sr125-1997.html
  • Yamaha SR125 Service Manual 3MW-AE1 (1997) — idoc.pub (Vergaserdaten, Drehmomente Ansaugstutzen und Auspuff, Luftfilterreinigung): https://idoc.pub/documents/yamaha-sr125service-manual-3mw-ae1-1997-english-8jlkgm2m07n5
  • yamaha-parts.ca — SR125 1992 (3MW3, Frankreich), Vergaser: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1992/SR/SR125/CARBURETOR/27_2657-2657/B8/0/6987
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5, Frankreich), Übersicht: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Vergaser: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/CARBURETOR/27_2658-2658/B8/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Ansaugtrakt: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/INTAKE/27_2658-2658/B7/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Kraftstofftank & Benzinhahn: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/FUEL-TANK/27_2658-2658/B23/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1996 (3MW5), Auspuff: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1996/SR/SR125/EXHAUST/27_2658-2658/B9/0/6988
  • yamaha-parts.ca — SR125 1997 (3MW6, Portugal), Vergaser: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1997/SR/SR125/CARBURETOR/27_2663-2663/B8/0/6899
  • yamaha-parts.ca — SR125 1998 (3MW7, Deutschland), Vergaser: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1998/SR/SR125/CARBURETOR/27_2665-2665/B8/0/6881
  • yamaha-parts.ca — SR125 1998 (3MW7, Deutschland), Ansaugtrakt: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/1998/SR/SR125/INTAKE/27_2665-2665/B7/0/6881
  • yamaha-parts.ca — SR125 2000 (3MW9), Vergaser: https://www.yamaha-parts.ca/yamaha-motorcycle/125-MOTO/2000/SR/SR125/CARBURETOR/27_2687-2687/B8/0/6876
  • motorradonline24.de — Forum „Drossel Yamaha SR 125“ (2006): https://www.motorradonline24.de/forum/thread/287758-drossel-yamaha-sr-125/
  • ÖAMTC — E10-Verträglichkeit bei Motorrädern: https://www.oeamtc.at/thema/tanken/e10-vertraeglichkeit-bei-motorraedern-58111482
  • UK Government — E10 compatibility checker, Yamaha: https://check-vehicle-compatibility-e10-petrol.service.gov.uk/manufacturer/Yamaha
  • ACEM — List of member company petrol vehicles compatible with E10: https://acem.eu/component/content/article/2-non-categorise/33-e10?Itemid=109
  • Wikipedia (de) — Leichtkraftrad (80-km/h-Grenze bis 2013): https://de.wikipedia.org/wiki/Leichtkraftrad

⚠️ Zu prüfende Angaben

  • Vergaser der deutschen 1996er — Für 1996 ist im Katalog nur die französische 3MW5 mit dem 5N0-Vergaser (#108, ohne Heizung) belegt; der 4WP-Vergaser (#102, mit Heizung) erst ab 1997 (Portugal) bzw. 1998 (Deutschland). Kennung am Vergasergehäuse ablesen; ein Kabel am Vergaser zeigt die Heizung an.
  • Hauptdüse #102 — steht im Handbuch 1997 (Kennung 4WP-10); die Zuordnung der Teilenummer 288-14343-51 zu #102 ist abgeleitet.
  • Einstellwerte des 5N0-Vergasers (Düsennadel, Clip, Nadeldüse, Leerlaufdüse, Schwimmerhöhe) — nicht belegt; die Leerlaufdüse hat dieselbe Teilenummer wie beim 4WP (#38 wahrscheinlich).
  • Hauptdüse #108 — ob der Katalog die Größe für 288-14343-54 nennt oder sie abgeleitet ist, nicht geprüft.
  • CO-Wert 4,5–5,5 % — für einen Yamaha-Vergaser-Einzylinder ungewöhnlich fett; Auslesung im Papier-Handbuch bestätigen.
  • Drehmomente Ansaugstutzen — 7 N·m (Schelle) und 10 N·m (Zylinderkopf) aus dem Kraftstoffkapitel; Motortabelle spaltenverschoben (12 / 2 / 4 N·m), für die Schelle sind ≈ 2 N·m wahrscheinlicher.
  • Tankdeckel 4X7-24602-10 und Benzinhahn 3MW-24500 — Baujahr bzw. Nachfolge-Verhältnis nicht geprüft.
  • Innendurchmesser Kraftstoffschlauch — nicht belegt.
  • Wirkrichtung der Leerlaufgemischschraube — beim Rundschieber-Vergaser kann die Schraube als Luft- oder als Kraftstoffschraube ausgeführt sein; Handbuch nennt nur „Pilot screw“, 2 Umdrehungen.
  • Lage und Betätigung des Starterkolbens (Hebel am Vergaser) und Lage des Benzinhahns — am Fahrzeug prüfen.
  • Stellungen des Benzinhahns (ON/RES/OFF) — Yamaha-typisch, im Handbuchauszug nur OFF belegt.
  • Vergaserheizung — Schaltlogik (Thermoschalter?), Widerstandswert und Prüfverfahren im Handbuch nicht eingesehen.
  • Messpunkt der Schwimmerhöhe und Werkzeugnummer des Kraftstoffstand-Messschlauchs (90890-01312) — nicht aus dem Handbuchbild bestätigt.
  • Prüfintervall Kraftstoffleitung — 12.000 km (7.500 mi) / 12 Monate laut einer Auslesung, eine andere nennt kürzere Intervalle; Vergaser-Wartungsposition („reinigen“ vs. „Leerlauf/Starter prüfen“) ebenfalls uneinheitlich ausgelesen.
  • Drosselung 80 km/h — nur ein Forenbeitrag (Ansaugblende + kleinere Hauptdüse); keine Werksteilenummer, keine Düsengröße, keine kW-Angabe.
  • Auspuff 10F-14710 — ob Krümmer und Topf eine Einheit sind, ist nur aus dem Katalog abgeleitet (Drehmomente geklärt, siehe 16).
  • Sekundärluftsystem späterer Baujahre — nur Einzelquelle (siehe README).
  • Reserve-Reichweite — aus 1,6 L und einem nicht werksseitig belegten Verbrauch von 3,0–3,8 L/100 km (62–78 mpg US) berechnet.
  • Ethanolfreiheit von Super Plus — markenabhängig, nicht allgemein zugesichert.
  • Filteröl — Handbuch nennt Motoröl; ob Yamaha alternativ Schaumstoff-Filteröl freigibt, nicht geprüft.